Es sollte eigentlich nur eine gewöhnliche Routinekontrolle an der deutsch-tschechischen Grenze werden. Doch als Beamte der Bundespolizei am Donnerstag einen bulgarischen Kleintransporter bei Furth im Wald stoppen, decken sie ein tragisches „Geschäft mit lebender Ware“ auf.
Der weiße Transporter wirkt zunächst unauffällig. Zwei Männer (44 und 54) sitzen vorne. Doch während die Beamten die Personalien überprüfen, dringt plötzlich ein alarmierendes Geräusch aus dem Inneren des Wagens nach draußen!
Illegaler Tiertransport enttarnt
Es hört sich an wie ein Bellen, dann ein Kratzen. Die Polizisten zögern nicht. Sie fordern umgehend den Fahrer auf, den Laderaum zu öffnen.
Als die Türen aufschwingen, schlägt den Polizisten nicht nur der Geruch schlechter hygienischer Zustände entgegen. Sie blicken direkt in mehrere Paare trauriger Augen!
In engen Käfigen zusammengepfercht, sitzen da sieben Hunde. Sie sind verängstigt, Reisestrapazen stehen ihnen ins Gesicht geschrieben. Es ist „lebendige Fracht“, bestimmt für den Verkauf in den Niederlanden. Doch an diesem Tag endet die Reise hier.
Manipulierte Papiere entlarven die Schmuggler
Die Männer versuchen noch, den Anschein von Legalität zu wahren. Sie händigen den Beamten Impfpässe aus. Doch die erfahrenen Polizisten erkennen die Täuschung sofort: Die Dokumente sind manipuliert. Gültige Papiere für die Einfuhr? Fehlanzeige.
Die Bundespolizei alarmiert sofort das Veterinäramt des Landkreises Cham. Zwei Amtstierärzte bewerten die Lage vor Ort eindeutig: die Versorgung ist unzureichend, der Transport illegal.
Hunde kommen ins Tierheim
Die Hunde werden sichergestellt und in ein Tierheim gebracht. Statt als Ware in den Niederlanden zu enden, bekommen diese sieben Fellnasen nun endlich die Fürsorge, die sie verdienen.
Gegen den bulgarischen Fahrer und seinen Partner wird nun ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.