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Katze entlaufen und vermisst – was tun?

katze-auf-strasse advice © Shutterstock

Ihr Freigänger ist zur gewohnten Zeit nicht nach Hause gekommen oder Ihr Stubentiger ausgebüxt? Jetzt gilt erst einmal: Ruhe bewahren! Mit unseren Tipps stehen die Chancen gut, dass Sie Ihre entlaufene Samtpfote bald wieder in die Arme schließen können.

von Carina Petermann

Die Katze kommt nicht mehr nach Hause – mögliche Gründe

Sie vermissen Ihre Katze? Atmen Sie tief durch und gehen Sie nicht gleich vom Schlimmsten aus. Die Chance ist hoch, dass Ihr tierischer Liebling wohlbehalten zu Ihnen zurückkehrt. Folgende Gründe können dazu führen, dass Sie Ihre Katze schmerzlich vermissen.

Auf Wanderschaft: unkastrierte Kater

Unkastrierte Kater haben ein großes Revier, in dem sie gerne auf Wanderschaft gehen. Eine rollige Katze lässt den liebestollen Kater schnell alles andere vergessen. Wenn die wärmere Jahreszeit beginnt, bleiben diese Kater ihrem Zuhause Tage oder sogar Wochen fern. Sie geraten dabei oft in blutige Revierkämpfe. Auch rollige Katzen zieht es verstärkt nach draußen. Unser Appell: Lassen Sie Katze und Kater unbedingt rechtzeitig kastrieren, wenn Sie nicht professionell züchten. So verhindern Sie nicht nur Tierleid, sondern machen Ihren Gefährten auch häuslicher.

Auf Irrwegen: entlaufene Wohnungskatzen

Einmal nicht aufgepasst – schwups ist der Stubentiger entwischt. Reine Wohnungskatzen sind mit den vielen Reizen der Außenwelt schnell überfordert und verstecken sich. Dies ist vor allem problematisch, wenn Ihre Katze Ihnen unterwegs entwischt ist – beispielsweise auf dem Weg zum Tierarzt. In ungewohnter Umgebung kann die Katze nicht von selbst nach Hause finden. Darum sollten Sie sofort handeln und Menschen in der Umgebung um Hilfe bitten.

Die Katze ist eingesperrt oder hatte einen Unfall

Vor allem in den Sommermonaten ist es schnell passiert: Ein neugieriger Freigänger erkundet eine geheimnisvolle Garage oder einen Gartenschuppen. Die nichtsahnenden Besitzer schließen nach getaner Gartenarbeit die Tür – und die Katze sitzt fest. Ein oder zwei Tage sind in der Regel kein Problem. Dann kann es kritisch für die Gesundheit Ihrer entlaufenen Katze werden.

Ein weiteres Unglück, das Ihrer Katze widerfahren kann, ist ein Unfall. Hiervon sind vor allem junge oder mit dem Straßenverkehr unerfahrene Katzen betroffen. Lebt die Katze bereits einige Jahre als Freigänger, kann sie die Gefahr von Autos oftmals besser einschätzen. Dennoch bleiben Verkehrsunfälle leider immer ein lebensgefährliches Risiko für Freigänger.

Die Katze wurde gestohlen

Die Gerüchte von professionellen Katzenfängern sind meist unbegründet. Dennoch anfällig für Katzenklau sind besonders zutrauliche Katzen, zumal, wenn es sich um Rassekatzen handelt. Weitaus häufiger kommt es jedoch vor, dass Nachbarn eine Katze füttern, sodass sie sich freiwillig ein neues Zuhause sucht. Dies geschieht jedoch nie von heute auf morgen: Ein Indiz für einen selbst gewählten Umzug ist es, wenn Ihre Samtpfote immer häufiger länger ausbleibt.

So finden Sie Ihre Katze wieder: Hilfe & Tipps

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Katze finden dank Chip und Tasso

Der wichtigste Schritt zum Finden einer Katze findet vor dem Suchen statt: Lassen Sie Ihre Katze chippen und registrieren Sie sie beim europaweit größten Haustierregister Tasso. Über eine Transponderabfrage können Tierärzte oder Tierheime dank Chip und Lesegerät den Besitzer ausfindig machen. Wenn Ihre Katze entlaufen ist oder nicht mehr nach Hause kommt, können Sie auf Tasso eine Suchmeldung aufgeben und die Datenbank nach Fundtieren absuchen. Eine 24-Stunden-Notruf-Hotline steht Ihnen bei Bedarf zusätzlich mit gutem Rat zur Seite.

