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Dürfen Katzen Brot essen?

Katze mit Brot

Wie gut vertragen Katzen Brot?

© Tulyapong Poojenapan / Shutterstock

Manche Katzen sind regelrechte Brot-Fans – aber ist das auch gut für unsere Samtpfoten? Wir verraten, wieso Brot für sie nur in kleinen Mengen gesund ist.

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

In Sachen Brot ist Deutschland der absolute Rekordhalter in Sachen Brot. Rund 300 verschiedene Brotsorten gibt es hierzulande – samt zahlreichen regionalen Unterarten. Insgesamt kennt das Bäckerhandwerk 3.200 Brotvarianten; dies spricht für die enorme Beliebtheit der Backware bei Katzenhaltern. Aber was ist, wenn der Stubentiger sich ein Stück Brot vom Tisch „mopst“? Harmloser Genuss oder Zeit für Alarmstufe Rot? Die gute Nachricht: Frauchen oder Herrchen müssen jetzt nicht direkt in Panik ausbrechen.

Mögen Katzen Brot?

Die Geschmäcker sind auch bei unseren Samtpfoten höchst verschieden. Während die Mehrzahl gar kein Interesse an Weizenbrot oder Vollkornbrot zeigt, gibt es durchaus auch Ausnahmen von der Regel. Manches Kätzchen langt gerne mal zu bei einem kleinen Stückchen Brot. Die liegt vermutlich an der darin enthaltenen Hefe sowie den Weizenzutaten; dennoch sollten Halter unbedingt darauf achten, Brot nur als seltenen Leckerbissen zu geben. Denn Brot bekommt Katzen nur in sehr geringen Mengen, weil einige Zutaten für ihren Organismus nicht gut bekömmlich sind.

Warum sollte man Katzen kein Brot geben?

Da Brot und Toast überwiegend aus Getreide bestehen, kann die Katze hiervon Verdauungsprobleme bekommen. Die Fleischfresser haben ein Problem damit, die enthaltenen Kohlenhydrate zu verdauen. Sie können das Getreide im Darm nicht genügend aufspalten – und leiden dann z.B. an Durchfall. Quillt das Brot im Katzenmagen auf, so drohen Übelkeit und Bauchkrämpfe.

Noch schlimmer wird es allerdings, wenn schimmliges Brot gefressen wird. Katzen reagieren auf den Schimmel mit Erbrechen, Krämpfen, erhöhter Herzfrequenz sowie Atmung. Bei solchen Symptomen sollte ein Tierarzt aufgesucht werden!

Allerdings spricht gegen Brot in der Katzenfütterung auch die Tatsache, dass Brot ernährungsphyiologisch für die Katze keinen Vorteil bringt. Es enthält nämlich keine für die Samtpfote notwendigen Vitamine oder Mineralstoffe und stillt auch nicht den Hunger. Stattdessen stecken viel Salz und Zucker darin. Insofern ist Brot kein Ersatz für „echtes“ Katzenfutter.

Welche Brotsorten sind für Katzen schädlich?

Bei der Vielzahl der Brotsorten hierzulande stellen sich Katzenhalter die Frage, ob wirklich alle Varianten durch die Bank schädlich sind – oder ob es Ausnahmen gibt. Es macht aber keinen Unterschied, ob Katzen trockenes Brot essen oder weiches. Dies gibt ebenfalls für Graubrot, Toastbrot oder Brötchen.

Tatsache ist allerdings, dass reines Weißbrot für unsere Stubentiger generell etwas besser bekömmlich ist als etwa Vollkornprodukte oder mit Rosinen, Knoblauch, Chili oder anderem versetzte Backwaren. Aber bei Katzen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder oder Magen- und Darmerkrankungen ist es besser, kein Risiko einzugehen. 

Dürfen Baby-Katzen Brot essen?

Gerade bei kleinen Katzen ist von der Fütterung mit Brot generell abzuraten. Ihr Verdauungssystem ist noch viel empfindlicher als das erwachsener Stubentiger. Bei Baby-Katzen sollten daher keine Experimente gemacht werden.  

Katze frisst Brot, was tun?

Die Faustregel bei Brot lautet: Eine ganze Scheibe ist viel zu viel! Ein kleines Stückchen Weißbrot „ohne alles“ ist dann und wann erlaubt. Die meisten Brotsorten werden problemlos vertragen. Solange es der Katze gut geht, braucht man sich keine Sorgen zu machen; ansonsten sollte der Tierarzt um Rat gefragt werden. Dank spezieller Magentropfen ist die Samtpfote aber nach dem Fressen von zu viel Brot meist schnell wieder auf dem Damm.
 

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