Sonne, Strand und ein üppiges Hotelbuffet: Für viele Urlauber ist Ägypten der Inbegriff von Erholung. Doch in diesem Fall ist alles anders. Denn abseits der glitzernden Ferienidylle, verborgen hinter verschlossenen Türen, spielt sich ein unfassbares Drama ab.
Für zwei Touristen verwandelt sich der Aufenthalt in der Ferienanlage schlagartig in ein beklemmendes Horror-Erlebnis. Als das Paar fernab der glitzernden Pools und des üppigen Buffets die Tür zu einem kleinen Nebenraum der Anlage öffnet, blickt es in den puren Abgrund menschlicher Grausamkeit!
Todesurteil hinter verschlossener Tür
Denn dort im Raum ist ein Hund – und zwar wortwörtlich „zum Sterben aufgehängt“. Für das Urlauber-Paar endet in dieser Sekunde jede Erholung. Die beiden Urlauber reagieren sofort und befreien „Buddy“ im allerletzten Moment vor dem sicheren Tod.
Der vierjährige Kanaan-Mischling, der als Straßenhund am Strand gelebt hatte, war dem Hotelmanagement ein Dorn im Auge geworden. Weil er von Gästen gefüttert worden war und sich schließlich dem Gebäude bis hin zum Buffet näherte, hatten die Verantwortlichen ihn aussortiert.
Die Konsequenz war von unbegreiflicher Brutalität: Der herrenlose Hund wurde eingefangen und in diesen winzigen Raum gesperrt. Dort sollte er verenden…
Rettung in letzter Sekunde
Das deutsche Paar rettet Buddy durch die mutige Tat nicht nur das Leben, sondern die beiden nehmen den misshandelten Hund auch mit nach Deutschland. Sie hoffen, ihm ein sicheres und unbeschwertes Leben bieten zu können.
Doch die grausame Tat in Ägypten hat den Rüden tief gezeichnet. Bereits nach wenigen Tagen in der neuen Familie stellt sich leider heraus: Buddy kann unter normalen, bürgerlichen Bedingungen nicht existieren. Das Trauma sitzt zu tief. So geht das neue Zuhause sofort wieder verloren.
Buddy ist schwer traumatisiert
Die Erlebnisse in dem kleinen Hotelraum haben massive psychologische Folgen hinterlassen. Buddy leidet unter extremer Platzangst. Er erträgt es nicht, eingesperrt zu sein.
Fehlt ihm der uneingeschränkte Zugang nach draußen, übernimmt die pure Panik die Kontrolle. Der Rüde fängt an zu schreien, zittert am ganzen Körper und nimmt in seiner schieren Todesangst alles auseinander, was sich zerstören lässt.
Ein Überlebender sucht seinen Platz
Dieses Verhalten liegt aber auch in seinen Genen. Als Kanaan-Mischling gehört Buddy zu einer extrem ursprünglichen Rasse aus Israel. Er ist kein Hund, der sich bedingungslos unterordnet oder blind gehorcht.
Er verlangt eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Fremden begegnet er zunächst mit tiefem Misstrauen und lautem Gebell. Er ist sensibel, hochintelligent und weiß genau, was er will. Seit Mai 2023 wartet dieser stolze Überlebende nun im Tierheim Bocholt.
Die Pfleger suchen nun dringend hundeerfahrene Menschen, die seinen extremen Freiheitsdrang respektieren, seine Unabhängigkeit akzeptieren und ihn niemals einsperren. Denn wer das Eis bei diesem wehrhaften Hund einmal gebrochen hat, lernt eine völlig neue Seite kennen: Dann fordert Buddy ganz bewusst seine Kuscheleinheiten ein und zeigt tiefstes Vertrauen.