Als die Mitarbeiter eines Tierheims in Philadelphia (USA) die Transportbox eines neuen Bewohners untersuchen, wird ihnen schwer ums Herz. Unter dem Kater liegt ein Stück Stoff, das ihm als Decke zu dienen scheint. Es handelt sich jedoch nicht um eine einfache Decke, sondern um den Kapuzenpullover seines Halters.
Der 16-jährige Kater namens Jack wird dem Programm Safety Net Foster der Philadelphia Animal Welfare Society (PAWS) anvertraut. Sein Halter durchlebt gerade eine schwierige Zeit und kann sich für einige Monate nicht um ihn kümmern. Das Ziel ist klar: Die Bindung zwischen dem Mann und seinem Tier soll bis zu ihrem Wiedersehen erhalten bleiben.
Ein Hilferuf
In einem Beitrag auf Facebook startet PAWS einen dringenden Aufruf, um eine Pflegefamilie für Jack zu finden. Der Post erhält mehr als 4.200 Reaktionen und Hunderte von Kommentaren.
„Dieser sensible Kater ist im Tierheim sehr verängstigt und braucht so schnell wie möglich ein Pflegezuhause. Der arme Jack vermisst seinen Halter schrecklich und wir sind sicher, dass es ihm genauso geht. Wenn man genau hinsieht, ist das keine Decke in seiner Box, sondern der Pullover seines Herrchens“, schreibt die Organisation.
Gegenüber Newsweek erläutert Cory Topel, ein Vertreter von PAWS, die Umstände der Trennung. „Wir erhielten einen Anruf von einem Arzt aus einem nahegelegenen Krankenhaus wegen eines Patienten, der dringend medizinische Hilfe benötigte. Seine größte Sorge war nicht seine eigene Gesundheit, sondern Jack allein zurückzulassen. Jack ist eindeutig der Mittelpunkt seiner Welt“, erklärt er.
Eine Lösung, um eine endgültige Trennung zu vermeiden
Anstatt den Halter zu zwingen, sich zwischen seiner Gesundheit und seinem Tier zu entscheiden, nimmt PAWS Jack in sein Programm Safety Net Foster auf. Dieses Programm ist speziell für Krisensituationen konzipiert. Dazu gehören medizinische Notfälle, Wohnprobleme oder vorübergehende familiäre Schwierigkeiten.
Heute ist Jack gut bei einer Pflegefamilie untergebracht, zusammen mit dem Pullover seines Herrchens. Dort wartet er, bis sich die Lage wieder normalisiert und er nach Hause zurückkehren kann.