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Hilfe, meine Katze will nichts mehr trinken!

Katze mit Wasserglas advice
© Shutterstock

Katzen trinken von Natur aus nur wenig, da sie in freier Wildbahn den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs durch die Nahrung abdecken. Trotzdem ist Wasser für Katzen lebenswichtig. Trinkt die Katze nicht, besteht die Gefahr, dass sie dehydriert. Ob eine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt oder harmlose Ursachen der Grund für das Trinkverhalten des Stubentigers sind, lässt sich meist an den Symptomen erkennen.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Katzen, die Nassfutter fressen, haben einen geringeren Wasserbedarf als Katzen, die sich von Trockenfutter ernähren
  • Freigängerkatzen trinken häufig draußen, zum Beispiel aus Pfützen oder Teichen, und lassen ihren Wassernapf zu Hause unbeachtet
  • Trinkt die Katze gar nicht mehr und zeigt womöglich Symptome einer Dehydrierung, sollte man sie zum Tierarzt bringen und die Ursachen abklären

Daran erkennen Sie, ob ihre Katze nichts oder zu wenig trinkt

Bei Haus- und Wohnungskatzen ohne Freigang lässt sich schnell erkennen, ob die Katze genug trinkt. Bleibt der Wassernapf unberührt und wird auch nach mehreren Tagen nicht leerer, ist dies ein erster Hinweis darauf, dass die Katze nichts trinkt.

Überprüfen Sie, ob die Katze sich anderswo Zugang zu Wasser verschafft und beispielsweise aus Vasen, Gießkannen oder aus der Dusche trinkt.

Bei Freigängern ist es deutlich schwerer herauszufinden, ob das Tier genug trinkt. Daher sollte man beobachten, ob die Katze Anzeichnen einer Dehydrierung aufweist, wenn sie zu Hause ihren Wassernapf nicht anrührt.

Harmlose Ursachen von reduziertem Trinkverhalten bei der Katze

Häufig stecken harmlose Ursachen hinter dem verringerten Wasserkonsum der Katze. Da Katzen generell nur wenig trinken und sich somit stark vom Menschen und auch vom Hund unterscheiden, ist es jedoch wichtig, die Anzeichen richtig zu deuten.

Verringerter Durst durch Nassfutter

Frisst Ihre Katze Nassfutter, deckt sie damit bereits einen Teil ihres Wasserbedarfs. Nassfutter hat einen Flüssigkeitsanteil von bis zu 80 Prozent, Trockenfutter dagegen nur sieben bis zehn Prozent. Dass Katzen, die Nassfutter fressen, weniger trinken, ist somit ganz normal. Es entspricht auch dem natürlichen Verhalten von frei lebenden Wildkatzen. Sie nehmen den Großteil der benötigten Flüssigkeit durch das Fressen von Beutetieren auf und trinken zusätzlich nur wenig Wasser.

Operationen als Ursache für weniger Durst bei der Katze

Nach einer Operation, beispielsweise einer Kastration, erhalten Katzen eine Narkose. Sobald diese abklingt, darf die Samtpfote bald wieder fressen und trinken.

Häufig verweigert die Katze nach einer Operation jedoch Futter oder Wasser.

Dies ist ganz normal, da die Katze möglicherweise durch die Narkose unter Übelkeit leidet. In diesem Fall sollten Sie Geduld haben und die Katze gut beobachten. Trinkt sie auch am nächsten Tag noch nichts, sprechen Sie sicherheitshalber mit dem Tierarzt.

Veränderungen des Umfelds oder der Wasserqualität

Katzen reagieren stark auf Veränderungen jeglicher Art. Veränderungen des gewohnten Umfelds, etwa nach einem Umzug, bedeuten großen Stress für den Stubentiger. Trinkt die Katze in dieser Situation nichts, liegt das vermutlich am Stress. Geben Sie der Katze Zeit, sich an das neue Umfeld zu gewöhnen, und helfen Sie ihr, indem sie ihr ihren gewohnten Wassernapf bereitstellen.

Auch eine Veränderung der Wasserqualität kann sich auf das Trinkverhalten der Katze auswirken. Wird das Wasser gechlort oder riecht für die Katzennase eigenartig, wird es möglicherweise verweigert, ebenso abgestandenes Wasser. In diesem Fall können Sie Ihrer Katze stilles Wasser aus der Flasche geben. Achten Sie immer darauf, ausreichend frisches Wasser zur Verfügung zu stellen. Auch spezielles Katzenwasser ist im Handel erhältlich, das zusätzlich mit wichtigen Zusatzstoffen wie Taurin versetzt wird.

Mangelnde Wasseraufnahme als Symptom für eine Krankheit der Katze

Wenn die Katze nicht trinkt, können auch ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken. Bei vielen Krankheiten verliert die Katze den Appetit und ihren Durst und verweigert Futter und Wasser. In der Folge können weitere Beschwerden entstehen, etwa Nierenerkrankungen (chronische Niereninsuffizienz) und Dehydrierung. Trinkt die Katze über einen längeren Zeitraum nichts oder zeigt sie weitere Symptome, sollten Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen und die Ursachen abklären lassen, bevor es durch den Wassermangel zu Folgeschäden kommt.

Unsere Empfehlung: Das können Sie tun, wenn Ihre Katze zu wenig trinkt

Wenn die Katze nicht trinkt, helfen manchmal schon kleine Tricks, mit denen Sie die Katze zum Trinken animieren. Besonders wirkungsvoll ist ein Trinkbrunnen für Katzen, denn Katzen bevorzugen fließendes Wasser. Insbesondere für Wohnungs- und Hauskatzen ohne Freigang ist die Anschaffung eines Katzenbrunnens daher sinnvoll. Auch der Standort der Wasserquelle ist wichtig. Viele Katzen verweigern Wasser, das zu nah an ihrem Futter steht. Stellen Sie den Wassernapf oder Katzenbrunnen an einen anderen Ort, um das Trinkverhalten der Katze zu fördern. Hilft keine dieser Maßnahmen, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, um auszuschließen, dass eine Erkrankung hinter den Symptomen steckt.