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Martin Rütter und Herdenschutzhund Willi
© Martin Rütter: Die Unvermittelbaren / RTL+

Anblick des Grauens für Martin Rütter: Für diese vernachlässigten Rüden sieht er keine Hoffnung

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Die Geschichte von Willi und Bruno ist mehr als tragisch. Als Martin Rütter den Zustand der Hunde sieht, fällt der Experte ein unerwartet bitteres Urteil.

Dieser Fall trifft selbst den erfahrenen „Hundeprofi“ Martin Rütter mitten ins Herz! Denn was in der neuesten Folge der RTL-Sendung „Die Unvermittelbaren“ (ausgestrahlt am 15. März) ans Licht kommt, ist eine Chronik des jahrelangen Leidens.

Als die beiden riesigen Herdenschutzhunde Bruno und Willi im Tierheim Darmstadt eintreffen, erzählen ihre Körper eine schreckliche Geschichte. Die beiden zwölfjährigen Rüden sind völlig abgemagert. Ihr Fell ist ein starrer Panzer, massiv verklebt mit altem Kot und beißend riechendem Urin. Doch das Sichtbare ist nur der Anfang des Horrors.

Bruno & Willi: Eine Geschichte langen Leidens

Hinter verschlossenen Türen müssen diese Tiere über Jahre hinweg still gelitten haben. „Die Hunde müssen jahrelang Entzündungen gehabt haben und es muss konsequent nichts gemacht worden sein“, stellt Tierheimleiter Christian Zentgraf fest.

Zu den chronischen, schmerzhaften Ohrentzündungen kommt eine hochgradig fortgeschrittene Hüftdysplasie. Für einen dritten Hund, der mit ihnen aus dieser Hölle geholt wurde, kommt jede Hilfe zu spät: Lothar baut nach der Rettung rapide ab. Ein Milztumor beendet sein Leben, kurz nachdem er endlich in Sicherheit ist.

Herdenschutzhund Willi bei Martin Rütter "Die Unvermittelbaren"
Willis Zustand war erschreckend (Die Unvermittelbaren / RTL+)

Der „Hundeprofi“ verliert den Glauben

Selbst Martin Rütter, der in seiner Karriere unzählige Härtefälle gesehen hat, ist schockiert angesichts dieser Tragödie. „Wahnsinn! Katastrophe! Da fragst du dich immer: Wie kann es dazu kommen, ehrlich?“, entfährt es ihm.

Der sonst so lösungsorientierte Experte blickt der harten Realität ins Auge und fällt ein vernichtendes Urteil. Zwei chronisch kranke, ältere Hunde, die tägliche medizinische Pflege brauchen? „Die Chance, dass da noch mal jemand kommt, und sagt: Ich befreie die, ist – ehrlich gesagt – bei null.“

Ein unfassbares Wunder

Doch dann passiert ein echtes Wunder: Völlig unerwartet meldet sich das Ehepaar Tatjana und Thomas. Sie haben bereits Hunde, die niemand mehr wollte, bei sich aufgenommen.

Das erste Zusammentreffen im Tierheim wird jedoch zur Zerreißprobe. Thomas steuert direkt auf den traumatisierten Willi zu, beugt sich frontal über das wuchtige Tier und fasst ihn an. Eine hochgefährliche Situation!

Rütter beobachtet die Szene ungläubig: „Das wäre bei einem Hund, der das nicht leiden kann, sofort schon voll in die Hose gegangen.“ Doch entgegen jeder Logik nach Jahren schlechter Behandlung durch Menschen bleibt Willi friedlich.

Bitterer Sieg der Vernunft

Die Hoffnung auf ein gemeinsames Happy End für die beiden Leidensgenossen Willi und Bruno zerschlägt sich jedoch kurz vor dem Ziel. Tatjana und Thomas ziehen die Reißleine – vier Hunde im Haus sind zu viel. Sie entscheiden sich für Willi. Bruno muss weiter auf sein eigenes Wunder warten.

Wie es mit den beiden Herdenschutzhunden weitergeht, wird in den nächsten Folgen von „Die Unvermittelbaren“ gezeigt werden.

Herdenschutzhunde Willi und Bruno bei Martin Rütter "Die Unvermittelbaren"
Willi und Bruno im Tierheim (Die Unvermittelbaren / RTL+)
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