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Katze Mia
© Tierschutzverein Herne Wanne e.V. / Facebook

Familie schiebt Kätzchen ins Tierheim ab: Dort kommt die wahre Katastrophe heraus

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Mia wurde gekauft und nach 24 Stunden ‚entsorgt‘, weil die Kinder keine Lust mehr auf sie hatten. Doch im Tierheim offenbart sich noch etwas viel Schlimmeres.

Dieser Blick geht durch Mark und Bein. Weit aufgerissene Augen, die Pupillen noch groß von der Narkose, die Haltung starr vor Angst. Das erst sechs Monate alte Kätzchen Mia versteht die Welt nicht mehr.

Denn innerhalb von nur 24 Stunden wurde ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt. Und nun wacht die kleine Samtpfote auch noch aus der Narkose für eine schwere Operation auf. Mia lebt. Doch was Ärzte und Pfleger bei ihr feststellen mussten, macht zutiefst betroffen.

„Kinder wollten sie nicht mehr“

Mias Leidensweg beginnt leider typisch für unsere Zeit: ein Klick im Internet, ein schnelles Geschäft. Eine Familie kauft ein Katzenbaby für die Kinder – über eine Kleinanzeige. Doch schon 24 Stunden später ist das „lebende Spielzeug“ für die lieben Kleinen uninteressant geworden.

Ohne lange zu zögern wird Mia darauf im Tierheim Herne-Wanne abgegeben. Die Familie scheut sich nicht einmal, ganz offen und ohne Hemmungen den wahren Grund für die Abgabe preiszugeben: „Die Kinder wollten plötzlich doch keine Katze mehr.“ Mia wird abgeschoben wie ein Kleidungsstück, dass man eine Nummer zu groß gekauft hat.

Das Versteckspiel endet mit einem Schock

Im Tierheim zieht sich Mia zunächst zurück. Sie wirkt scheu, versteckt sich in ihrer Höhle. Die Pfleger halten es für Trauer oder Angst.

Doch als das Kätzchen sich zum ersten Mal traut, frei herumzulaufen, wird den Experten schlagartig klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht! Mia humpelt. Jeder Schritt scheint für sie eine Qual zu sein.

Diagnose: Zertrümmert

Ein sofortiger Transport zum Tierarzt bringt die grausame Wahrheit ans Licht. Das Röntgenbild gleicht einem Beweisfoto für puren Schmerz: Mias Femurkopf (der Oberschenkelknochen) ist zertrümmert.

Die Diagnose bedeutet, dass dieses kleine Tier die ganze letzte Zeit unter entsetzlichen Schmerzen litt! Ob ein Unfall oder Misshandlung die Ursache war, bleibt das dunkle Geheimnis ihrer kurzen Vergangenheit.

Not-OP rettet Mias Zukunft

Es gab keine Alternative: Um Mia ein Leben ohne chronische Qualen zu ermöglichen, musste der zertrümmerte Knochen entfernt werden (Femurkopfresektion). Die OP ist gut verlaufen, doch der Weg zurück ist lang.

Während Mia nun, noch benommen von der Narkose, in eine ungewisse Zukunft blickt, kämpft das Tierheim mit den hohen Kosten der Rettung. Sie bitten die Öffentlichkeit um Hilfe – damit aus Mias Albtraum doch noch ein Leben wird.

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