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Feuerwehrleute in der vereisten Alster
© Mopo.de / Nonstopnews

Albtraum in Hamburg: Winter-Spaziergang an der Alster endet in einer Tragödie

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Von jetzt auf gleich entwickelt sich der Spaziergang am Wasser in die völlig falsche Richtung! Und dann trifft die Frau auch noch eine fatale Entscheidung.

Es sind nur wenige Momente, die an diesem Januartag über Leben und Tod entscheiden. Am Donnerstagnachmittag wird ein idyllischer Spaziergang an der Alster innerhalb von Sekundenbruchteilen zum Albtraum!

In Ohlsdorf spielen sich dramatische Szenen ab, als eine Frau eine Entscheidung trifft, die sie fast das Leben kostet – und die dennoch in einer Tragödie endet.

Gassi-Runde wird zur Tragödie

Im Bereich der Straße „Am Hasenberge“ genießt die Halterin den winterlichen Nachmittag mit ihrem Hund. Gemeinsam stapfen die beiden auf der Gassi-Runde durch den Schnee und lassen sich auch von der klirrenden Kälte nicht beeindrucken.

Doch die scheinbar feste Eisdecke der Alster wird zur tödlichen Falle. Der Hund läuft auf das Eis – ein fataler Fehler! Plötzlich knackt es, die Oberfläche bricht auf und das Tier versinkt im eiskalten, dunklen Wasser.

Ein fataler Reflex

In diesem Moment setzt der Verstand bei der Halterin aus. In ihrem Kopf regiert nur noch die Panik um ihr geliebtes Tier. Statt am Ufer zu bleiben, stürmt die Frau dem Vierbeiner hinterher. Ihre Hoffnung: Sie will ihren Hund greifen, ihn herausziehen.

Doch das Eis kennt keine Gnade. Wenige Meter vom Ufer entfernt bricht auch sie ein. Plötzlich kämpfen Hund und Halterin im Eiswasser gegen die Kälte, die die Muskeln in Sekundenbruchteilen lähmt und den Atem raubt.

Wettlauf gegen die Zeit

Um 16:30 Uhr geht der Notruf ein. Die Feuerwehr Hamburg rückt sofort zum Großeinsatz aus. Als die Retter eintreffen, zählt jeder Augenblick. Mit Leitern schieben sie sich auf das brüchige Eis, gesichert durch Überlebensanzüge.

Tatsächlich schaffen die Einsatzkräfte es, die Frau zu greifen und ans rettende Ufer zu ziehen. Mit einer starken Unterkühlung wird sie sofort ins Krankenhaus gebracht und dort versorgt. Lebensgefahr besteht bei ihr inzwischen zum Glück nicht mehr.

Kein Happy End...

Doch für den treuen vierbeinigen Begleiter der mutigen Hamburgerin gibt es kein Happy End. Während die Sanitäter sich um die Frau kümmern, suchen die Feuerwehrmänner weiter nach dem Hund. Sie scannen das schwarze Loch im Eis, hoffen auf ein Lebenszeichen. Doch das Wasser gibt das Tier nicht mehr frei...

Am frühen Abend müssen die Einsatzkräfte die Suche einstellen. Der Spaziergang am Hasenberge endet mit einem geretteten Leben und einem gebrochenen Herzen.

Frau und Hund brechen auf Alster ein
Das Eis der Alster trug noch nicht (Lina Zavgorodnia / Shutterstock - Symbolbild)
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