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Warum kauen viele Hunde gerne an Holz?

Hund kaut Holz advice
© Shutterstock

Hunde lieben es, an Holz zu knabbern. Doch anstatt auf Stöckchen, Rinde und Ästen nur herum zu kauen, schlucken sie das Stück Holz samt Splitter auch. Woher kommt dieses Verhalten? Und ist Holz fressen für Hunde ungesund?

von Tim Brinkhaus,

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Kauen auf Holz ist ein instinktives Verhalten
  • Es ist gut für Zahnfleisch, Zähne und den gesamten Kauapparat.
  • Übermäßiges Holzknabbern deutet gegebenenfalls auf Mangelernährung oder Unterforderung hin.
  • Verschluckte Holzsplitter sind gefährlich für das Tier.

Holz, Äste und Rinde: Instinktives Kauverhalten beim Hund

Zunächst ist das Knabbern an Holz ein ganz normales Verhalten beim Hund. Die Vierbeiner lieben es einfach, auf Knochen, Holz oder ähnlichem herumzubeißen. Warum? Einerseits ist dient es als Beschäftigung. Andererseits ist das Kauen eine angenehme Zahnfleischmassage und reinigt die Beißwerkzeuge. Wenn der Hund Stöckchen knabbert, geht er einem tief in der Tierpsyche verankerten Verhalten nach. Es gibt jedoch Ausnahmen von der Regel.

Wann ist Holz knabbern Grund zur Sorge?

Grund zur Besorgnis besteht eigentlich nicht, wenn der Hund gerne am Stöckchen kaut. In manchen Fällen ist das Verhalten jedoch ein Anzeichen für etwas anderes. Dann besteht Handlungsbedarf.

1. Hund frisst Holz aus Langeweile

Knabbert der Hund immer wieder unerlaubt auf Gegenständen und Holzmöbeln herum, kann das auf Langeweile hindeuten. Der Hund ist möglicherweise unterfordert und sucht sich auf eigene Faust Beschäftigungen. Wenn Herrchen und Frauchen dann schimpfen, springt auch noch eine Portion Aufmerksamkeit heraus. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Vierbeiner mehr zu fordern – beispielsweise durch Hundesport, Nasenarbeit oder Tricks.

2. Holz fressen als Mangelerscheinung

Der Hund kaut nicht nur auf dem Stöckchen herum, sondern scheint es gezielt zu verspeisen? Er frisst Holz, Erde und Rindenmulch? Auch vor anderem vermeintlich Essbaren wie Papier und Textilien macht er kaum Halt? Das ist vielleicht ein Zeichen für Mangelerscheinungen – oder Hunger. In diesem Fall kann ein Futterwechsel hilfreich sein. Auch empfiehlt es sich, die Fütterungsvorgaben auf der Verpackung einzuhalten. Hilft alles nichts, ist ein Gang zum Tierarzt der nächste Schritt.

Unsere Empfehlung: Lieber auf Kauknochen ausweichen

Um den Kautrieb des Tieres zu befriedigen, sind nicht unbedingt Hölzer notwendig. Ganz im Gegenteil: Spezielle Kauknochen sind im Tierbedarf erhältlich. Sie helfen gezielt gegen Zahnstein und regen die Durchblutung an – und zwar völlig gefahrlos. Holz kann bekanntlich splittern und birgt somit große Gefahren für den Hund. Das gilt auch, wenn das Tier Holz frisst und erbricht. Große oder kleine Holzsplitter können zu schweren Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie im Verdauungstrakt des Tieres führen.