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Hilfe, meine Katze lässt sich nicht anfassen!

Die Katze lässt sich nicht anfassen

Was tun, wenn die Katze keine Berührungen möchte?

© Sergey Zaykov / Shutterstock

Gibt es etwas Schöneres, als mit einem flauschigen Kätzchen zu kuscheln? Doch nicht jede Samtpfote hat Lust dazu. Warum ist das so und was kann man tun?

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Viele Katzen können gar nicht genug bekommen vom Schmusen und Streicheln mit ihrem Menschen. Sie lieben die sanften Berührungen und fordern das Kuscheln oft genug. Manche sind dabei sogar so „energisch“, dass sie sich mit lautem Maunzen oder Schnurren in Erinnerung rufen. Ein echter Glücksfall für den Halter, einen kleinen Liebling zu haben, der die Streicheleinheiten ebenso genießt wie man selbst.

Allerdings ist nicht jeder Schmusetiger automatisch begeistert davon, gestreichelt zu werden. So manche Katze lässt sich nicht anfassen und macht am Liebsten einen großen Bogen um den Menschen. Und der zerbricht sich den Kopf, wie man das verändern kann. Falls es dir auch so geht, verraten wir dir jetzt, wieso sich deine Katzen nicht (mehr) streicheln lässt und wie du sie am besten ans Kuscheln gewöhnst.

Welche Katzen lassen sich gerne anfassen?

Es gibt im Großen und Ganzen zwei Sorten Katzen: Die einen sind schüchterner und lassen sich nicht so gerne streicheln und hochnehmen. Die anderen können gar nicht genug Nähe bekommen und versuchen sogar, von fremden Menschen Streicheleinheiten und Berührungen zu ergattern.

Letztere zeigen oft auch ein ganz typisches Verhalten. Sie legen sich besonders gerne auf den Schoß ihres Menschen und nickern dort ein oder kuscheln sich ganz dicht an ihn beim Fernsehen oder Schlafen. Für manche ist es einfach das Allerschönste, auf der Brust ihrer „Dosenöffner“ zu schlafen. Sie zeigen das dann oft mit genüsslichem Schnurren.

Dieses Verhalten ähnelt dem, dass Katzenbabys schon von frühester Zeit kennen. Sie schmiegen sich ganz dicht an ihre Mama und Schutz und Wärme. Sucht dein Liebling bei dir solchen Körperkontakt, dann ist das eine große Auszeichnung, denn die Katze fühlt sich bei dir absolut geborgen und sicher. Das deutet aber auch bereits darauf hin, wieso andere Stubentiger lieber auf Distanz gehen. 

Wie streichle ich eine Katze richtig?

Mit ein paar einfachen Tricks und Kniffen genießt deine Samtpfote das Schmusen mit dir noch mehr. Zu allererst solltest du es dir zur Regel machen, dich wirklich auf dein Kätzchen zu konzentrieren, wenn ihr miteinander kuschelt. Wer nebenbei fernsieht oder telefoniert, dem entgehen oftmals wichtige Signale des Tieres. Außerdem finden es viele Katzen schöner, wenn es nicht nur eine lange Kuschelrunde am Tag gibt. Kurz und oft ist hier der Top-Tipp.

Achte auch darauf, wo du deinen kleinen Tiger streichelst. Nicht jede Stelle kommt gut an. Tabuzonen sind in der Regel der Bauch, die Pfoten und der Bereich hinter den Schultern. Hier solltest du nur „Hand anlegen“, wenn deine Katze das ausdrücklich signalisiert. Gut kommen dagegen Kopf und Hals an. Für viele Samtpfoten ist es einfach das Allerschönste, am Kinn gekrault zu werden.

Warum lässt sich eine Katze sich nicht (mehr) streicheln?

Lässt ein Kätzchen nur sehr kurz Berührungen zu oder auch gar nicht, gibt es dafür mehrere wichtige Gründe. Die wichtigsten sind:

Als Baby keine oder negative Erfahrungen mit Menschen

Hat ein Katzenkind in den ersten Wochen nach der Geburt gar keinen oder eher unangenehmen Kontakt mit Menschen, wird es auch als erwachsenes Tier Berührungen eher meiden. Generell sollte vermieden werden, Katzenbabys in der Prägephase einfach auf den Arm zu nehmen oder sie zwangsweise zu streicheln oder an sich zu drücken. Derart übergriffiges Verhalten des Menschen „rächt“ sich später.

