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Mythos Blondi: Wie Hitler seine Schäferhündin inszeniert hat

Adolf Hitler, Eva Braun und Schäferhündin Blondi advice
© Shutterstock

Adolf Hitler, verantwortlich für den Tod von Millionen von Menschen, war nicht nur ein großer Verbrecher. Er war auch ein großer Tierfreund, der seinen Hund über alles liebte. Es handelt sich eine Schäferhündin namens Blondi. Wir haben alle wichtigen Informationen zusammengestellt.

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Adolf Hitler (1889-1945) war deutscher Diktator und zugleich Hundefreund.
  • Er hatte eine Schäferhündin namens Blondi, die Sie auf vielen Fotos und Filmaufnahmen mit Hitler sehen
  • Hitler liebte seine Hündin, sie war aber auch Teil seiner großen Inszenierung.
  • Er nutze das Motiv, um menschlich und nahbar zu erscheinen.
  • Blondi wurde am 30. April 1945 im Führerbunker auf Befehl Hitlers umgebracht.

Adolf Hitler – der Hundeliebhaber

Es gibt unzählige Fotografien und Postkarten, die Adolf Hitler mit seiner Hündin Blondi zeigen. Blondi war eine Schäferhündin, die ihm aus seinem engeren Kreis geschenkt wurde. Sie war nahezu überall an Hitlers Seite. Ob auf Hitlers Berghof auf dem Obersalzberg, im Führerhauptquartier in Berlin, in der Wolfsschanze oder sogar später im Führerbunker. Hitler nahm Blondi überall hin mit. Zeitzeugen berichten, dass Hitler Blondi sehr liebte und gern mit ihr spielte. Hitlers Sekretärin Traudl Junge erinnerte sich, dass es für ihn die größte Entspannung war, sich mit Blondi zu beschäftigen.

Hitlers Hund – Teil der Inszenierung

Hitler war ein Meister der Inszenierung. Und natürlich war er sich der Wirkung, die seine Freundschaft mit Blondi auf das Volk hatte, vollends bewusst. Er setzte Blondi ganz gezielt ein, um seine menschliche und emotionale Seite zu präsentieren. Immer wieder ließ er sich ganz bewusst mit ihr fotografieren. Der Führer mit seinem vierbeinigen Freund war ein beliebtes Postkartenmotiv der Deutschen. Hitler hatte aber auch schon vor seiner Machtergreifung verstanden, dass die Inszenierung mit Tieren eine ganz bestimmte positive Wirkung hat. Schon 1932 wurde von Hitlers Leibfotografen Heinrich Hoffmann ein Bildband mit dem Titel „Hitler wie ihn keiner kennt“ herausgegeben. Auf dem Schutzumschlag ist Hitler bereits mit einem Schäferhund (noch nicht Blondi) in den Bergen abgebildet.

Ab dem Jahr 1940 lief in den deutschen Kinos zwischen dem Kulturfilm und dem Hauptfilm die „Deutsche Wochenschau“. Hier wurden die Neuigkeiten aus dem Zweiten Weltkrieg verkündet und nationalsozialistische Propaganda verbreitet. Auch in der Deutschen Wochenschau wurde immer wieder Adolf Hitler mit seinem Hund gezeigt. Hierfür verantwortlich war der Kameramann Walter Frentz, der für die Aufnahmen Hitlers zuständig war. Diese Zeitzeugnisse waren sehr beliebt bei den Deutschen.

Blondi – die beste Freundin eines Verbrechers

Es ist schon ein faszinierendes Bild: Der große Menschenhasser und Massenmörder Adolf Hitler spielt lachend mit seiner geliebten Fellnase. Er scheint dabei eine Menge Spaß zu haben und sich sichtlich im Moment zu verlieren. Hunde machen keinen Unterschied. Sie lieben ihren Besitzer bedingungslos.

Zeitzeugen aus dem engeren Kreise Hitlers berichten, er habe seine Blondi intensiv dressiert und abgerichtet. So schreibt der Protokollführer von Hitlers Tischgesprächen Henry Picker, das Blondi fast einer Maschine gleiche. Der Hund gehorchte seinem Herrchen praktisch aufs Wort.

Blondis Tod

Radikal, wie Adolf Hitler war, brachte er nicht nur sich, sondern auch seinen Hund um. Am 30. April 1945 war Berlin eingenommen und der Krieg verloren. Kurz bevor Hitler und seine Frau Eva Braun Suizid begingen, wurde Blondi auf Befehl Hitlers umgebracht. Berichten zufolge wurde sie im Beisein Hitlers vergiftet. Ein unverdient hartes Ende für einen treuen Freund.