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Schmerzhafte Begegnung: Was tun, wenn die Katze von einer Wespe gestochen wird?

Katze und Wespe advice
© Shutterstock

Insektenstiche bei Katzen, sei es durch Bienen oder Wespen, sind auch für die Vierbeiner äußerst schmerzhaft. Doch was ist zu tun, wenn die geliebte Samtpfote von einer Wespe gestochen wird? Gehört sie sofort zum Tierarzt?

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze

  • Wespenstiche sind schmerzhaft, aber meist ungefährlich
  • Ein Tierarztbesuch ist nicht unbedingt nötig
  • Kühlen Sie mit einem Kühlpad die Schwellung
  • Bei allergischen Reaktionen und einem Stich im Mund ist das Tier unverzüglich zum Tierarzt zu bringen

Den Wespenstich bei der Katze erkennen

Gerade im Sommer ist die Gefahr für einen Wespenstich hoch – ob beim Freigänger oder Stubentiger. Die Bewegungen und das Summen der Wespe reizen den Jagdinstinkt der Samtpfote: Die Katze will die Wespe fangen oder gar fressen – und schon ist es passiert. Doch woran lässt sich ein Wespenstich erkennen?

Schmerzensschrei, Rückzug und Schwellung

Im Moment des Stichs hat die Katze heftige Schmerzen. Sie schreit laut auf und springt zur Seite. Es folgt panisches, hektisches Verhalten und eventuell vermehrter Speichelfluss. Die Katze läuft weg und zieht sich zurück, wahrscheinlich an einen geschützten Ort in der Wohnung. Sehr bald tritt eine Schwellung auf. Dass es sich auch tatsächlich um einen Wespenstich handelt, erkennen sie an einem einfachen Indiz: Das Insekt liegt nicht tot am Ort des Geschehens. Im Gegensatz zu Bienen und Hummeln sterben Wespen nicht, wenn sie einmal gestochen haben. Sie fliegen munter weiter ihrer Wege.

Was tun beim Insektenstich? Erste-Hilfe-Maßnahmen bei der Katze

Den geliebten Stubentiger hat es erwischt? Kein Grund zur Panik! Sofern keine Allergie vorliegt, ist nicht einmal ein Tierarztbesuch unbedingt nötig. Hilfe braucht das Kätzchen trotzdem. Folgendes können Sie tun, damit die Schmerzen nachlassen und die Schwellung zurückgeht.

  • Stich untersuchen und Stachel entfernen: Normalerweise bleibt der Stachel der Wespe nicht stecken. In Einzelfällen kann das jedoch vorkommen. Am vorderen Teil des Stachels ist der sogenannte Giftbeutel befestigt. Er sondert konstant weiter Gift ab, so lange der Stachel steckt. Untersuchen Sie deshalb die betroffene Stelle und entfernen Sie gegebenenfalls den Stachel mit einer Pinzette.
  • Schwellung kühlen: An der Einstichstelle tritt bald eine Schwellung auf. Abhängig davon, wie stark die Katze auf das Gift reagiert, ist die Schwellung größer oder kleiner. So oder so ist Kühlen jetzt die beste Medizin. Drücken Sie dafür einfach mit einem Kühlpad oder einem feuchten Tuch sanft auf die Schwellung.
  • Abwarten: Nun braucht die Katze Ruhe. Einerseits erholt sie sich von dem Schreck. Andererseits sind so starke Schmerzen anstrengend für den Körper. Der ganze Organismus kämpft gegen das Gift an, was das Tier ermüden lässt. Lassen Sie Ihr Samtpfötchen an ihrem Rückzugsort entspannen. Treten keine weiteren Komplikationen auf, gilt Entwarnung. Nach wenigen Tagen sollte Miezi wieder ganz die Alte sein.

Wann muss die Katze beim Wespenstich zum Tierarzt?

Normalerweise ist ein Wespenstich kein Grund, sofort den Tierarzt aufzusuchen.

Ist die Katze allergisch, ist keine Zeit zu verlieren. Auch ein Wespenstich im Maul ist unter Umständen lebensgefährlich.

Allergische Reaktion

Ob eine allergische Reaktion vorliegt, erkennen Sie schon sehr bald nach dem eigentlichen Stich. Welche Symptome auftreten und wie stark sie ausfallen, hängt von der Stärke der Allergie ab. Folgende Reaktionen gelten als alarmierend und sind Hinweise auf eine akute allergische Reaktion. In diesem Fall ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen.

  • Atemnot
  • Kreislaufbeschwerden (Schwindel, Taumel, Schwäche)
  • Schwellung stärker als gewöhnlich, auch großflächig ringsum die Einstichstelle
  • Mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen rund um den Stich

Wespenstich im Maul

Ein Wespenstich im Maul kann sehr gefährlich für die Katze werden, das gilt in erhöhtem Maße in Kombination mit einer Allergie. Will die Katze die Wespe fressen und schlucken, sticht das Insekt in den Rachenraum. Die durch den Stich entstehende Schwellung drück auf die Atemwege. Unter Umständen verschließt die Schwellung sogar die Luftröhre. Jetzt gilt es also unverzüglich zu handeln: Das Tier muss sofort zu einem Tierarzt.

Unsere Empfehlung: Im Idealfall zu zweit reagieren

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei der Katze sind schwer durchzuführen. Das verletzte Tier fühlt sich angreifbar und ist entsprechend gereizt. Natürlich will es außerdem nicht an der schmerzenden Stelle berührt werden. Am besten holen Sie sich also zügig einen Helfer dazu. So kann einer das Tier festhalten und ein wenig fixieren. Der andere untersucht derweil den Stich und kühlt die Schwellung. Klappt das nicht, weil sich die Katze nach Kräften wehrt, faucht, kratzt und beißt, sollten Sie mit dem Tier im Zweifel zum Tierarzt fahren.