❗️ Neues Katzenfutter für Allergiker ❗️

Werbung

Der Rückruf beim Hund: Der Weg zum entspannten Freilauf

Hund läuft auf seine Halter zu

So gelingt der Rückruf beim Hund

© Miriam Doerr Martin Frommherz / Shutterstock

Der Rückruf beim Hund gehört zu den wichtigsten Meilensteinen in der Hundeerziehung. Mit den richtigen Tipps ist der Trainingserfolg zum Greifen nah.

von Stephanie Klein

Am 21.05.21, 16:05 veröffentlicht

Rückruf beim Hund: Warum das Signal so wichtig ist

Ein Hund, der nach einem Signal zurück zu seinem Menschen kommt, erhält im Gegenzug etwas sehr Wertvolles: Freiheit beim Gassi gehen. Auch für Frauchen und Herrchen lohnt es sich allemal, sich auf ihren Vierbeiner verlassen zu können. Ein funktionierender Rückruf beim Hund stellt sicher, den eigenen Hund immer zu sich zu holen – egal, welcher noch so spannenden Tätigkeit er in diesem Moment nachgeht.

Das heißt, selbst wenn ein freilaufender Hund einen Artgenossen, Wildtiere oder Passanten sieht, zögert er nicht und schlägt den Weg zu seinem Menschen ein. Um Gefahrensituationen zu vermeiden und dem besten Freund des Menschen spürbare Freiheiten zu schenken, ist das Training von Anfang an richtig anzugehen.

Warum ignoriert mein Hund den Rückruf?

Für viele zählt das Rückruf-Training beim Hund zu den kniffligsten Angelegenheiten in der Hundeerziehung. Frust, Verzweiflung und sogar Unverständnis für den scheinbar unbelehrbaren Hund, sind häufige „Begleiterscheinungen“. Doch wie so oft liegt die Ursache für das Verhalten nicht per se beim Vierbeiner. Schaltet ein Hund auf Durchzug, möchte er seinen Halter keineswegs ärgern. Er schöpft in diesem Moment lediglich all seine Freiheiten aus, welche er von seinem Menschen vermittelt bekommen hat. Es trifft jedoch zu, dass sich das Training bei einigen Hunderassen aufgrund ihres Temperaments einfacher oder anspruchsvoller gestaltet.

Bei passionierten Jagdhunden oder sturen Hunderassen ist der Weg zu einem sicheren Rückruf mit mehr Trainingsaufwand verbunden.

Dabei handelt es sich oft um Vierbeiner, die sich für erfahrene Hundehalter eignen. Ein zusätzliches Antijagdtraining kann bei bestimmten Hunderassen helfen, den Ablauf einer Wildtiersichtung zu kontrollieren. Anfängerhunde, die von Natur aus menschenbezogen, kooperativ und wenig jagdfreudig sind, sind in der Regel leichter zu einer Rückkehr zu animieren.

Rückruftraining beim Hund

Wie bringe ich meinen Hund dazu, zu mir zurückzukommen? Bevor der praktische Teil des Trainings startet, sind einige Hinweise und allgemeine Tipps hilfreich.

Die Grundlagen:

Die Basis für einen erfolgreichen Abruf stellt ein respektvoller Umgang mit dem vierbeinigen Familienmitglied dar. Bestrafungen und emotionale Ausbrüche sind völlig fehl am Platz und deuten auf einen überforderten Hundehalter hin. Ebenso ist auf eine klare Kommunikation zu achten. Eine unsichere Stimme oder sich ständig wechselnde Rückrufsignale führen zu Missverständnissen und der sehnsüchtig erwartete Trainingserfolg bleibt aus.

Trainingsdauer:

Zu lange Übungen sind nicht nur ermüdend für den Hund, sondern bringen auch nicht den gewünschten Effekt. Daher stehen nur kurze Einheiten mit einigen Wiederholungen auf dem Programm. Für die allgemeine Übungsdauer gilt: Um einen verlässlichen Rückruf beim Hund zu erarbeiten, bedarf es Zeit. In der Regel dauert es einige Wochen, bis das Kommando sitzt. Wiegen sich Halter zu schnell in Sicherheit, sind Rückschläge vorprogrammiert. Und das bedeutet: Ein neues Signal muss her und das Training kann von vorne beginnen.

Mit unseren Tipps klappt der Rückruf garantiert
© L. Nagy / Shutterstock

Welche Umgebung wähle ich für das Rückruftraining?

