Es sollte ein glücklicher Moment werden. Ein Paar entdeckt im September 2025 auf einem Online-Portal ein absolut bezauberndes Katzenbaby. Die Fotos sind niedlich, der Kontakt schnell hergestellt.
Doch was als Traum vom neuen Haustier beginnt, entpuppt sich als eine der schlimmsten Tierschutz-Tragödien, die München in den letzten Jahren gesehen hat!
Der Gestank lässt sie handeln
Schon bei der Übergabe des Kätzchens in der Wohnung der Züchter in Milbertshofen schrillen die Alarmglocken bei den Interessenten. Es riecht beißend nach Urin. Das Tier ist ungepflegt, viel zu dünn.
Statt wegzusehen, handeln die Käufer und geben dem Veterinäramt den entscheidenden Hinweis. Sie ahnen nicht, dass sie damit die Tür zu einer „Wohnung des Grauens“ öffnen.
Katzen, wohin man blickt!
Als die Tierschutzinspektion kurz darauf die Wohnung in Milbertshofen betritt, verschlägt es den Ermittlern den Atem. Auf 95 Quadratmetern hausen 28 Katzen. Sie sind überall. Im Wohnzimmer eingepfercht, zwischen Müll und zu wenigen Toiletten. Unkastrierte Kater sorgen für ständigen Nachwuchs und aggressiven Gestank.
Doch das wahre Ausmaß des Leids zeigt sich erst beim genaueren Hinsehen. Besonders die Kleinsten sind gezeichnet. Vier Katzenbabys versuchen zu laufen, doch sie kippen immer wieder um. Sie zittern. Diagnose: schwere neurologische Störungen (Ataxie)…
Ein grausames Indiz für hemmungslose Inzucht. Für diese vier kommt jede Hilfe zu spät – sie müssen erlöst werden.
Polizeieinsatz bringt Eskalation ans Licht
Das Veterinäramt greift durch, verhängt Auflagen. Doch die Münchner Katzenvermehrer machen unbeirrt weiter. Am 29. Januar 2026, Monate nach dem ersten Zugriff, muss die Polizei die Wohnung erneut stürmen.
Das Bild, das sich den Beamten bietet, ist noch schlimmer als beim ersten Mal. Die Zahl der Tiere ist nicht gesunken, sie ist explodiert! 44 Katzen drängen sich nun in den Räumen. Wieder gibt es neugeborene Kitten, wieder schwangere Kätzinnen, wieder missgebildete Föten.
Kampf um jedes Leben
Die Tiere wurden beschlagnahmt und ins Tierheim München gebracht. Dort herrscht Ausnahmezustand. Die Pfleger kämpfen um das Leben von mittlerweile 50 Katzen. Ein Kitten steckte noch im Geburtskanal fest, andere schweben in Lebensgefahr.
Für die Familie aus Milbertshofen gilt nun ein Haltungsverbot. Doch für die überlebenden Katzen, die in diesem Inzucht-Albtraum geboren wurden, wird der Weg in ein normales Leben lang und steinig.