Am Öjendorfer See in Hamburg spielten sich am Sonntag dramatische Szenen ab. Beim Spaziergang mit ihrem Frauchen läuft Mischlingshündin Lucie auf den zugefrorenen See – doch das Eis ist viel zu dünn!
Die vierjährige Hündin bricht ein. Und mit jedem Versuch, sich zurück aufs Eis zu ziehen, bricht dieses unter Lucie immer wieder weg! Es folgt eine bewegende Rettungsaktion, die beweist, dass jedes Leben zählt.
20 Helden und Schneeketten für Lucie
Pitschnass, zitternd und völlig entkräftet schleppt sich die Hündin schließlich auf eine kleine Insel im See. Dort liegt sie, gefangen in der Kälte, und wartet.
Was dann folgt, ist eine Demonstration purer Tierliebe und Professionalität. Rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr rücken an. Weil die Wege um den See vereist waren, müssen sie Schneeketten anlegen, um überhaupt zum Ufer zu gelangen.
Doch das Wasser ist zu flach für das Motorboot, weshalb ein Schlauchboot zum Einsatz kommen muss. Nichts lassen die Retter unversucht – für Lucie.
Panik pur: Lucie versteht die Hilfe nicht
Als die Retter (begleitet von einer Bekannten der Halterin) endlich die Insel erreichen, ist Lucie im absoluten Ausnahmezustand. Die Hündin ist so traumatisiert und voller Todesangst, dass sie in den Feuerwehrmännern keine Helfer, sondern nur eine weitere Bedrohung sieht. In ihrer Angst schnappt sie zu und verletzt zwei der Retter.
Doch die Feuerwehrleute zeigen wahre Größe: Sie brechen nicht ab und sind auch nicht wütend. Sie verstehen, die Hündin schlicht im absoluten Panikmodus ist und deshalb so reagiert. Mit Geduld gelingt es schließlich, Lucie zu beruhigen und ins sichere Boot zu holen.

Das Wunder nach 4 Stunden
Sofort wird das zitternde Bündel in warme Decken gehüllt. Und dann geschieht etwas, das alle Anwesenden aufatmen lässt: Kaum ist Lucie wieder an Land und aufgewärmt, schüttelt sie den Horror der letzten Stunden einfach ab. Als wäre nichts geschehen, läuft sie wieder munter neben ihrer überglücklichen Halterin her.
Nach vier Stunden Bangen saß Lucie sicher im vorgewärmten Auto – auf dem Weg nach Hause. Alles nur dank 20 Engeln in Feuerwehruniform, die sie trotz aller Schwierigkeiten nicht aufgaben.