Es sind Szenen wie aus einem Bürgerkrieg, die sich am vergangenen Samstag im französischen Metz abspielen. Rauch liegt in der Luft, Schreie hallen durch die Straßen des Stadtteils Sablon. 400 gewaltbereite Hooligans stehen sich gegenüber – bereit, aufeinander einzuprügeln.
Mittendrin in diesem Inferno aus Eisenstangen und Sturmhauben steht einer, der nur eine Aufgabe kennt: seine Partner zu beschützen. Sein Name ist Dino. Und der treue Polizeihund wird diesen Einsatz nicht überleben.
Der Fels in der Brandung
Um die wütende Menge unter Kontrolle zu bringen, schickt die Polizei ihre Besten nach Der Hochrisiko-Einsatz rund um das Spiel FC Metz gegen Olympique Lyon eskaliert schnell. Laut Polizei treffen 200 Metz-Ultras auf 200 Rivalen aus Lyon. Die Gewaltbereitschaft ist extrem.
Mitten in diesem Hexenkessel befindet sich auch Dino, ein fünfjähriger Belgischer Schäferhund. In der Hundestaffel ist er nicht nur ein Tier, er ist die Lebensversicherung für seinen menschlichen Hundeführer. Ein „Zweierteam“, verbunden durch blindes Vertrauen.
Während um sie herum das Chaos tobt und Gegenstände fliegen, weicht Dino nicht von der Seite seiner Kollegen. Er bellt, er sichert, er steht seinen Mann. Luc Rohard, Beauftragter der Polizei Moselle, wird später sagen: „Bis zu seinem letzten Atemzug agierte er wie ein Polizeihund und beschützte seine Kollegen.“
Das Herz eines Kämpfers hört auf zu schlagen
Dino wird nicht von einer Eisenstange getroffen. Es ist die Anspannung, der pure Stress dieses brutalen Einsatzes, der ihm zum Verhängnis wird. Mitten im Dienst, während er noch immer seine Pflicht erfüllt, versagt plötzlich sein Herz.
Der mutige Rüde erleidet einen Herzinfarkt. Jede Hilfe kommt zu spät. Er stirbt dort, wo er lebte: im Dienst, an der Seite seines menschlichen Partners.
„Eine schmerzhafte Erfahrung“
Der Schock sitzt tief. Die französische Polizeigewerkschaft Alliance trauert öffentlich um ihren vierbeinigen Kameraden. „Der Verlust eines Diensthundes ist eine schmerzhafte Erfahrung für ein ganzes Team“, heißt es in einem emotionalen Statement. Dino war für alle mehr als ein „Hilfsmittel“, er war ein Held.
Dem Malinois soll mit einer offiziellen Trauerfeier die letzte Ehre erwiesen werden. Er gab sein Leben, damit andere sicher nach Hause kommen konnten.