Eine aufregende Hundewiese oder ein belebter Park sind keine guten Orte für das Training. Die ersten Schritte finden in einer reizarmen Umgebung statt. Die eigenen vier Wände bieten sich perfekt für den Anfang an. Der Hintergrund ist folgender: An einem Ort voller Ablenkungen wird der Rückruf nicht zu jeder Zeit funktionieren. Folglich merkt der Hund: „Es ist gar nicht wichtig, dass ich das Kommando sofort befolge. Ich kann es ruhig ein paar Mal wiederholen lassen und dann erst zurücklaufen.“ Dadurch wird aus einem Rückruf reine Glückssache.

Funktioniert der Rückruf zu Hause, kommen allmählich Schwierigkeitsfaktoren ins Spiel. Zunächst folgen Trainingstage an einem ruhigen Gassi Abschnitt oder im eigenen Garten, danach darf es ein beliebiger Ort mit mäßiger Ablenkung sein. Am Ende des Trainings geht es zur Königsdisziplin über: Mit dem richtigen Training klappt der Rückruf auch in einer reizvollen Umgebung wie zum Beispiel auf einer Hundewiese.

Rückruf beim Hund mit Schleppleine

Für die erste Trainingszeit im eigenen Zuhause kommt eine übliche Hundeleine zum Einsatz. Sobald sich das Training in den eigenen Garten oder in die freie Natur verlagert, ist die Zeit für die Schleppleine gekommen. Mit einem Radius von 5 bis 10 Metern ist der Hund nicht allzu weit entfernt. Er lernt somit von Anfang an, dass es eine gewisse Bewegungsgrenze gibt. Außerdem kann der Hundehalter bei unerwünschten Verhaltensweisen sofort eingreifen. Wichtig: Eine Schleppleine kommt nur mit einem Geschirr zum Einsatz, niemals in Kombination mit einem Halsband.

Signale für einen sicheren Rückruf: Das richtige Wort

Achtung, hier gibt es besonders viele Fehlerquellen: Legen Sie von Beginn an ein prägnantes, deutliches Wort fest. Dabei ist zu beachten, dass es sich um kein alltägliches Wort handelt, welches der Hund ständig zu Ohren bekommt. Eine Alternative zu einem Begriff stellt die Hundepfeife dar. Diese sollte wie beim Wort ausschließlich beim Rückruftraining zum Einsatz kommen. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie im Gegensatz zu der Stimme keine emotionalen Stimmungen überträgt. Einziges Manko: Für einige kann es mühsam sein, immer an die Hundepfeife für die Gassi Runde zu denken. Für jedes Signal gilt: Sobald der Hund es ignoriert und es ausgedient hat, muss ein neues her.

Auf die richtige Belohnung kommt es an

Beim Training kommen die begehrtesten Leckerlies zum Einsatz, die die Snackdose hergibt. Leberwurst aus der Tube, Käsewürfel oder saftiges Hühnerfleisch stehen bei der Beliebtheitsskala vieler Hunde ganz weit oben. Die schmackhaften Happen bekommt der Hund nur beim Rückruftraining. Schnell merkt der Vierbeiner, dass es sich lohnt, zu Frauchen oder Herrchen zurückzulaufen.

Doch es muss nicht immer etwas für den Gaumen sein: Für einige Hunde stellt ihr Lieblingsspielzeug, welches er ausschließlich beim Training zu Gesicht bekommt, die Belohnung schlechthin dar. Verspielte Hunde werden sich über einen Ball oder ein Tauknäuel freuen. Ist der Hund besonders menschenbezogen, kann er mit einer gemeinsamen Spielsession aus der Reserve gelockt werden.

Rückruf beim Hund: Auf die eigene Körpersprache achten

Ein Mensch, der in Richtung Hund brüllt und eine verärgerte Körpersprache einnimmt – logisch, dass der Hund nicht vor Begeisterung auf seine Bezugsperson zustürmt. Ein freundlicher, aber bestimmender Ton und eine offene Körpersprache hingegen sind für den Vierbeiner willkommene Signale. Genauso zögerlich kann ein Hund bei einer unsicheren Körperhaltung und Stimme reagieren. Stellen Sie daher sicher, dass Sie mit Geduld und Sanftmut an das Rückruftraining beim Hund herangehen.

chleichen sich Gefühle wie Stress und Frust ein, ist es Zeit für eine kurze Pause. Sobald der Hund auf der Zielgraden hinzuläuft, ist ausgelassene Feierstimmung angesagt. Freuen Sie sich über die Fortschritte Ihres Hundes und er wird in Zukunft voller Entschlossenheit zu Ihnen zurückkehren!