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Unerträglich: Deutsches Urlaubsparadies schläfert Hunde ein, damit Touristen nicht gestört werden

Hunde auf Mauritius © Twitter - PeTa

Die Regierung einer Trauminsel lässt streunende Hunde töten, um die Straßen zu säubern. Die Bilder gehen um die Welt.

von Anna Katharina Müller, 19.06.2019

Ein großer Teil der Menschheit weiß, dass Tierquälerei weltweit ein großes Problem ist. Tierschutzverbände beschäftigen sich täglich mit diesem Thema und versuchen, das Bewusstsein zu schärfen, z.B. über die Bedeutung der Sterilisation zur Vermeidung von Nachwuchs. Es gibt aber auch Orte, an denen man zu grausamen Maßnahmen greift, wie beispielsweise auf Mauritius: Dort werden streunende Hunde eingeschläfert, damit sie Touristen nicht stören.

Mauritius beseitigt streunende Hunde

Leider ist dies nicht das erste Mal, dass dies geschieht. Man erinnere sich nur einmal an die Debatte um die Straßenhunde zur Weltmeisterschaft in Russland: Die russische Regierung hat eine große Menge streunender Hunde getötet, um den Touristen ein gutes Image zu propagieren.

Auf Mauritius finanziert selbst die Regierung einige Tierheime, um Straßenhunde zu töten. Die Insel ist ein Touristenmagnet, vor allem für europäische Touristen. Allein im Jahr 2018 kamen 1,3 Millionen Touristen auf die Insel, darunter auch 132.000 Deutsche. Die Hunde stellen eine Belästigung für die Touristen dar und daher will man sie loswerden.

Chlor und Bleichmittel zur Tötung von Hunden

Die Nachricht verbreitet sich weltweit wie ein Lauffeuer. Im Internet kursieren zahlreiche Videos und Fotos, in denen zu sehen ist, wie sich die Tierheime von Mauritius verhalten. Streunende Hunde werden mit Chlor und anderen Reinigungsmitteln eingeschläfert. So ist die Tötung der Tiere sehr kostengünstig.

Der Tod dieser Hunde ist langsam und schmerzhaft. Das Schlimmste daran ist, dass die Leute oft nicht darauf warten, dass der Hund tot ist und ihn lebendig begraben. Mit anderen Worten, sie nehmen nicht nur ihr Recht auf Leben, sondern fügen ihnen auch noch große Qualen zu.

Hunde haben ein Recht auf Leben

Vor etwa vier Jahren haben die Behörden diese schreckliche Praxis verboten, aber leider haben sie sie nun wieder aufgenommen. Früher haben sie Medikamente gehabt, um die Hunde zu töten, aber jetzt benutzen sie Produkte wie Bleichmittel. Dabei sollte man im Hinterkopf haben, dass die UNO das Recht auf Leben von Tieren anerkennt. Dieses Recht wird den Tieren auf der Trauminsel aber verwehrt, weil sie angeblich Touristen "belästigen". Streunende Hunde zu töten, um das Gesicht einer Stadt oder eines Landes zu wahren, ist barbarisch.

Es wäre viel zivilisierter und ethischer, Gesetze zu erlassen und eine Organisation zu gründen, um nach und nach zu erreichen, dass jeder Hund ein Zuhause hat und nicht auf der Straße leben muss. Diese Anstrengungen nehmen aber leider nur wenige für das Tierwohl in Kauf.