Alles beginnt, als eine Nachbarin von MJ Gray auf einem Parkplatz in Los Angeles, Kalifornien, eine Frau in ihrem Auto sitzen sieht. Ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass hier etwas definitiv nicht stimmt. Die Unbekannte hält eine einfache Papiertüte in den Händen und scheint verzweifelt nach jemandem zu suchen, der den mysteriösen Inhalt haben will.
MJs Nachbarin braucht nur einen kurzen Blick hineinzuwerfen, dann ist ihr klar: Die Angelegenheit ist dringlich! Also reagiert sie ohne Zögern und nimmt die Papiertüte mit.
Tüte mit speziellem Inhalt
Kurz darauf verbreitet die Frau eine Nachricht in der Nachbarschaftsgruppe: „Wer kann helfen?“ Denn in der Papiertüte befand sich ein hilfloser Welpe! Und nun braucht der Kleine dringend jemanden, der sich um ihn kümmert. Das Hundebaby ist zu dem Zeitpunkt so jung, dass er noch nicht einmal feste Nahrung zu sich nehmen kann.
Die Frau im Auto hatte auf dem Parkplatz verzweifelt versucht, den Winling zu verschenken. Warum sie ihn nicht haben wollte und warum er so jung von seiner Mutter getrennt wurde, ist nicht bekannt. Die Frau war der englischen Sprache nicht genug mächtig, um etwas zu erklären.
„Er ist ungefähr vier Wochen alt“, erklärte Gray später in einem TikTok-Video, das inzwischen viral gegangen ist. „Ich habe ihm Welpenformula besorgt und füttere ihn mit einer Babyflasche.“
Ein vorübergehendes Zuhause mit viel Liebe
Obwohl Gray nicht vorhatte, einen weiteren Hund – und schon gar nicht einen so jungen Welpen – zu adoptieren, weiß sie, dass sie handeln muss. Sie nimmt das kleine Kerlchen, das sie „Cosmo“ tauft, zu sich. Und MJ beginnt, sich rund um die Uhr um ihn zu kümmern.
„Ich bin noch nicht bereit für einen weiteren Hund, besonders nicht für einen Welpen in diesem Alter“, erklärte sie in ihrem Video. „Aber ich werde mich um ihn kümmern, bis wir ein perfektes Zuhause für ihn finden.“
Die Geschichte nimmt schließlich eine weitere positive Wendung, als eine örtliche Hundepension ein Angebot macht. Dort will man Cosmo tagsüber betreuen, während Gray arbeitet.
Soziale Medien als Rettungsanker
Durch ihre TikTok-Videos erreichte Grays Hilferuf Hunderttausende Menschen. Über 362.500 Aufrufe und 35.500 Likes später hat Cosmo nun sogar eine Warteliste von potenziellen Adoptivfamilien.
„Cosmos Geschichte ist traurig, und ich wünschte, er hätte länger bei seiner Mutter bleiben können“, sagt Gray im Gespräch mit Newsweek. „Aber ich bin dankbar, dass die Frau versucht hat, jemanden zu finden, der ihm das Leben geben kann, das er verdient.“