Werbung

Husky Buba
© Hunde-Such-Hilfe e.V. / newsflix.at

Wegen eines Möbelstücks fast getötet: Husky tut jetzt etwas, das es noch nie gab

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Ein Möbelstück wurde ihm fast zum Verhängnis. Doch Husky Buba rächt sich genial und tut jetzt etwas, das Rechtsgeschichte schreibt.

Es sind Geräusche, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Durch die dünnen Wände eines Mietshauses im Wiener Ortsteil Favoriten dringen Laute, die wie dumpfe Schläge klingen, gefolgt von einem markerschütternden Wimmern.

Die Nachbarn greifen zum Handy, nehmen die Schmerzensschreie auf und alarmieren den Tierschutzverein „Hunde-Such-Hilfe“. Sie ahnen: Hinter der Nachbarstür spielt sich gerade ein Verbrechen ab. Allerdings wird es ein höchst unerwartetes Nachspiel haben.

Hunde-Martyrium wegen eines Möbelstücks

Als die Polizei und die Tierschützer die Wohnung betreten, bietet sich ihnen ein Bild des Grauens. Buba, ein bildhübscher zweieinhalbjähriger Husky-Rüde, kauert in der Ecke wie ein Häufchen Elend.

Sein Herrchen hat ihn fast totgeprügelt - mit einem Gürtel und mit Tritten. Der Befund der Tierärzte später gleicht einem Horrorfilm: Dem jungen Hund wurden fast alle Zähne ausgeschlagen. In seiner Mundhöhle werden außerdem Teile einer Rasierklinge gefunden, mit der ihm auch die Beine zerschnitten wurden.

Das Motiv für diesen sadistischen Ausbruch? Buba hatte ein Möbelstück angekaut… Was der Halter verschwieg: Er ließ den bewegungsfreudigen Arbeitshund bis zu 14 Stunden täglich allein in der Wohnung eingesperrt! Dass Buba aus Langeweile und Stress etwas zerstörte, war keine Bosheit – es war ein Hilfeschrei.

Die Rettung in letzter Sekunde

Um Buba vor dem Tierheim zu bewahren, greifen die Retter zu einer List. Statt auf eine amtliche Beschlagnahmung zu warten, überreden sie den Täter noch vor Ort, den Hund an den Tierschutzverein zu „verschenken“. Nur so kann Buba sofort in eine erfahrene Pflegestelle und in die Tierklinik gebracht werden.

Und dort kommt er keinen Moment zu früh an, er überlebt nur knapp. Doch die Geschichte endet hier nicht. Buba ist jetzt in Sicherheit, doch für seine Retter steht fest: Diese grausame Behandlung darf man auf keinen Fall auf sich beruhen lassen!

Buba nimmt sich einen Anwalt

Was folgt, ist ein Novum in der österreichischen Rechtsgeschichte. Normalerweise sind Hunde vor dem Gesetz „Sachen“. Doch Buba schlägt zurück – juristisch. Der schwer misshandelte Rüde bekommt einen eigenen Rechtsbeistand. Ein bekannter Wiener Strafverteidiger übernimmt den Fall „pro bono“ – also kostenlos.

„Tierquäler sind eine Gefahr für die Gesellschaft“, sagt der Anwalt im Interview mit newsflix.at. Hinter dieser Äußerung steht er mit Überzeugung, dann seine Kanzlei ist hundefreundlich. Der Plan des Verteidigers ist so kühn wie genial: Er vertritt den Tierschutzverein (Bubas neuen Eigentümer) als Privatbeteiligten im Strafprozess.

Husky verklagt seinen Peiniger

Der Husky fordert Schadenersatz. Die Behandlungskosten liegen bereits bei 4.000 Euro, zwei Zahn-Operationen stehen noch aus. Um das Geld soll sich der Täter nicht herumdrücken können. Doch es geht um mehr als Geld.

Bubas Anwalt will durch Beweisanträge und Fragen im Prozess dafür sorgen, dass das Urteil der Brutalität der Tat gerecht wird. Er will, dass die Justiz nicht wegschaut.

Während der Husky auf seiner Pflegestelle langsam lernt, wieder Vertrauen zu fassen, bereitet sich sein „Team“ auf den Prozess vor. Das Ziel: Der Mann, der ihn wegen eines Möbelstücks fast tötete, soll die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.

Mehr Nachrichten über...

Wie findest du diese Geschichte?

Vielen Dank für das Feedback!

Vielen Dank für das Feedback!

Dein Kommentar:
EInloggen zum Kommentieren
Möchtest du diesen Artikel teilen?