Suchtipps: So suchen Sie eine Katze erfolgreich

Bevor Sie zahllose Steckbriefe ausdrucken oder zum Copyshop eilen, treten Sie in Kontakt zu Ihren Nachbarn. Sprechen Sie möglichst viele auf die entlaufene Katze an. Fragen Sie, wenn Sie Ihre vermisste Katze in einem Garten vermuten, ob Sie diesen betreten dürfen. Suchen Sie die Katze zusätzlich, wenn es leise ist – also nachts.

Bitten Sie Freunde bei der Suche nach Ihrer Katze um Hilfe. Schauen Sie in Gebüsche, schwer zugängliche Stellen sowie in Baumkronen. Kontaktieren Sie Tierärzte und das Tierheim der Region – vielleicht wurde Ihre Fellnase dort abgegeben?

„Katze vermisst“: Steckbrief und Facebook

Wenn die erste Suche sowie Gespräche mit Nachbarn und Tierärzten nichts ergeben haben, sollten Sie öffentlich nach Ihrer Katze suchen. Dies kann über Steckbriefe und soziale Medien wie Facebook geschehen. Kostenlose Vorlagen für einen Steckbrief finden Sie auf Tasso. Wählen Sie für den Steckbrief am besten ein farbiges Foto, auf dem Ihre Katze gut zu erkennen ist.

Beschreiben Sie auffällige Merkmale wie einen schwarzen Fleck am Ohr und bitten Sie darum, dass Anwohner in Garagen und Schuppen nach Ihrer vermissten Katze schauen. Fragen Sie in Geschäften, beim Bäcker, in Tierarztpraxen oder in öffentlichen Einrichtungen, ob Sie Ihren Steckbrief aufhängen dürfen. Wichtig sind deutlich sichtbare Kontaktdaten wie Ihre Telefonnummer sowie Mail-Adresse.

Laden Sie den Steckbrief bei Facebook hoch und bitten Sie Ihre Kontakte, ihn zu teilen. Gibt es auf Facebook Regionalgruppen Ihres Stadtteils, können Sie den Beitrag zusätzlich dort posten.

Katze entlaufen? Was Sie noch tun können, um sie zu finden

Die meisten kastrierten Katzen bleiben nicht freiwillig fern, sondern befinden sich in einer misslichen Lage. Die Natur der Katze erschwert die Situation zusätzlich, denn: Eingesperrte Katzen sind häufig so lange still, bis sie auch gesundheitlich in der Klemme sitzen – hungrig, unterkühlt und durstig. Das heißt: Viele vermisste Fellnasen beginnen erst ab dem dritten oder vierten Tag ihres „Verschwindens“ mit Miauen auf sich aufmerksam zu machen. Für Sie bedeutet das: Wenn die erste Runde durch die Nachbarschaft keinen Erfolg gebracht hat, sollten Sie diese wiederholen – mindestens zweimal täglich. Gehen Sie nachts auf die Suche. Rufen Sie den Namen Ihrer Katze, rascheln Sie mit dem gewohnten Geräusch von Lieblingsleckerlis und warten eine Weile, bevor Sie weitergehen. Sensibilisieren Sie auch Ihre Nachbarn für die Möglichkeit, dass die verschwundene Katze erst einmal mucksmäuschenstill verharrt.

Haben Sie Sichtmeldungen einer scheuen vermissten Katze erhalten, kann eine Lebendtierfalle helfen. Viele Tierheime verleihen diese gegen eine kleine Spende.

Wenn Sie Ihren Liebling nach einigen Tagen wieder in die Arme schließen können, ist die Freude riesengroß! Vermuten Sie, dass Ihre Katze in dieser Zeit ohne Futter und Wasser auskommen musste? Dann sollten Sie unbedingt einen Tierarzt mit ihr aufsuchen! Denn Futterentzug kann bei Katzen schnell zu einer lebensgefährlichen hepatischen Lipidose führen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach Ihrem vierbeinigen Gefährten!