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Schnelles Handeln ist gefragt: Das Schwimmer-Syndrom bei Welpen

Welpe mit Schwimmer Syndrom advice
© Instagram / puppyrescuemd

Das Schwimmersyndrom, auch Flat Puppy Syndrome genannt, ist eine relativ unbekannte Entwicklungsstörung bei Welpen. Die jungen Hunde strecken dabei alle Beine von sich und können nicht selbstständig aufstehen. Aus Unwissenheit werden viele Hunde eingeschläfert, obwohl das Syndrom behandelt werden könnte

von Silke Reininger

Was ist das Schwimmer-Syndrom?

Das Schwimmer-Syndrom ist bislang kaum erforscht. Nur wenige wissen, dass Welpen damit zur Welt kommen, noch seltener bekannt ist, dass auch Kätzchen davon betroffen sein können. Das Krankheitsbild ist das erste Mal in den 1950er Jahren aufgetreten. Selbst bei Kleintieren, Nutztieren und Vögeln wurde die Erkrankung schon festgestellt. Die meisten Erkenntnisse, die es heute dazu gibt, sind allerdings auf Hundewelpen bezogen.

Welche Ursachen hat das Schwimmer-Syndrom?

Welche Ursachen das Schwimmer-Syndrom hat, ist noch nicht ganz klar. Viele Expertenmeinungen gehen außeinander: Manche sprechen von einer verzögerten Entwicklung der Bänder, Muskeln und Sehnen, andere sehen erblich bedingte Probleme in der Verantwortung.

Welche Symptome zeigen betroffene Welpen?

Ungefähr 14 Tage nach der Geburt zeigen sich bei betroffenen Welpen Störungen in der Entwicklung. Typischerweise liegen die Welpen flach auf dem Boden und können ihre Gliedmaßen nicht benutzen, um aufzustehen. Stattdessen versuchen die Tiere sich mit schwimmenden Bewegungen vorwärts zu robben. In manchen Fällen kommt es zu Missbildungen an den Beinen. Die ständige Brustlage der Welpen kann zudem zu einer Deformierung des Brustkorbes führen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Bei welchen Hunden tritt das Schwimmer Syndrom auf?

Generell kann das Schwimmer-Syndrom bei jeder Rasse vorkommen. Häufiger tritt sie allerdings bei Rassen auf, die kurze Beine und eine breite Brust haben. Auch brachycephale Rassen, also Tiere mit stark verkürzter Schnauze, leiden häufiger unter der Entwicklungsstörung. Zu ihnen gehören beispielsweise Französische und Englische Bulldoggen sowie Möpse. In einem Wurf sind überdurchschnittlich oft die größten und schwersten Welpen betroffen.

Welche Behandlung ist nötig?

In erster Linie ist es wichtig, dass der Welpe aus der ständigen Brustlage herauskommt. Da er es aus eigenem Antrieb nicht schaffen wird, muss der Mensch nachhelfen. Das geht gut mit einer Decke oder einem Handtuch, das zu einer Rolle geformt wird. Damit kann der kleine Hund während seiner Schlafphase gestützt werden und liegt somit auf der Seite, statt in Brustlage.

Gibt es eine Therapie?

Entgegen der bisher landläufigen Meinung müssen Welpen mit dem Schwimmer-Syndrom nicht eingeschläfert werden. Betroffene Besitzer sollten sich Hilfe von einem Tierheilpraktiker oder Tierphysiotherapeuten suchen. Sie können sich die möglichen Massagetechniken und Übungen zeigen lassen und ihre Welpen zuhause selbst behandeln. Umso öfter der kleine Hund behandelt wird, umso besser wird das Ergebnis am Ende sein. Mit der richtigen Therapie können sich Welpen gut bis vollständig erholen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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