Weg durch ein Waldstück
© Zoran Milosavljevic / Shutterstock (Symbolbild)

Kein Impfstoff, keine Heilung: Heimtückischer Erreger lässt tausende Hundehalter gerade zittern!

von Stefanie Gräf

Es beginnt mit Juckreiz und endet im Drama - vor diesem grausamen Erreger gibt es für Hunde keine Rettung! Die Infektion verläuft ausnahmslos tödlich.

Dichte Wälder, saftig grüner Boden, das fröhliche Hecheln des geliebten Vierbeiners an der Seite: Eigentlich ist der gemeinsame Spaziergang im Wald die schönste Zeit des Tages für Mensch und Tier. Doch genau in dieser vermeintlichen Idylle lauert jetzt der Tod. Ein lautloser, unsichtbarer Killer treibt sein Unwesen, und er ist insbesondere für Hunde brandgefährlich!

Der jüngste, hochgradig alarmierende Fall ereignete sich im Süden des Heidelberger Stadtwaldes nahe dem Königstuhl (Baden-Württemberg). Doch die Nachricht, die Experten jetzt veröffentlichen mussten, sorgt weit über die Region hinaus für Angst unter Tierfreunden. Denn die Gefahr ist nicht nur unsichtbar, sie ist auch absolut unbarmherzig.

Tödliche Gefahr für Hunde!

Ein mit der "Aujeszkyschen Krankeit" infiziertes Wildschwein wurde dort jetzt im Wald gefunden. Während die auch als "Pseudowut" bekannte Erkrankung bei Schweinen eher mild verläuft und auch für Menschen ungefährlich ist, hat eine Infektion für Hunde dramatische Folgen. 

Bei Haustieren schlägt der Erreger mit voller, tödlicher Härte zu. Der tierische Körper hat keinerlei Abwehrmechanismen gegen diesen Feind und es gibt keine Medizin, kein rettendes Gegenmittel.

Pseudowut in BaWü aufgetreten

Was die Pseudowut im Körper anstellt, liest sich wie das Drehbuch eines medizinischen Thrillers. Hat der Hund den Erreger erst einmal über die Nase oder das Maul aufgenommen, wandert dieser in Rekordzeit direkt in das Nervensystem.

Innerhalb von nur zwei bis neun Tagen beginnt eine grausame, erschütternde Verwandlung des Tieres. Die Anzeichen erinnern fatal an die gefürchtete Tollwut:

  • Der Hund wirkt plötzlich extrem abgeschlagen und völlig wesensverändert.

  • Ein unstillbarer, rasender Juckreiz quält das Tier.

  • Schluckprobleme, heftiges Erbrechen, unkontrolliertes Speicheln und schmerzhafte Krämpfe 

  • In vielen Fällen schlägt die Verzweiflung des leidenden Tieres in pure Aggressivität um.

Es ist ein qualvoller Kampf, den kein Hund gewinnen kann.

Die Leine als einzige Lebensversicherung

Doch wie schnappt die tödliche Falle im Wald überhaupt zu? Die Experten geben eine vorsichtige Entwarnung für normale Wege: Ein einfaches Wälzen in der Erde oder das Schnüffeln am Wegesrand reicht meistens nicht aus. Die Gefahr lauert abseits der Pfade im dichten Dickicht.

Die Übertragung passiert vor allem durch den direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder beim Verzehr von rohem Fleisch und Organen. Die größte Bedrohung sind im Unterholz versteckte, tote Wildschweine. Stöbert ein freilaufender Hund ein solches Tier auf und kommt ihm zu nahe, ist die unsichtbare Falle bereits zugeschnappt.

Aus diesem Grund gibt es jetzt einen dringenden Appell: Wer in den betroffenen Wäldern unterwegs ist, sollte seinen Liebling ab jetzt konsequent an die Leine nehmen. Wenn man diese Regel befolgt, ist das Risiko laut den Experten minimal. Die Leine ist im Moment die einzige, sichere Lebensversicherung gegen den Pseudowut-Erreger.

Zudem gilt: Wer beim Spaziergang ein totes Wildschwein entdeckt, sollte sofort ausreichend Abstand halten, es auf keinen Fall berühren und den Fund umgehend mit genauer Ortsangabe den zuständigen Behörden melden. Nur so lässt sich verhindern, dass die Erkrankung noch weitere unschuldige Opfer fordert.

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