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Mann trauert um Katze
© KI / ChatGPT

Mann trauert um tote Katze: Die Reaktion seines Chefs kostet die Firma jetzt 40.000 Euro

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Trotz Attest zwingt sein Chef ihn zur Arbeit und feuert ihn sogar. Jetzt muss die Firma zahlen – doch das Urteil hat einen traurigen Beigeschmack.

Es hätte eine Zeit der Trauer sein sollen, doch es wird ein Spießrutenlauf, der fassungslos macht. Weil ein Kfz-Mechaniker den Tod seiner geliebten Katze nicht verkraftet, meldet er sich bei seinem Arbeitgeber krank.

Doch statt Mitgefühl bekommt er die volle Härte eines Chefs zu spüren, der jedes Maß an Menschlichkeit vermissen lässt. Jetzt, Monate später, hat ein Gericht ein Machtwort gesprochen – doch für den Mitarbeiter kommt jede Gerechtigkeit zu spät.

Tod der Katze trifft den Mann schwer

Der Fall, der aktuell in Finnland für Schlagzeilen sorgt, beginnt mit einem persönlichen Drama. Der Mechaniker muss seine schwer kranke Katze einschläfern lassen. Der Verlust des Tieres wirft ihn psychisch so sehr aus der Bahn, dass ein Arzt ihn offiziell krank schreibt.

Doch das ärztliche Attest ist dem Vorgesetzten offenbar völlig egal. Er akzeptiert die Krankschreibung schlichtweg nicht. Stattdessen bombardiert er den trauernden Angestellten mit Vorwürfen.

„Komm zurück oder kündige selbst“

Er beschwert sich, dass er nun dessen Arbeit erledigen müsse und stellt ein knallhartes Ultimatum: Entweder der Katzenhalter erscheint sofort wieder zur Arbeit oder er soll selbst kündigen.

Der Druck ist so groß, dass der Mann schließlich einknickt und krank zur Arbeit geht. Doch der Psychoterror endet auch da nicht. Schließlich wird er vor die Wahl gestellt: gehen oder gefeuert werden. Das Arbeitsverhältnis endete im Streit.

Firma baute Lügengerüst vor Gericht auf

Der Fall landet vor dem Bezirksgericht Pirkanmaa – und dort zeigt sich der Arbeitgeber von seiner hässlichsten Seite. Um die Kündigung zu rechtfertigen, fährt die Firma schwere Geschütze auf. Man wirft dem Ex-Mitarbeiter unentschuldigtes Fehlen, Drohungen, Beleidigungen im Chat und ständige Arbeitsfehler vor.

Doch das Gericht lässt sich nicht blenden. Die Firma konnte am Ende keinen einzigen Beweis für die angeblichen Verfehlungen oder schriftliche Abmahnungen vorlegen. Das Urteil der Richter ist vernichtend: Die Kündigung war illegal und diskriminierend, da sie auf dem Gesundheitszustand des Mannes basierte.

Die späte Quittung: 40.000 Euro

Die Rechnung für den herzlose Chef ist gesalzen. Schadensersatz, ausstehender Lohn, Entschädigung nach dem Gleichbehandlungsgesetz und Anwaltskosten summieren sich auf über 40.000 Euro. Ein teures Nachspiel für fehlende Empathie.

Da das Berufungsgericht in Turku den Antrag des Arbeitgebers am 15. Januar endgültig abschmetterte, ist das Urteil nun rechtskräftig.

Ein Sieg, den er nicht mehr erlebt

Doch das Happy End hat einen bitteren Beigeschmack, der zu Tränen rührt. Der Kfz-Mechaniker, der so mutig gegen seinen Ex-Chef gekämpft hatte, erlebte seinen Triumph nicht mehr. Er verstarb noch vor der Urteilsverkündung.

Die Entschädigungssumme geht nun an seine Erben. Es ist ein Sieg für die Gerechtigkeit – aber einer, den der Gewinner mit seinem Leben bezahlt hat.

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