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Insektenhundefutter: Eine umweltfreundliche Alternative im Hundenapf?

Hund sieht Käfer an advice
© Shutterstock

Insekten im Hundefutter? Bei dem Gedanken mag es den einen oder anderen vor Ekel schütteln. Doch was im ersten Moment befremdlich klingt, ist längst Realität geworden. Zahlreiche Futterunternehmen bieten es schon an: Hundefutter mit Insektenprotein. Doch was hat es damit auf sich und lohnt es sich, das neuartige Futter auszuprobieren? Wir räumen mit den Vorurteilen auf und erklären Ihnen alle Vor- und Nachteile von Insektenhundefutter.

von Kristin Barling

Insekten-Hundefutter in Kürze

  • Hunde essen deutlich mehr Fleisch als Menschen und haben somit eine schlechte Ökobilanz im Hinblick auf die Entstehung von Treibhausgasen
  • Hundefutter aus Insekten verspricht eine bessere Ökobilanz durch weniger Wasserverbrauch und weniger Fleischverbrauch
  • Insektenprotein ist sehr gut verträglich und daher insbesondere für sensible Hunde geeignet

Warum ist Hundefutter aus Insektenproein gut für die Umwelt?

Viele Menschen versuchen umweltbewusst zu leben, denken dabei aber gar nicht an die Ökobilanz des eigenen Haustiers. Hunde verzehren deutlich mehr Fleisch als die meisten Menschen und tragen so zur CO2-Belastung der Umwelt bei.

Hund sieht Käfer an
Hunde, die Insekten fressen, haben eine deutlich bessere Umweltbilanz
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Durch eine Umstellung der Hundeernährung lässt sich das ändern – das versprechen zumindest die Hersteller von Insektenhundefutter. Durch die Fütterung von Insekten statt Rind und Co. soll die Ökobilanz des Hundes verbessert und die Fellnase trotzdem mit ausreichend lebenswichtigen Proteinen und Nährstoffen versorgt werden.

Insekten gelten als nachhaltige Eiweißlieferanten mit hervorragender Ökobilanz, denn um Insektenprotein zu gewinnen ist deutlich weniger Energie notwendig als beispielsweise bei Rindern.

Woraus besteht Hundefutter aus Insekten?

Insektenfutter klingt zunächst nach krabbelnden Käfern. Tatsächlich besteht das Futter aber in der Regel aus Larven, zum Beispiel Larven der schwarzen Soldatenfliege (Hermetia Illucens). Die Larven werden für die Herstellung gezüchtet und anschließend weiterverarbeitet. Sie gelten als sehr gut verträglich, sodass das Insektenhundefutter auch für sensible Hunde und Hunde mit Futterunverträglichkeiten bestens geeignet ist.

Durch den hohen Eiweißgehalt des Insektenhundefutters wird der Hund genauso gut mit hochwertigen Proteinen versorgt wie bei herkömmlichem Hundefutter.
Insekten auf Teller
Insektenfutter besteht in der Regel aus Larven
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Welche Nachteile hat Insekten-Hundefutter?

Trotz der vielen Vorteile hat das Insektenhundefutter aus Larven noch einige Nachteile. Die Auswahl auf dem Markt ist bislang sehr überschaubar, sodass es schwer wird, dem Hund Abwechslung beim Futter zu bieten. Vor allem die Futtersorten, deren Hauptbestandteil Insekten sind, sind bisher rar gesät. Viele Sorten enthalten lediglich einen kleinen Anteil Insektenprotein und sind dafür vergleichsweise teuer.

Nassfutter und Trockenfutter bei DM und Co.

Bis vor kurzem war Insektenhundefutter in Deutschland noch gänzlich unbekannt. Unternehmen wie Otfrieda haben das geändert, denn sie stellen ausschließlich Hundefutter auf Insektenbasis her. Das Trockenfutter mit 30% Insektengehalt kostet rund 7 Euro pro Kilogramm, das Nassfutter mit ganzen 50% Insektenanteil liegt mit einem Kilopreis von 8 Euro etwas darüber.

Hund sieht Raupe an
Insektenfutter wird auch in Deutschland immer bekannter
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Auch andere Hersteller bieten Futter aus Insekten an, wobei der Insektenanteil stark varriiert. Das Insektentrockenfutter von Green Petfood ist unter anderem im Drogeriemarkt dm erhältlich. Es enthält 10 Prozent Insekten und kostet 6 Euro pro Kilogramm.

Ein größeres Sortiment Nass- und Trockenfutter mit hohem Anteil an Insektenprotein sowie Leckerlis aus Insekten bietet Bellfor an.

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Von Kristin Barling, Haustierbedarf- und Lifestyle-Expertin