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Wie lange sind Hunde schwanger? So verläuft die Trächtigkeit

Bordeauxdogge steht schwanger auf der Wiese advice
© Shutterstock

Neues Leben wächst in dem Bauch einer Hündin heran – ein faszinierendes Wunder der Natur, aber auch eine körperliche Belastung für die werdende Hunde-Mutter. Hundehalter fiebern der bevorstehenden Geburt entgegen und hoffen, dass alles gut verläuft. Welches Verhalten und welche äußeren Merkmale sind in den einzelnen Stadien einer Trächtigkeit typisch? Der Ratgeber beantwortet auch die Frage aller Fragen: Nach wie vielen Tagen kommt der pelzige Nachwuchs auf die Welt?

von Tim Brinkhaus,

Wie lange sind Hunde schwanger?

Im Durchschnitt beträgt die Trächtigkeits-Dauer bei Hunden 63 Tage – wobei die Dauer zwischen 58 und 67 Tagen variieren kann. Wie lange Hunde schwanger sind, hängt vom Zeitpunkt des Eisprungs (Ovulation) und vom Deckungstag ab. Klingt zunächst kompliziert, ist aber leicht erklärt:
Erfolgt der Deckakt vor dem Eisprung, kann die Schwangerschaft über 63 Tage dauern. Wird die Hündin nach dem Eisprung gedeckt, ist die Zeitspanne der Trächtigkeit kürzer. Die Spermien sind in der Lage, mehrere Tage (circa sieben) in der Gebärmutter zu überleben. 

Trächtigkeit bei Hunden – was kommt auf die Hündin zu?

Eine ganze Reihe von Anzeichen stehen für eine Trächtigkeit beim Hund. Da bei Hündinnen immer wieder Scheinschwangerschaften vorkommen können, ist es wichtig beim Tierarzt zu prüfen, ob die Hündin tatsächlich schwanger ist. 

Erste Trächtigkeits-Hälfte

  • Am Anfang der Trächtigkeit verändert sich das Verhalten der Hündin. Sie ist müde und verspürt weniger Appetit. Außerdem neigt eine trächtige Hündin anfangs zu Erbrechen und Übelkeit – ähnlich wie bei uns Menschen. 
  • Hundehalter können ab dem 23. Tag der Schwangerschaft beim Tierarzt eine Ultraschall-Untersuchung veranlassen. Die Untersuchung kann zwar Klarheit darüber geben, ob die Hündin de facto schwanger ist – aber nicht mit wie vielen Welpen. 
  • Ab dem 30. Tag der Trächtigkeit bemerkt der Hundehalter einen schleimigen transparenten Ausfluss an der Vulva.  
  • Manche Hündinnen verlieren etwas Fell an den Zitzen. 

Zweite Trächtigkeits-Hälfte

  • In der zweiten Trächtigkeits-Phase steigert sich der Appetit der Hündin. In dieser körperlich sehr anstrengenden Phase ist ein erhöhter Nährstoff-Bedarf vorhanden – kein Wunder, denn die Föten wachsen immer mehr heran. Hier ist der Hundehalter gefragt, der spezielles nährstoffreiches Futter für tragende Hündinnen bereitstellt. 
  • Mit dem Beginn der fünften Woche nimmt die Hündin deutlich an Gewicht zu. Jetzt ist nicht nur die Trächtigkeit am Verhalten zu erkennen, sondern auch deutlich am äußeren Erscheinungs-Bild. 
  • Ab dem 45. Tag kann der Tierarzt erneut aufgesucht werden, um sich einen Überblick über die Anzahl der heranwachsenden Welpen zu verschaffen. Mittels Röntgen-Bild sieht der Veterinär, wie viele Föten die Hündin austrägt. Diese haben mittlerweile ein Skelett entwickelt. Anhand dessen kann der Veterinär die Anzahl bestimmen. 
  • Kurze Zeit vor der Geburt zeigen sich deutlich die Schwellungen am Gesäuge. Nun beginnt die Milchproduktion. Auch kleine Milch-Tropfen sind ein eindeutiges Zeichen, dass es nicht mehr allzu lange dauert. 
  • Steht die Geburt in ein paar Tagen an, zeigt die Hündin ein „Nestbau-Verhalten“. Die Wurfkiste, die die Hundehalter schon einige Wochen vorher platziert haben, wird nun öfter aufgesucht. Mit Kleidungsstücken, Handtüchern und Ähnlichem was im Zuhause auffindbar ist, wird das Plätzchen „eingerichtet“. 

Die Stunden vor der Geburt

Wenn es sich nur noch um Augenblicke handelt, bis die kleinen Welpen zur Welt kommen, sind folgende Merkmale zu beobachten: 

  • Unruhiges, nervöses Verhalten
  • Hecheln
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Ablecken der Vulva
  • Aufsuchen der Wurfbox
  • Scharren auf dem Boden
  • Appetitlosigkeit

Die Anzeichen einer bevorstehenden Geburt sind ziemlich eindeutig. Um sich dennoch zu vergewissern, kann ab dem 50. Tag mit Hilfe eines Thermometers die Körper-Temperatur gemessen werden. Die Temperatur sinkt um circa 2 Grad Celsius – 24 Stunden vor der Geburt.

Wie lange sind Hunde schwanger – Unterstützung vom Hundehalter und Tierarzt

Grundsätzlich läuft eine Trächtigkeit bei einer Hündin recht problemlos ab. Gleichwohl ist es wichtig, die werdende Hunde-Mutter in dieser Zeit zu unterstützen. Qualitativ hochwertiges Futter und eine warme und ruhig gelegene Wurfbox helfen der Hündin während der kräftezehrenden Zeit. Regelmäßige Check-Ups beim Tierarzt dienen dazu, dass mögliche Komplikationen rechtzeitig erkannt werden.  
Falls die Geburt nicht reibungslos verläuft und die Hündin sichtbar leidet, muss ein Tierarzt einspringen. Hier ist darauf zu achten, im Voraus einen Veterinär aufzusuchen, der erfahren mit Geburten ist und Hausbesuche macht. Auch wenn Mutter Natur vieles von alleine regelt – Mensch und Hund können mit dieser Herausforderung zu einem echten Dream Team werden. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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