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Ihr Golden Retriever war immer für Frieda da: Wegen Corona droht jetzt das Schlimmste

Die 19-jährige Frieda Krieger aus Köln und ihr Assistenzhund Fellow vom Verein VITA sind ein unschlagbares Team. Doch jetzt könnte die Coronakrise alles zerstören - nicht nur für sie, sondern auch für alle anderen Menschen, denen noch geholfen werden kann. Denn den Verein VITA Assitenzhunde trifft die Krise besonders hart.

von Nina Brandtner , 23.04.2020

Frieda, du und Fellow seid ein tolles Team. Wie lange lebt er schon bei dir?

Schon fast elf Jahre.

Wie ist dein Assistenzhund zu dir gekommen?

Ich war neun Jahre alt, als wir den Verein VITA Assitenzhunde auf einer Messe kennengelernt haben. Meine Mutter hat den Bewerberbogen ausgefüllt und wir kamen in das engere Auswahlverfahren bevor es dann hieß, es gibt einen passenden Hund für mich.

Ich habe Fellow zum ersten Mal als Welpen gesehen. Die Hunde werden aber erst vermittelt, wenn sie zwei Jahre alt sind. Dazu muss man sagen, dass ich früher extreme Angst vor Hunden und anderen Tieren hatte.

Wamiz-Ratgeber: Assistenzhunde

Jetzt ist die Angst aber weg.

Ja, spätestens seit dem Matching. Da treffen die Hunde, die zur Auswahl stehen, auf die Menschen. Wir sagen immer, der Hund sucht sich den Menschen aus. Es ist nicht so, dass ich hingehen kann und sagen: Den Hund möchte ich. Tatjana Kreilder, die Gründerin von VITA, schaut erst, wie die Menschen auf die Hunde reagieren und andersrum. So werden die Teams gebildet.

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Wir haben dann 8 Wochen Tag und Nacht im Ausbildungszentrum verbracht. Fellow hat mich und meinen Alltag kennengelernt. Mittlerweile kann ich sagen, das ist das größte Glück, das mir im Leben passiert ist und das möchte ich nicht vermissen.

Wie hat sich dein Leben durch Golden Retriever Fellow verändert?

Der Hund gibt mir so viel. Vor allem für meine Eltern war es eine wahnsinnige Entlastung. Mir ist im Alltag tausend mal was runtergefallen und ich hab immer „Mama” gerufen. Jetzt hab ich einen Hund der es mit einem Schwanzwedeln wieder aufhebt. Ich komme jetzt auch viel öfter mit Menschen ins Gespräch.

Hunderasse: Golden Retriever

Jetzt ist der Hund das Gesprächsthema Nummer Eins und nicht der Rollstuhl. Es fällt mir viel einfacher, mich zu öffnen. Ich bin selbstbewusster und selbstständiger geworden. Ich kann alleine bleiben und weiß, es ist jemand da, wenn etwas ist. Und im Notfall bekommen wir schon alles gemeistert.

Fellow und Frieda
Frieda und ihr Assistenzhund Fellow sind im Alltag ein unschlagbares Team
© Franz Luthe

Wie genau hilft dir dein Assistenzhund im Alltag?

Fellow hebt Sachen auf, die mir runterfallen, und hilft mir beim Ausziehen von Socken oder Jacken. Er kann Hilfe holen, wenn ich wo feststecke und nicht wegkomme, oder kann mir mein Handy bringen. Aber Fellow hat auch im emotionalen Bereich unglaublich viel bewegt. Die Berührungsängste bei den Menschen rücken jetzt in den Hintergrund.

Er ist wie ein Brückenbauer zur Gesellschaft.

Was bedeutet dir der Verein VITA Assistenzhunde?

Ich kann mir mein Leben ohne diesen Verein nicht mehr vorstellen, oder wie sich mein Leben entwickelt hätte, wenn es VITA nicht geben würde. Es ist einfach eine Bereicherung in meinem Leben.

Ich habe Leute kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte und Erfahrungen gesammelt, die ich nie hätte sammeln können. Wenn du merkst, dass du nicht alleine bist, das macht unglaublich viel Mut.

Vita Spenden

Momentan siehst du diese Menschen aber nicht oft.

Leider nein, wir sind freiwilliger Quarantäne, weil wir zur Risikogruppe gehören. Unsere Gesundheit steht gerade im Vordergrund. Aber wenn ich könnte, wäre ich schon drei Mal vor der Tür gestanden. Aber wir versuchen, VITA am Laufen zu halten, es kommt auf die Teamarbeit an. Es wäre so schade, wenn das wegbrechen würde.

Die Coronakrise macht VITA stark zu schaffen.

Viele Sponsoren springen ab, natürlich schrauben sie die Gelder herunter, weil sie nicht sagen können, wie es wirtschaftlich weiter geht. Das Ding ist: Es gibt so viele Organisationen und Vereine, ich möchte uns nicht als die Besten darstellen. Aber wir hätten dieses Jahr eigentlich 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Wir möchten nicht, dass es das letzte Jahr von VITA ist. Wir kämpfen nicht nur für uns, sondern auch für viele weitere Bewerber, die VITA glücklich machen kann.

Frieda und Fellow
Fellow ist nicht nur eine Starke emotionale Stütze, sondern hilft auch mal beim Socken ausziehen
© VITA e.V.

Wer VITA helfen möchte, kann direkt per Onlineformular oder Überweisung an den Verein spenden:

VITA e.V. Assistenzhunde
Deutsche Bank
IBAN: DE63 5007 0024 0301 0915 00
BIC: DEUTDEDBFRA

Mehr Infos zum Verein VITA e.V. Assistenzhunde gibt es hier: