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Katze hat Blut im Stuhl: Ursachen und Behandlung

Katze hat Blut im Stuhl

Blut im Stuhl bei Katzen kann auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten

© Mironmax Studio / Shutterstock

Hat die Katze Blut im Stuhl, ist das für Tierhalter ein klares Alarmsignal. Neben harmlosen Ursachen sind häufig ernsthafte Erkrankungen oder Verletzungen des Verdauungstraktes die Ursache. Woran Sie Blut im Stuhl der Katze erkennen, was die häufigsten Ursachen sind und wann Sie zum Tierarzt gehen sollten, erfahren Sie in dieser Übersicht.

von Kristin Barling

Am 12.03.21, 12:05 veröffentlicht

Katze hat Blut im Stuhl: Symptome

Bei gesunden Katzen ist der Kot mittel- bis dunkelbraun gefärbt. Kommt es zu Blutungen im Magen-Darm-Trakt des Haustiers, verfärbt sich der Stuhl rot oder schwarz.

Frisches Blut im Stuhl

Blut im Stuhl der Katze kann sich auf zwei verschiedene Weisen äußern. Bei der sogenannten Hämatochezie wird der Kot durch frisches Blut rötlich verfärbt. Das frische Blut signalisiert, dass eine Blutung am Ende des Verdauungstraktes vorliegt, beispielsweise im Dickdarm oder am After der Katze. Bei blutigem Durchfall mit frischem Blut kann die Ursache auch in einem früheren Abschnitt des Verdauungstraktes liegen.

Schwarzes Blut im Kot der Katze

Ist der Kot der Katze schwarz gefärbt und sieht teerartig aus, handelt es sich um eine sogenannte Meläna. Meistens liegt die Ursache für die Blutung im Magen, im Dünndarm, in der Speiseröhre oder im Maul der Katze. Während das Blut die Verdauung durchläuft, wird es von Bakterien und Verdauungsenzymen in der Farbe verändert. Dadurch kommt es zu der typischen Schwarzfärbung.

Ursachen von Blut im Stuhl bei Katzen

Blutiger Stuhl deutet darauf hin, dass eine Verletzung im Verdauungstrakt der Katze vorliegt. Die Schädigung der Schleimhäute oder inneren Organe kann verschiedene Ursachen haben.

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Es gibt eine Vielzahl an Erkrankungen im Verdauungssystem, die zu Blut im Stuhl führen können. Krankheiten, die häufig mit blutigem Stuhl einhergehen, sind:

  • Erkrankungen im Analbereich wie Analbeutelentzündungen oder Hämorrhoiden
  • Gutartige Polypen im Dickdarm
  • Krebserkrankungen, Tumore und Karzinome im Magen-Darm-Trakt
  • Chronische Darmentzündungen (Inflammatory Bowel Disease)

Parasiten als Ursache für blutigen Kot

Parasiten wie Hakenwürmer oder Giardien können bei der Katze zu Blutungen im Verdauungstrakt führen, weil die Parasiten sich an die Zellen der Schleimhäute heften. Blutiger Kot tritt meistens erst bei einem fortgeschrittenen Befall mit Würmern oder Giardien auf. Oftmals geht der Parasitenbefall mit weiteren typischen Symptome wie Gewichtsverlust einher.

Wamiz-Ratgeber: Giardien bei Katzen

Blutungen durch Fremdkörper

Das Verschlucken von Fremdkörpern kann für Katzen lebensgefährlich sein. Insbesondere spitze oder scharfkantige Gegenstände wie Nadeln, Knochen oder Spielzeuge können zu schweren Verletzungen der Schleimhäute und Organe führen. Frisst die Katze versehentlich einen Fremdkörper, können alle Bereiche von Maul bis Darm verletzt werden und Blut im Stuhl verursachen. Kann der Gegenstand von der Katze nicht auf natürliche Weise ausgeschieden werden, muss er operativ entfernt werden.

Okkultes Blut im Stuhl von Katzen

Eine weitere Form von blutigem Stuhl kann für die Katze besonders gefährlich werden. Sogenanntes okkultes Blut ist mit bloßem Auge nicht erkennbar und bleibt daher häufig unbemerkt. Erst eine Untersuchung des Katzenkots kann zeigen, dass Blut darin enthalten ist. In diesen Fällen leidet die Katze häufig unter Blutarmut und Symptomen wie Schwäche.

Katze hat Blut im Kot: Wann zum Tierarzt?

Je nach Ursache kann die erkrankte Katze Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen, Apathie und Schwäche und Appetitlosigkeit zeigen. Zeigt Ihr Haustier typische Krankheitsanzeichen, gehen Sie unbedingt zum Tierarzt. Doch auch wenn keine weiteren Krankheitssymptome auftreten, sollten Sie Ihre Katze bei Blut im Stuhl umgehend dem Tierarzt vorstellen.

Schwere Verletzungen und ernsthafte Erkrankungen können für die Katze schmerzhaft oder sogar lebensgefährlich sein.

Zögern Sie daher nicht lange, sondern lassen Sie Ihren Stubentiger gründlich untersuchen und behandeln. Der Tierarzt wird die Katze abtasten und möglicherweise eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung durchführen. Auch eine Blut- und Kotuntersuchung kann Aufschluss über die Ursache geben.