Es sollte der fröhliche Start in das Jahr 2026 sein. Doch während im Landkreis Starnberg (Bayern) die Sektkorken knallen und der Himmel von Raketen erleuchtet wird, spielt sich auf der B2 bei Alling ein unfassbares Drama ab. Ein brauner Labrador bezahlt die menschliche Lust am Lärm mit seinem Leben...
Für den Hund war die Silvesternacht kein Fest, sondern der pure Horror. Getrieben von panischer Angst vor den explodierenden Feuerwerkskörpern hielt es das Tier nicht mehr zu Hause aus. Orientierungslos rennt der Hund in die Dunkelheit, einfach nur weg von dem schrecklichen Lärm, der ihm in den Ohren wehtut.
Die Halter suchten ihn bereits verzweifelt
Besonders tragisch: Seine Familie bemerkt das Fehlen des geliebten Vierbeiners sofort und reagiert umgehend. Seine Halter rennen nach draußen und suchen hektisch nach dem panischen Labrador, immer wieder laut seinen Namen rufend.
Alle hofften, den geliebten Vierbeiner irgendwo zitternd in einem Gebüsch zu finden und sicher nach Hause zu bringen. Doch das Schicksal ist schneller.
Todesfalle Bundesstraße
Zwischen den Ausfahrten Wagelsried und Hoflach bei Alling endet die Flucht des Labradors auf fatale Weise. Ein 75-jähriger Autofahrer, der gerade auf der B2 in Richtung München unterwegs ist, hat nicht den Hauch einer Chance.
Der dunkelbraune Hund läuft unvermittelt und völlig kopflos auf die Fahrbahn. Es kommt zum Zusammenstoß.

Tragischer Start ins neue Jahr
Als die Polizei eintrifft, gibt es keine Chance auf Rettung mehr. „Dem Hund konnte bedauerlicherweise nicht mehr geholfen werden“, heißt es im nüchternen Bericht der Beamten.
Für den Fahrer blieb der Schock, das Auto hat „nur“ einen Blechschaden – doch für die Familie des Labradors beginnt das Jahr 2026 mit einem gebrochenen Herzen. Ihr Hund ist ein weiteres, trauriges Opfer des Silvester-Wahnsinns in Deutschland geworden.
Trauer und harte Vorwürfe
Die Nachricht vom Tod des Labradors löste in den sozialen Netzwerken sofort eine emotionale Lawine aus – doch die Reaktionen sind gespalten. Während die Mehrheit der Facebook-Nutzer mit weinenden Emojis ihr Beileid bekundet und wütend ein Böllerverbot fordert („Wie viele Tiere müssen noch sterben?“), mischen sich auch kalte Schuldzuweisungen in die Kommentarspalten.
Einige Nutzer werfen den Haltern vor, ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben. „An Silvester muss ein Hund so gesichert sein, dass er nicht wegrennen kann“, lauten die kritischen Stimmen. Andere fragen vorwurfsvoll: „Wie konnte er überhaupt ausbüxen? Habt ihr nicht aufgepasst?“
Für die trauernde Familie, die ihren Liebling gerade erst verloren hat, dürften diese harten Diskussionen und Vorwürfe der zweite Schock nach der Todesnachricht sein.