🐶 Unsere Hunde in der Corona-Zeit

Werbung

„Fliegende Zecke": Hirschlausfliege auch für Hunde gefährlich

Hirschlausfliege

Die Hirschlausfliege kann gefährliche Bakterien übertragen

© Shutterstock

Ob Zecken, Flöhe oder Würmer: Die meisten Parasiten sind Hundehaltern ein Begriff. Anders sieht es mit der Hirschlausfliege aus. Aber was hat es mit dem unbekannten Parasiten auf sich? Warum die Hirschlausfliege den Spitznamen fliegende Zecke trägt und was Sie über den Parasiten wissen sollten, erfahren Sie in unserer Übersicht.

von Kristin Barling

am 08.02.21, 16:06 aktualisiert

Was ist eine Hirschlausfliege?

Die Hirschlaus gehört zu den Fliegen und ist rund fünf bis sechs Millimeter groß. Sie lebt in waldigen Gebieten und sieht auf den ersten Blick einer kleinen Fliege sehr ähnlich. Doch der Parasit ernährt sich ähnlich wie eine Zecke vom Blut eines Wirtes. Normalerweise befällt die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) Hirsche, Wildschweine oder andere Waldbewohner. Doch auch Hunde und sogar Menschen können von dem fliegenden Plagegeist gestochen werden.

Ist der Biss der Hirschlausfliege für den Hund gefährlich?

Die Besonderheit der Hirschlausfliege im Vergleich zu Mücken oder anderen fliegenden Blutsaugern: Der Parasit wirft die Flügel ab, sobald er auf dem Körper des Opfers gelandet ist. So kann sich das Tier noch schneller auf der Haut des Hundes fortbewegen. Der Biss selbst dauert rund 15 bis 20 Minuten und ist sehr schmerzhaft. Bleibt sie unentdeckt, nistet sich die Hirschlaus bis zu ein Jahr lang auf dem Wirt ein und vermehrt sich dort.

Mit ihrem Biss kann die Hirschlausfliege das gefährliche Bakterium „Bartonella schoenbuchensis“ übertragen. Bei einer Infektion kommt es zu einer Reihe von schmerzhaften Symptomen.

Hirschlausfliege aus menschlicher Haut © Shutterstock

Hirschlausfliege beim Hund: Symptome erkennen

Die Stiche der Hirschlaus sind für Hunde ausgesprochen schmerzhaft. Ein erstes Symptom sind daher große Unruhe und ruckartige Bewegungen. Der Hund versucht, das Tier wegzukratzen oder beginnt sich panisch zu putzen. Der Stich selbst kann sich schnell entzünden. In Folge einer unentdeckten Entzündung kann es zu weiteren Symptomen kommen, zum Beispiel Fieber oder allgemeines Unwohlsein.

Hirschlausfliege beim Hund: richtige Behandlung

Aufgrund ihrer Größe ist es häufig gar nicht so einfach, die Hirschlaus auf dem Hund zu entdecken. Vor allem bei langhaarigen Hunden und Vierbeinern mit sehr dichtem Fell bleibt der Parasit häufig unentdeckt. Am besten kämmen Sie Ihren Hund gründlich, wenn er nach dem Waldspaziergang ein auffälliges Verhalten zeigt. Auch eine Dusche kann helfen, um die Hirschlaus vom Körper abzuspülen.

Wenn sich der Parasit bereits festgebissen hat, suchen Sie am besten den Tierarzt auf.

Der Tierarzt kann den Parasiten entfernen und die Stichwunde behandeln. Liegt eine Entzündung vor, können Schmerzmittel, Antiallergika und entzündungslindernde Medikamente Abhilfe verschaffen. Auch vorsichtiges Kühlen des Stiches lindert die Schmerzen und lässt die Haut abschwellen.

Hirschlausfliege beim Hund vorbeugen

Der fliegende Parasit ist vor allem von Juli bis Oktober in Wäldern unterwegs. Wenn Sie vermuten, dass in Ihrer Region viele Hirschläuse unterwegs sind, meiden Sie das Gebiet und suchen Sie sich in den Sommermonaten eine andere Spazierroute. Um Ihren Hund zu schützen, können Sie Floh-Sprays oder Spot-On-Präparate verwenden. Viele Produkte, die gegen Plagegeister wie Zecken und Flöhe wirken, schützen Ihren vierbeinigen Freund auch vor der Hirschlausfliege.