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Clickertraining für die Katze: Erziehung, Tricks, Vorteile

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© Shutterstock

Das Erziehen eines Haustiers kann schwierig sein. Mit Hilfe des Clickertrainings für Katzen begünstigen Sie positives Verhalten des Tieres. Als positives Verhalten ist beispielsweise das Hinsetzen oder die Benutzung der Katzentoilette zu verstehen. Neben einem Clicker benötigen Sie für die Übungen Zeit und bei Bedarf Leckerlis. Ein Clicker ist ein Gerät, das die Fellnase auf ein Geräusch konditioniert. Beim Konditionieren wird der Reiz dazu genutzt, um eine bestimmte Reaktion auszulösen.

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Clickertraining für Katzen funktioniert mit und ohne Leckerli.

  • Das Trainieren von Kunststücken ist mithilfe des Clickers oder Target Sticks möglich.

  • Bei erwachsenen Fellnasen ist das Clickern erfolgreicher, denn diese arbeiten konzentrierter als Kätzchen.

Clickertraining mit der Katze als Anfänger

Das Clickern ist nicht schwer, erfordert aber Geduld. Mit dem Drücken des Geräts senden Sie Ihrem Vierbeiner ein Signal. Dieses zeigt, dass Ihr Haustier ein gewünschtes Verhalten zeigt. Sie unterstützen dieses Verhalten, indem Sie ein Leckerli geben.

Tipp: Bei manchen maunzenden Begleitern ist das Streicheln eine bessere Belohnung als die Gabe eines Snacks.

Neben einem klassischen Clicker gibt es zum Clickertraining für die Katze einen Target Stick. Der Target Stick ist ein langer Stab mit integriertem Click-Mechanismus. Mithilfe dieses Geräts bringen Sie Ihrem Vierbeiner zum Beispiel Kunststücke bei, indem Sie ihm den Weg mit dem Stick weisen.

Clickertraining für Katzen ohne Leckerli

Hat Ihre Samtpfote ein Kunststück gelernt, empfiehlt es sich nicht, jedes Mal ein Leckerli zu reichen. Schnell wird das Üben langweilig. Am besten schaffen Sie Abwechslung und geben unregelmäßig eine kleine Belohnung, wenn das Kommando befolgt ist.

Als Alternative zum Leckerli ist das Katzenfutter ideal. Reichen Sie am Abend oder Morgen weniger Futter und verwenden Sie einen Teil der Nahrung für das Training des Mini-Tigers. Dadurch vermeiden Sie eine Überfütterung und Gewichtszunahme.

Clickertraining mit der Katze - das sind die beliebtesten Tricks

Beim Clickertraining mit der Katze ist das Männchen-Machen ein beliebtes Kommando. Dabei hebt Ihr Stubentiger die Vorderpfoten angewinkelt in die Luft. Um diesen Befehl zu festigen, bringen Sie Ihre Fellnase in die gewünschte Position. Sobald Ihre Samtpfote Männchen macht, klicken Sie und reichen das Leckerli. Beachten Sie, dass die Belohnung unmittelbar nach dem Click kommen muss. Auf diese Art lernt Ihre Fellnase den Click mit etwas Positivem, dem Leckerli, zu verbinden. Dadurch eignet sich Ihr Tier ein Kommando an.

Mithilfe des Clickertrainings kann die Katze "Sitz!","Platz!" und "High Five!" erlernen. Das Kommando Sitz eignet sich hervorragend für den Beginn des Trainings. Da die Vierbeiner häufig sitzen, ist es leicht, das Familienmitglied in Position zu bringen.

Weitere Tricks, die mit dem Clicker ideal sind, sind die Folgenden:

Aufgabe

Schwierigkeitsgrad

Gang in den Transportkorb

Sehr einfach, passend für Anfänger.

Benutzung der Katzenklappe

Leichte Übung für Starter.

Kratzen am Katzenbaum

Mit vielen Kratzmöglichkeiten leicht möglich.

Stillhalten

Schwierig, deshalb am besten erst nach etwas Übung durchführen.

Hindernisse überwinden

Für Fortgeschrittene zu empfehlen.

Clickern mit der Fellnase durchführen

Das Clickertraining mit der Katze ist dank YouTube selbst zu lernen. Am besten sehen Sie sich Lehrvideos an. Dann bekommen Sie viele Tipps und Tricks gezeigt, die beim Erziehen helfen.

Über das Katzen-Clickertraining gibt es zahlreiche PDFs. Diese sind im Internet teilweise kostenlos. Nachdem Sie sich eine Datei heruntergeladen haben, kann das Training starten.
Tipp: Eine hungrige Katze lernt schneller. Das liegt daran, dass die Motivation höher ist. Es ist empfehlenswert, das Tier vor der Fütterung zur Übungseinheit zu rufen.

Eine weitere Option, das Clickertraining mit der Katze zu erlernen, ist ein Buch. Bücher zum Clickern zeigen Ihnen beliebte Kommandos. Sie erfahren zudem, wie Sie schlechtes Verhalten abtrainieren.

Clickertraining für Katzen - unerwünschtes Verhalten tritt seltener auf

Mit dem Clickern reduzieren Sie unerwünschte Verhaltensweisen indirekt. Das liegt daran, dass Sie Ihr Tier bei positiven Handlungen belohnen. Dadurch zeigt Ihre Fellnase dieses Verhalten öfter als gewohnt. Dies senkt gleichzeitig die Häufigkeit des negativen Verhaltens. Negatives Verhalten ist beispielsweise das Springen auf den Tisch oder Kratzen an der Couch.

Tipp: Bestrafen von negativem Verhalten ist wenig sinnvoll. Dies kann dazu führen, dass die Mieze das Vertrauen in Sie verliert. Verwenden Sie die Clicker-Methode, um Ihrem Gefährten zu zeigen, was Sie wünschen, und sehen Sie von Strafen ab.

Clickertraining mit der Katze - wie oft ist das sinnvoll?

Es ist zu empfehlen, täglich zu trainieren und dabei Pausen einzulegen. Fellnasen sind nur für eine kurze Zeit konzentriert. Am besten nutzen Sie diese Zeit zum Training. Erziehen Sie Ihre Samtpfote zum Beispiel 15 Minuten vor dem Frühstück und Abendessen. Für aktive Tiere ist das Training zur Tagesmitte zusätzlich empfehlenswert.

Clickertraining mit der Katze - ab welchem Alter ist das Training sinnvoll?

Grundsätzlich ist das Clickern für ältere und junge Vierbeiner geeignet. Erwachsene Stubentiger haben beim Clickern einen Vorteil. Die Tiere sind seltener abgelenkt und konzentrieren sich besser. Aus diesem Grund ist das Clickertraining mit der Katze ab einem Alter von einem Jahr empfehlenswert.

Jede Katze ist anders. Daher kann es sein, dass Ihr Mini-Tiger entweder früher oder später mit dem Training starten sollte.

Unsere Empfehlung: Haben Sie eine Katze, die Förderung benötigt, beginnen Sie mit dem Clickern.

Beim Clickern lohnt es sich, das Folgende zu beachten:

  • Kurze Übungseinheiten sind effektiver als pausenloses Trainieren.

  • Die Fellnasen sollten entscheiden, wann das Clickern angebracht ist.

  • Haben Sie mehrere Tiere, clickern Sie mit jedem separat.

  • Ablenkung beim Training ist zu vermeiden.

  • Geben Sie die Belohnung unmittelbar im Training.

  • Unterbrechen Sie die Übungen, wenn das Tier krank oder müde ist.