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Tierschützerin trägt verletzten Hund
© Stadtparlament von Saporischschja / Facebook

Der Tod kam um 4:30 Uhr: Putins Drohnen richten Blutbad in ukrainischem Tierheim an

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Die Hunde schlafen gerad friedlich, als die 5-Meter-Drohne einschlägt. In Saporischschja wurden 13 Tierheim-Hunde Opfer eines brutalen Drohnen-Angriffs.

Es ist die Nacht auf Freitag in der südukrainischen Großstadt Saporischschja. In einem örtlichen Tierheim schlafen 20 Hunde friedlich in ihren Boxen. Sie warten auf ein Zuhause, auf Wärme und auf Liebe. Doch stattdessen kommt der Tod aus der Luft. Leise surrend, fünf Meter lang und vollgestopft mit Sprengstoff.

Zwischen Mitternacht und 4:30 Uhr morgens startet die russische Armee eine Welle des Terrors. Dutzende Shahed-136-Kamikaze-Drohnen verdunkeln den Himmel. Eine steuert direkt auf das Tierheim zu. Als sie einschlägt, haben die Vierbeiner nicht einmal den Hauch einer Chance zu fliehen.

Massaker in den Ruinen

Was die Tierschützer nach dem Ende des Luftalarms vorfinden, gleicht einem Albtraum. Wo eben noch Zwinger standen, liegen nur noch Trümmer.

Videoaufnahmen zeigen Helfer, die schockiert durch den Schutt stolpern, auf der Suche nach einem Lebenszeichen der Tiere. Für acht Hunde kommt jede Hilfe zu spät – sie waren sofort tot…

Doch das Drama ist noch nicht vorbei. Fünf weitere Hunde werden schwer verletzt aus dem Inferno gezogen. Ärzte kämpfen in einer Tierklinik verzweifelt um sie. Doch die Verletzungen durch die Putin-Drohne sind zu schwer. Sie sterben auf dem Operationstisch.

„Flauschige Wölkchen“

Die Bilanz dieses sinnlosen Angriffs: 13 tote Hunde. Nur sieben der Tierheimhunde haben überlebt!

Bürgermeisterin Regina Chartschenko findet im ukrainischen Fernsehen emotionale Worte für das Kriegsverbrechen an den Tieren: „Tiere verdienen es nicht, getötet zu werden. Sie verdienen es, in Wärme und Liebe zu leben. Flauschige Wölkchen für alle Vierbeiner, die von Russland getötet wurden.“

Die Wut und die Trauer in der Bevölkerung sind riesig – genau wie die Hilfsbereitschaft. Innerhalb kürzester Zeit spendeten die Menschen in der Ukraine fast 30.000 Euro, um das zerstörte Tierheim wieder aufzubauen. Doch die 13 Leben, die in dieser Nacht ausgelöscht wurden, kann kein Geld der Welt zurückbringen.

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