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Hund einschläfern: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Hand hält Pfote advice
© Shutterstock

Einen Hund einschläfern zu lassen, hat meist triftige Gründe. Bei der Euthanasie zuhause oder beim Tierarzt entstehen Kosten. Diese variieren häufig. Doch wie hoch sind die Kosten, um einen Hund einschläfern und entsorgen zu lassen, in den Jahren 2017, 2018 und 2019?

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Einschläfern einer Fellnase kostet zwischen 100 und 200 Euro
  • Es ist möglich, den Liebling zu Hause zu versorgen
  • Den Hund selbst einzuschläfern, ist verboten, da dazu ein Betäubungsmittel notwendig ist
  • Auch die Entsorgung des Gefährten kostet bis zu 30 Euro

Was ist das Einschläfern?

Beim Einschläfern wird dem Hund ein Betäubungsmittel gespritzt. Dieses wird so dosiert, dass der treue Begleiter anschließend für immer schläft. Vorteilhaft bei dieser Methode ist, dass das Familienmitglied keine Schmerzen hat, sondern friedlich einschläft.

Tipp: Der Tierarzt kann ein schmerzloses und komplikationsfreies Einschlafen ermöglichen. Wer darüber nachdenkt, den Hund oder die Katze selbst zu erlösen, muss davon absehen.

Nur Personen mit einem Betäubungsmittel haben die Erlaubnis, eine Fellnase einzuschläfern.

Den Hund einschläfern und bestatten – Die Kosten in 2017, 2018 und 2019

Ein Tier einschläfern zu lassen, ist je nach Ablauf mit unterschiedlich hohen Kosten verbunden.

  • Sie können den Tierarzt zu sich nach Hause kommen lassen
  • Sie können Ihren Liebling in die Praxis bringen

Kommt der Veterinär zu Ihnen ins Haus, fallen Fahrtkosten an, die bei der Behandlung in der Tierarztpraxis nicht fällig werden. Eventuell kommen Nachtzuschläge, Notdienstkosten oder Wochenendtarife zur Anwendung. Es ist zudem möglich, den Hund nach dem Einschläfern beim Tierarzt zu lassen. Die Gesamtkosten für die Einschläferung bewegen sich zwischen 100 und 600 Euro, mitunter können es auch mehr werden. Sie hängen von dem Ort des Einschläferns, den benötigten Medikamenten, dem Tierarzt und den Wünschen des Besitzers hinsichtlich der Bestattung ab. Und hier die Kosten im Überblick:

  • Die Tätigkeit des Einschläferns kostet mindestens 19,24 Euro
  • Für Medikamente fallen zwischen 20 und 50 Euro an
  • Beruhigungsmittel kosten zwischen 10 und 20 Euro
  • Bleibt Ihr Tier beim Tierarzt, berechnet er für die Entsorgung des Körpers zwischen 20 und 30 Euro
  • Zuschläge für das Wochenende und die Nacht erhöhen die Behandlungskosten um 50 Prozent
  • Die Fahrtkosten betragen mindestens 8,60 Euro und hängen von der Entfernung ab

Falls Sie Ihren Liebling einäschern lassen wollen, können Sie dieses in Absprache mit Ihrem Tierarzt realisieren. Dieser hat meist die richtigen Kontakte und kümmert sich um alles weitere. Die Einäscherung sowie die Urne nebst Überführung verursachen weitere Kosten, die in Abhängigkeit vom Gewicht des Tieres im Durchschnitt zwischen 100 und 300 Euro liegen. Mehr Informationen zum Einäschern von Hunden finden Sie hier.

TierurneNach seinem Tod können Sie Ihren Vierbeiner auch einäschern lassen© Shutterstock

Die Preisbildung wird durch die Gebührenordnung für Tierärzte bestimmt. Neben dem Einschläfern sind auch die Fahrtkosten und die Zuschläge für eine besondere Arbeitszeit gesetzlich verankert. Jeder Tierarzt darf in Abhängigkeit vom Aufwand die Kosten verdoppeln oder verdreifachen. Daher lohnt sich das Einholen von Preisen bei unterschiedlichen Veterinären.

Exkurs: Tiere begraben

Wollen Sie Ihre Fellnase auch nach seinem Tod in der Nähe behalten, können Sie das Tier selbst begraben. Dafür gibt es allerdings einige Regelungen, die Sie kennen sollten, bevor Sie zur Schaufel greifen: Es ist beispielsweise verboten, ein Haustier im Wald zu verbuddeln. Ihren Vierbeiner im Garten begraben dürfen Sie allerdings. Bei kleinen Tieren brauchen Sie dafür keine Genehmigung, bei größeren Tieren jedoch schon. Außerdem müssen die Tiere mindestens einen halben Meter unter der Erde liegen, dürfen nicht an meldepflichtigen Krankheiten gestorben sein und müssen ein bis zwei Meter von öffentlichen Wegen entfernt sein. Mehr Informationen dazu haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.

Diese Gründe gibt es für eine Einschläferung

In der Regel führt eine schwere Krankheit oder starke Verletzung dazu, dass ein Einschläfern notwendig ist. Durch das Einschläfern erspart der Halter dem Tier Schmerzen und Leid und der Hund muss sich nicht unnötig quälen. Herrchen und Frauchen stehen in solchen Momenten natürlich vor einer schweren Entscheidung. Dennoch ist es manchmal sinnvoll, dies einem natürlichen, möglicherweise qualvollem Tod vorzuziehen.

Tipp: Ob es in Ihrem Fall empfehlenswert ist, den Gefährten gehen zu lassen, entscheidet ein Tierarzt.

Dieser kann Ihnen eine Prognose über den Verlauf der Krankheit Ihres Lieblings geben.

Unsere Empfehlung: Hat ein Tier ein schweres und unheilbares Leiden, ist Einschläfern eine Erlösung.

Bevor sich der Liebling quält, ist es sinnvoll, einen schnellen und schmerzfreien Tod herbeizuführen. Frauchen und Herrchen haben die Möglichkeit, mit einigen Dingen die letzten Minuten des Tieres schöner zu gestalten:

  • Streicheln Sie den Vierbeiner beim Einschläfern
  • Einschläfern ist in den eigenen vier Wänden sinnvoll, weil sie dem Tier bekannt sind
  • Bleiben Sie bei Ihrem Tier, wenn es eingeschläfert wird
  • Stellen Sie während des Einschläferns Musik an
  • Legen Sie Ihren Vierbeiner auf seine Lieblingsdecke