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Ist Tabakrauch für Hunde gefährlich?

Hund Zigarette

Was passiert wenn Hunde passivrauchen? 

© Shutterstock

Rauchen und Passivrauchen schadet der Gesundheit, das weiß mittlerweile wohl jeder, doch wie schädlich ist der giftige Qualm für unsere Haustiere?

von Leonie Brinkmann

am aktualisiert

Rauchen ist ungesund, da gibt es nichts zu beschönigen und nichts dran zu rütteln. Natürlich sei die Entscheidung dennoch jedem selbst überlassen. 

Doch was ist mit Tieren, die in Raucherhaushalten leben und dem Rauch passiv ausgeliefert sind? Und welche Auswirkungen hat der Rauch von E-Zigaretten?

 

Haustiere - besonders gefährdete Passivraucher

Unsere Haustiere können sich nicht aussuchen, ob sie mitrauchen wollen oder nicht und das unter Umständen mit fatalen Folgen. Denn der Rauch hat auch auf unsere tierischen Freunde extrem schädliche Auswirkungen.

Zum Teil sind die Folgen sogar schwerwiegender als für die Raucher selbst. Denn einer Studie des National Institutes of Health zufolge enthält der Rauch, den eine Zigarette ausstößt, viermal mehr Giftstoffe als der, den die Raucher einatmen. 

Hinzukommt der sogenannte „Dritte Rauch“, welcher von Rauchern ausgeatmet wird und sich auf Gegenständen, Kleidung, Haut etc. absetzt. Wenn die Giftstoffe so in das Fell der Tiere gelangen und diese sich anschließend putzen, nehmen sie auch diese toxischen Stoffe auf. 

Was dann für die Tiere folgt, kann verheerend sein. Und obwohl es in unserer Gesellschaft mittlerweile zumindest ein Bewusstsein dafür gibt, schwangere Frauen und Kinder vor Passivrauch zu schützen, besteht dieses Bewusstsein gegenüber Haustieren kaum

Raucherhaushalt: 60 Prozent höheres Krebsrisiko für Hunde

Dass es zum Teil völlig selbstverständlich ist, seine Haustiere vollzuqualmen, zeigt eine mehr als erschütternde Kampagne aus Neuseeland.

Mit dem Titel „Quit for your pets“ (dt.: Hör für deine Haustiere auf) zielt die Anti-Rauch-Kampagne darauf ab, dass uns die Gesundheit unserer Tiere meist mehr am Herzen liegt als die eigene. 

Und das mag in vielen Fällen sogar stimmen, doch leider wissen die allerwenigsten, wie schädlich der blaue Rauch für ihre geliebten tierischen Begleiter ist.

Zwar sind Hunde noch immer weniger gefährdet als Stubentiger, doch laut der neuseeländischen Kampagne und Experteneinschätzungen ist das Krebsrisiko von Fellnasen, die in Raucherhaushalten leben, bis zu 60 Prozent höher als von Nichtraucher-Hunden

Passivrauchen: Gesundheitliche Folgen für Hunde

Große Hunde entwickeln häufig Nasenkrebs, kleinere Vierbeiner Lungenkrebs. Der Österreichische Tierschutzverein hat sogar herausgefunden, dass das Lungenkrebsrisiko für Haustiere höher ist als für ihre rauchenden Herrchen und Frauchen.

Die tiermedizinische Universität in Wien hat zudem nachgewiesen, dass die im Zigarettenrauch enthaltenen Chemikalien die Abwehrkräfte unterdrücken, wodurch Tumore besser wachsen können. 

Krebs beim Hund: Diese Tumore gibt es

Außerdem kann der Rauch zu Beschwerden an Augen, Herz und Haut verursachen und langfristig zu Fruchtbarkeitsstörungen führen. 

Eine weitere Studie konnte nachweisen, dass Hunde aus Raucherhaushalten geringere Regenerationsfähigkeiten haben: Verletzungen, Brüche etc. heilen dadurch viel langsamer als bei Tieren, die nicht regelmäßig dem Rauch ausgesetzt sind. 

Nach Schätzungen des Österreichischen Tierschutzvereins sterben jährlich Tausende Haustiere an den Folgen des Passivrauchens. 

E-Zigaretten: Eine Gefahr für Hunde?

Während die Tabakindustrie damit wirbt, dass E-Zigaretten gesünder seien als normale Zigaretten, gehen die Expertenmeinungen diesbezüglich auseinander. 

Zwar entsteht beim Rauchen von E-Zigaretten kein giftiger Abbrennrauch, doch die Tierärztin Dr. Karen Shaw Becker warnt, dass Hunde geneigt sein können, durch die anziehenden Gerüche des Flüssignikotins den Dampf extra einzuschnuppern

Zu den genauen Auswirkungen von E-Zigaretten-Dampf gibt es leider noch keine Langzeitstudien. Fest steht jedoch, dass Haustierhalter die Nachfüllflaschen für die E-Zigaretten unbedingt außerhalb der Reichweite der Haustiere aufbewahren sollten, da es beim Verschlucken zu lebensgefährlichen Nikotinvergiftungen kommen kann. 

Haustiere vor Passivrauch schützen!

Während es natürlich der beste Schutz für alle Beteiligten wäre, mit dem Rauchen aufzuhören, sollten rauchende Haustierhalter zumindest darauf achten, nicht in der Wohnung zu rauchen und sich anschließend die Hände zu waschen, um die Tiere vor den Giftstoffen zu schützen.

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