Charakter

Auch unsere Stubentiger haben unterschiedliche Charaktere – genau wie wir. Während der eine von Natur aus ein extrovertierter Typ ist, zieht sich der andere lieber zurück und genießt es, für sich zu sein. Da auch Katzen nicht aus ihrer Haut können, sollte man die eher introvertierten Vierbeiner so wie sie sind respektieren.

Schmerzen

Ein weiterer wichtiger Grund, warum eine Katze sich nicht anfassen lässt, sind Schmerzen. Ältere Katzen können etwa aufgrund von Arthrose die Berührungen als unangenehm empfinden. Ein Alarmsignal für Schmerzen, das leider häufig übersehen wird, ist, wenn Schmuser plötzlich komplett ihr Wesen zu ändern scheinen.

Katze ans Kuscheln gewöhnen

Die gute Nachricht: Wenn du weißt, worauf du achten musst, lassen sich auch scheue Kätzchen häufig für innige Streicheleinheiten begeistern. Wenn es dir gelingt, das Vertrauen deines Tigers zu gewinnen, wird er in der Regel von selbst deine Nähe suchen. Die Katze muss lediglich lernen, dass entspanntes Schmusen mit dir eine wirklich angenehme Sache ist.

Gerade wenn sie in der Prägephase erleben mussten, dass ein Mensch sie sich einfach schnappt und streichelt, braucht es deinerseits etwas freundlich-geduldige Überzeugungsarbeit. Hier die entscheidenden Punkte dabei:

  • Lass der Katze die Freiheit der Entscheidung. Unsere Stubentiger fühlen sich einfach sicherer, wenn sie meinen, sie hätten die Kontrolle über eine Situation. Überlass ihr also die Initiative. Bleib passiv und warte einfach ab, wann sie deine Berührungen zulässt und auch wie lange und wo. Eine aus Katzensicht freundliche Geste ist es, wenn du ihr deinen Handrücken hinhältst, wenn sie an die vorbeigeht. Reibt dein Tiger das Köpfchen daran, ist das schon ein gutes Zeichen.
  • Ein besonders zurückhaltendes Kätzchen muss erstmal verstehen, dass es deine Nähe gut zulassen und dabei entspannen kann. Mach deine Anwesenheit mit Leckerchen oder einem Spiel angenehm. Oder sei einfach nur in ihrer Nähe. Sei unaufdringlich (also bitte auch nicht anstarren!) und gib deiner Katze die Zeit, die sie braucht. Im nächsten Schritt kannst du versuchen, sie ganz beiläufig zu berühren. Je nachdem, welche Distanz deine Katze noch benötigt, können eine Pfauenfeder oder eine Reitgerte zum Einsatz kommen. Bleibt sie in Reichweite, ist auch das Hinhalten der Hand eine gute Idee.
  • Oftmals gibt man den Mut beinahe schon auf, doch genau dann kommt dein Kätzchen plötzlich von selbst auf dich zu und will mit dir schmusen. Wunderbar! Ein toller Erfolg. Begehe nun aber bitte auf keinen Fall den Fehler, dich lautstark und überschwänglich darüber zu freuen! Eine scheue Katze würde dieses Verhalten extrem erschrecken – und du machst wieder einen Schritt zurück. Gelegentliches Zublinzeln ist dagegen aus Katzensicht eine besonders freundliche und höfliche Geste.
  • Manchen Tigern kann man die menschlichen Berührungen und Kuscheln schmackhaft machen, indem positive Verstärkung genutzt wird. Gib deiner schüchternen Miez NACH dem Streicheln eine kleine Belohnung. Das kann etwas Leckeres zu fressen sein oder vielleicht ein gemeinsames Spiel. Nach und nach wird sie die angenehme Belohnung mit den Berührungen kombinieren und mehr davon wollen.

Die Katze will sich noch immer nicht anfassen lassen?

Will deine Miez sich so gar nicht damit anfreunden, dass du sie streichelst, und ist weiterhin extrem scheu, dann solltest du dich an den Experten wenden. Willst du einer offensichtlich extrem verängstigten Katze helfen, ein entspanntes Leben mit dir zu führen, ist der Gang zum Tierarzt eine Option. So können beispielsweise Pheromone helfen, die Schüchternheit in den Griff zu bekommen und dem Tier so mehr Lebensqualität zu geben.

Lässt sich deine Katze noch immer nicht anfassen, ist auch der Kontakt zu einem Tierpsychologen eine Option. Denn nur wenn du herausfindest, warum deine Katze so ängstlich ist dir gegenüber, kannst du ihr wirklich nachhaltig helfen. 

 
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