Als am 17. Februar am Frankfurter Flughafen eine Passagiermaschine aus der Dominikanischen Republik landet, ahnt noch niemand, was sich hier gleich für eine spektakuläre Geschichte ereignen wird.
Wenig später rollen Hunderte Gepäckstücke über die Förderbänder, vorbei an den Passagieren, die ungeduldig auf ihre Koffer warten. Darunter befindet sich auch ein 61-jähriger französischer Passagier. Was der Mann da noch nicht ahnt: Er hat seine Rechnung ohne den feinen Instinkt von Zoll-Spürhund Zlat gemacht.
Spürhund schlägt bei 3 Koffern an
Zlat patrouilliert hochkonzentriert zwischen den wartenden Passagieren umher. Der Hund schnüffelt mal interessiert hier, mal dort. Aber noch ist er entspannt, doch dann… Plötzlich verändert sich seine Körpersprache!
Zlat schlägt an – unmissverständlich. Und er tut es nicht nur bei einem Gepäckstück, sondern verharrt gleich bei drei massiven Koffern. Die Anspannung bei den anwesenden Zollbeamten steigt schlagartig an. Sie isolieren das Gepäck und bereiten die Öffnung vor.
Kein doppeltes Bodenspiel
Als die Beamten die Koffer des 61-Jährigen schließlich öffnen, stockt ihnen der Atem. Darin verbirgt sich kein raffiniertes Versteck, kein aufwendig konstruierter doppelter Boden, der die Fracht auf den ersten Blick tarnen soll.
Diese Dreistigkeit verschlägt den Zollbeamten den Atem. Insgesamt 76 einzeln mit Klebeband umwickelte Blöcke liegen vor ihnen aufgereiht. Der Inhalt: 83 Kilogramm Kokain.
Ein Millionen-Fund der Extraklasse
Mit einem Schlag hat der Spürhund einen illegalen Drogen-Transport mit einem gigantischen Straßenverkaufswert von unfassbaren 5,7 Millionen Euro gestoppt. Selbst für die erfahrenen Kontrolleure ist das ein absoluter Ausnahmefall.
Eine Sprecherin des Hauptzollamts Frankfurt macht die Dimension deutlich: „Dies ist ein besonderer Aufgriff für den Transportweg Reisekoffer.“ Zwar finde man häufiger mehrere Kilos in besonderen Verstecken, diesmal sei es aber „eine nicht alltägliche, sehr beachtliche Menge an Kokain.“
Für den 61-jährigen Passagier endet die Reise damit abrupt. Er wird noch an Ort und Stelle direkt am Flughafen festgenommen. Das erhoffte Millionen-Geschäft ist geplatzt – gestoppt durch die unbestechliche Nase eines cleveren Hundes.