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Hände versuchen Fahrstuhl zu öffnen
© Chutima Chaochaiya / Shutterstock (Symbolbild)

Frau schreit im 2. Stock um Hilfe: Sie ahnt nicht, was ein Nachbar unten gerade sieht

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Ein Aufzug wird zur tödlichen Falle: Während das Frauchen oben verzweifelt die Leine festhält, macht ein Nachbar im Erdgeschoss eine entsetzliche Entdeckung.

Für die Münchnerin Barbara W. (66) und ihren Terrier Robi wird an diesem Abend die Routinefahrt mit dem Aufzug binnen Sekunden zum absoluten Albtraum. Ein technisches Versäumnis und eine kurze Unachtsamkeit verwandeln den Lift in eine Todesfalle!

Während das Frauchen im zweiten Stock um das Leben ihres Hundes schreit, spielt sich Stockwerke tiefer ein Drama ab, das ein Nachbar so schnell nicht vergessen wird.

Gefangen im Fahrstuhl!

Der Fehler passiert aus Gewohnheit. Barbara W. steigt in die Kabine, drückt auf die „Zwei“. Sie bemerkt zu spät, dass ihr geliebter Terrier Robi noch draußen im Flur steht. Die silbernen Türen schließen sich gnadenlos. Die Leine ist eingeklemmt. Und der Aufzug setzt sich in Bewegung – nach oben!

Was dann passiert, ist der pure Horror für die Hundehalterin. Sie realisiert, dass ihr Robi an der Leine mit nach oben gezerrt wird, und kann rein gar nichts dagegen tun.

Hundehalterin schreit um Hilfe

Panisch sucht das Frauchen den Stopp-Knopf. Doch in dem modernen Aufzug gibt es keinen. Der Lift fährt unaufhaltsam weiter, bis sie im zweiten Stock stoppt.

Dort oben spielt sich ein verzweifelter Kampf ab. Die Hundehalterin blockiert die Türen, hält die straff gespannte Leine mit aller Kraft fest. Sie schreit um Hilfe, ihre Stimme überschlägt sich. In ihrer Vorstellung hängt ihr Hund hilflos im dunklen Aufzugschacht. Sie ahnt nicht, dass die Realität anders aussieht – aber nicht weniger grausam ist.

Das Würgen im Erdgeschoss

Die gellenden Schreie alarmieren Nachbar Charles H. (62). Zuerst denkt er an spielende Kinder, doch die Panik in der Stimme ist unüberhörbar. Er läuft in den Flur, sieht eine verzweifelte Frau im zweiten Stock knien. Er will nach oben eilen, um ihr zu helfen – doch dann hört er ein Geräusch, das ihn innehalten lässt.

Es ist ein Bellen, das aber eher einem Würgen ähnelt. Von unten. Charles H. rennt zurück ins Erdgeschoss. Das Bild, das sich ihm dort bietet, ist schockierend: Der kleine Terrier hängt im oberen rechten Eck der geschlossenen Aufzugtür in der Luft!

Die Leine zieht den Hund erbarmungslos nach oben. „Robi hatte schon Probleme mit dem Atmen“, erinnert sich der Retter an den Anblick des armen Vierbeiners.

Zentimeter entscheiden über Leben und Tod

Es sind Bruchteile von Sekunden, die über Robis Schicksal entscheiden. Charles H. handelt instinktiv, löst die angespannte Leine und befreit den Hund aus seiner qualvollen Lage. Als er ihn in die Arme schließt, beruhigt sich das zitternde Tier sofort.

Robi hatte unfassbares Glück im Unglück. Dass er überlebte, verdankt er zwei Details: Er trug ein Geschirr statt eines Halsbandes, das ihn sonst stranguliert hätte. Und sein Frauchen nutzte eine ausrollbare Flexi-Leine, die wertvolle Meter gab, bevor der Zug tödlich wurde.

Physisch musste Robi nicht einmal zum Tierarzt. Doch die Seele des Hundes hat Narben davongetragen. Wann immer er jetzt die silbernen Aufzugtüren sieht, zieht der sonst so aufgeweckte Terrier den Schwanz ein und flüchtet panisch. Ein Trauma, das ihn wohl noch lange begleiten wird.

Hund in Fahrstuhltür gefangen
Terrier Robi hat alles gut überstanden (Manuela Strache / tz.de)
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