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Hund Mio aus Köln
© Tierheim Köln-Dellbrück / Facebook

„Hoffe, es gibt Karma“: Tausende schäumen vor Wut über Kölner Hunde-Halter

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Rosenmontag in Köln: Während die Stadt feiert, wird plötzlich ein Hund an einer Laterne abgebunden entdeckt. Die traurige Wahrheit trifft alle bis ins Mark.

Auch am Rosenmontag 2026 befand sich Köln wie jedes Jahr im Ausnahmezustand. Hunderttausende Menschen feiern, lachen und tanzen auf den Straßen, während Konfetti durch die Luft wirbelt.

Doch nur wenige Meter vom ausgelassenen Treiben entfernt, am Deutzer Ottoplatz, spielt sich eine Tragödie ab, die an Grausamkeit kaum zu überbieten ist. Ein Mensch nutzt den lauten Trubel, um seinen alten, treuen Hund loszuwerden.

Das Martyrium des 16-jährigen Mio

An eine kalte Laterne gebunden, inmitten der feiernden Massen, wird Mio gefunden. Er bellt nicht, er wehrt sich nicht – er kann es schlichtweg nicht mehr.

Als das Tier von Passanten entdeckt und schließlich in eine Tierklinik und danach ins Tierheim Köln-Dellbrück gebracht wird, offenbart sich das ganze Ausmaß der Quälerei. Der Rüde ist bereits 16 Jahre alt, sein Körper ist ein einziges Schlachtfeld.

Die Tierärzte stellen fest: Mio ist „multimorbide“. Er ist gelähmt, kann nicht mehr aufstehen, verliert unkontrolliert Kot und Urin und hat am ganzen Körper Tumore.

Man hat diesen armen Hunde-Opi nicht einfach ausgesetzt. Man hat ihn in der Kälte seinem Schicksal überlassen, um ihn qualvoll „verrecken“ zu lassen, wie es später ein Facebook-User formuliert.

Der schwerste Gang der Retter

Selbst für die Freiwilligen im Tierheim Köln-Dellbrück, die täglich mit dem Elend konfrontiert werden, ist diese Geschichte ein Schock, der tiefe Wunden hinterlässt.

„Manchmal ist es verdammt schwer, hier zu arbeiten und alles auszuhalten, was hier so passiert. Heute war so ein Tag“, schreibt das Tierheim-Team in einem emotionalen Facebook-Post.

Nach eingehenden Untersuchungen müssen sie für Mio die schwerste und zugleich barmherzigste aller Entscheidungen treffen: Sie lassen ihn einschlafen. Ein tieftrauriger Schritt, um das unvorstellbare und schon so lange andauernde Leid des Rüden endlich zu beenden.

Das Netz sucht den Peiniger

Das Makabre: Mio war gechipt und sogar registriert. Doch seine wahren Halter konnten dennoch bislang nicht identifiziert werden. Das Tierheim sucht deshalb nun dringend Zeugen, die helfen können, diesen Fall aufzuklären.

Im Netz ist das Schicksal des 16-jährigen Rüden prompt viral gegangen. Der Beitrag wurde innerhalb weniger Tage fast 5.000 Mal mit weinenden oder wütenden Emojis markiert und über 2.400 Mal geteilt. In den Kommentarspalten entlädt sich die absolute Fassungslosigkeit ob dieser Tragödie:

  • „Die Vorstellung, seinen schwer kranken Hund nicht in seinen letzten Stunden zu begleiten, sondern ihn draußen verrecken zu lassen... Ich hoffe, es gibt ein Karma!“
  • „Der Halter gehört in den Knast, solche sollen ebenfalls leiden. Unfassbar.“
  • „Mir sind beim Lesen echt die Tränen gekommen. Und meinen Kommentar spare ich mir besser…“

Mio hat seine letzten Stunden allein, frierend und voller Schmerzen an einer Kölner Laterne verbringen müssen. Doch durch den Aufschrei im Netz wird sein Schicksal nun zumindest niemals vergessen werden.

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