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Kätzchen Odessa
© Tierschutz Siebengebirge / Facebook

Tierschützer retten Katze: Beim Blick in ihr Gesicht gefriert ihnen das Blut in den Adern!

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Als Freiwillige das Kätzchen finden, bietet sich ihnen ein Bild des Grauens: Odessas Gesicht ist so entstellt, dass es aussieht, als würde ein Teil fehlen.

Es ist ein Anblick, den man selbst als erfahrener Tierschützer wohl nie vergessen wird. Als Helfer des Vereins „Tierschutz Siebengebirge“ eine orientierungslose Katze in Bad Honnef (NRW) aufgreifen, ahnen sie nicht, welch grausamen Fund sie gerade gemacht haben.

Als sie das Tier ins Licht drehen und ihm ins Gesicht blicken, stockt ihnen der Atem. Das Bild, das sich ihnen bietet, könnte auch aus einem Horrorfilm stammen!

„Als würde der Unterkiefer fehlen“

Die schwarze Katze, die später den Namen Odessa erhält, befindet sich in einem „erbärmlichen Zustand“. Doch es ist ihr Gesicht, das den Rettern das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ihr Maul ist eine einzige, blutige Masse!

Die Oberlippe ist so massiv geschwollen und entstellt, dass es auf den ersten Blick wirkt, „als würde der Unterkiefer fehlen“, berichtet Tierschützerin Anja K. den Redakteurin der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ . „Es sah wirklich ganz entsetzlich aus.“

Gefangen in Dunkelheit und Stille

Das Martyrium dieser Katze muss unvorstellbar gewesen sein. Denn Odessa ist nicht nur schwer verletzt – sie ist blind und taub. Orientierungslos irrte sie durch die Gegend, unfähig zu sehen, wo sie hintritt, unfähig zu hören, ob Gefahr droht. Sie war gefangen in ihrem eigenen, schmerzenden Körper.

Sofort wird Odessa zum Tierarzt gebracht, schließlich stellen sich auch viele Fragen: Hat hier ein Mensch ihr Gewalt angetan? Ist ein Unfall der Grund für ihren Zustand? Das Blutbild bringt die Wahrheit ans Licht: Es ist eine aggressive Autoimmunerkrankung (eosinophiles Granulom), die ihr Gesicht zerfressen hat.

Eine Seele aus Gold

Doch das wahre Wunder ist nicht die Diagnose, sondern Odessas Wille. Trotz der Schmerzen, trotz der Dunkelheit, zeigt sich die etwa acht Jahre alte Katze als „ganz tapfere Kämpferin“. Seit sie Medikamente bekommt, geht die Schwellung zurück.

Was unter der blutigen Maske zum Vorschein kommt, rührt zu Tränen: eine verschmuste, selbstständige Katze, die ihre Tabletten „ganz lieb“ nimmt und sich trotz ihrer Behinderung bestens zurechtfindet.

Odessa sucht nun Menschen, die nicht auf die Narben ihrer Vergangenheit schauen, sondern ihre „besondere Seele“ erkennen. Ein ruhiges Zuhause, in dem sie nie wieder Schmerzen leiden muss.

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