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Krankenversicherung für die Katze: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Katze beim Tierarzt advice
© Shutterstock

Routine-Untersuchungen oder Impfungen der Samtpfote zahlen Katzenhalter zur Not aus eigener Tasche. Doch natürlich kann es passieren, dass die Katze eine längere Behandlung oder gar eine Operation benötigt. Hier schießen die Kosten vielfach in die Höhe. Deshalb ist es sinnvoll, über eine Krankenversicherung für Katzen nachzudenken. 

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • In manchen Fälle ist es sinnvoll, eine Krankenversicherung für eine Katze abzuschließen.
  • Die Höhe der Beiträge hängt vom Alter und Gewicht der Katze ab.
  • Sie sollten vorher kalkulieren, ob sich die Krankenversicherung wirklich lohnt.

Welche Arten von Versicherungen gibt es?

Es gibt für Katzen Krankenversicherungen und OP-Versicherungen.

Krankenversicherung

Krankenversicherungen sind eine Art Vollversicherung. Sie sichern alle notwendigen Behandlungen wie Impfungen oder Wurmkuren ab. Auch chirurgische Eingriffe und Operationen sind enthalten.

OP-Versicherung

Die OP-Versicherung kommt nur für Operationen und die Nachbehandlung auf. Hier sind weniger Leistungen enthalten. Deshalb sind OP-Versicherungen günstiger als Krankenversicherungen.

Krankenversicherung oder OP-Versicherung?

Sie können entscheiden, wie gut Sie Ihren Stubentiger versichern möchten. Es gibt auch Kombinationen, in denen beide Versicherungsarten enthalten sind. Informieren Sie sich umfassen bei den entsprechenden Anbietern.

Welche Leistungen deckt die Versicherung ab?

In der Regel deckt eine Krankenversicherung folgende Bereiche ab:

  • Diagnostik und Behandlung
  • Operationen und entsprechende Nachbehandlungen
  • Alternative Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Akupunktur oder Homöopathie)
  • Medikamente, Verbandsmaterialien
  • Aufenthalt in einer Tierklinik

Welche Anbieter für Tier-Krankenversicherungen gibt es?

Es gibt in Deutschland einige Tier-Krankenkassen. Jede hat verschiedene Angebote, Leistungen und Konditionen. Hier eine Auswahl der größten und wichtigsten Tier-Krankenkassen:

  • Agila
  • Allianz
  • Helvetia
  • Tiergarant
  • Uelzener
  • Petplan
  • Barmenia
  • DEVK
  • LVM

Wann zahlen Krankenkassen und wann nicht?

Normalerweise zahlen Krankenkassen bei:

  • Operationen nach Unfällen
  • Operationen bei Krankheiten
  • Kosten für Heilbehandlungen und Medikamente 

Krankenkassen zahlen oftmals nicht, wenn medizinisch nicht notwendige Operationen durchgeführt werden. Auch wenn der Minitiger schon vor Versicherungsbeginn krank war, kann eine Versicherung die Übernahme der Behandlungskosten ablehnen. Weiterhin sind rassetypische Erkrankungen nicht abgedeckt.

Krankenversicherung für Katzen – Kosten

Eine Krankenversicherung für die Katze kann in ihrem Preis stark schwanken. Dies hängt vom Anbieter, dem Tarif und weiteren Einzelfaktoren ab:

  • Alter der Katze bei Vertragsbeginn
  • Rasse
  • Größe
  • Gewicht
  • Gebührensatz der GOT
  • Vorerkrankungen

Was ist die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)?

Die GOT ist eine Gebührenordnung, die allen Tierärzten bindend vorschreibt, wie Leistungen abzurechnen sind. Es gibt 3 Gebührensätze, die zur Anwendung kommen. Der Tierarzt wägt Schwierigkeit und Zeitaufwand der Behandlung ab. Danach entscheidet er, nach welchem Gebührensatz er abrechnet. Die verschiedenen Krankenkassen bieten jeweils Versicherungsschutz für verschiedene Gebührensätze an. 

Beispiel: Uelzener Krankversicherung für die Katze

Schauen wir uns die genauen Kosten am Beispiel der Uelzener Krankenversicherung an. Sie führte als erste Versicherung die Krankenversicherung für Hunde, Katzen und Pferde in Deutschland ein. Bei der Uelzener können Sie für Ihre Katze eine OP-Versicherung oder eine Krankenversicherung in Kombination mit der OP-Versicherung abschließen. Eine Krankenversicherung ohne die OP-Versicherung ist nicht möglich. 

 

1-facher GOT-Satz

2-facher GOT-Satz

OP-Versicherung

Ca. 6 € pro Monat

Ca. 9 € pro Monat

Krankenversicherung + OP-Versicherung

Ca. 28 € pro Monat

Ca. 35 € pro Monat

Eigenbeteiligung

Viele Tierärzte rechnen mit dem 3-fachen GOT-Satz ab. Die meisten Versicherungen zahlen allerdings nur den 2-fachen Satz. Das bedeutet, dass auf Katzenbesitzer in der Regel Kosten zukommen, die sie selbst tragen müssen.

Gibt es Krankenversicherungen für ältere Katzen?

Bei den meisten Versicherungen können Sie ein Tier ab einem gewissen Alter nicht mehr versichern. Viele Versicherungen nehmen Katzen bis zum zehnten Lebensjahr auf. Es gibt wenige Assekuranzen, die Katzen ungeachtet ihres Alters aufnehmen. Ein wesentlicher Einflussfaktor ist zudem der Gesundheitszustand des Tieres. 

Lohnt sich eine Krankenversicherung für die Katze?

Viele Katzenfreunde haben gute Erfahrungen mit einer Krankenversicherung gemacht. Allerdings ist Vorsicht geboten: Die meisten Versicherungen haben bestimmte Vorgaben und Konditionen, die Sie auf jeden Fall beachten sollte. Es kann nämlich sein, dass die Mieze zwar versichert ist, aber die Kasse eine bestimmte Behandlung gar nicht übernimmt, die Ihnen wichtig ist. Sie müssen die Versicherungsbedingungen  im Einzelfall prüfen und abwägen, ob sich die spezifische Versicherung lohnt. 

So finden Sie die richtige Krankenversicherung

Es ist nicht ganz einfach, sich bei der großen Auswahl an Versicherungsgesellschaften zurechtzufinden. Wenn Sie auf der Suche nach einer sinnvollen Krankenversicherung für Ihren maunzenden Begleiter sind, können Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Überlegen Sie sich, wie Sie Ihre Katze versichern möchten. Brauchen Sie eine Krankenversicherung? Oder nur eine OP-Versicherung?
  • Führen Sie online einen Vergleich von Krankenversicherungen für Katzen durch. Es gibt zum Beispiel eine große Untersuchung der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2016, die sehr nützlich sein könnte.
  • Überprüfen Sie die Gebührensätze.
  • Überprüfen Sie, wie hoch die Selbstbeteiligung ist.
  • Überprüfen Sie den maximalen Erstattungswert.
  • Überprüfen Sie, welche Leistungen übernommen werden und welche ausgeschlossen sind.