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Restmülltonne vor einem Mehrfamilienhaus
© Kateryna Skydan / Shutterstock (Symbolbild)

Anwohner wollen nur den Müll rausbringen: Als sie die Tonne öffnen, sind sie fassungslos

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Es sollte nur der schnelle Gang zur Mülltonne sein. Doch als der Anwohner in den Restmüllbehälter blickt, läuft es ihm eiskalt über den Rücken.

11. Januar 2026. Es ist ein eisiger Wintertag in Dessau-Roßlau. Am Wörlitzer Platz, unweit des Bundesumweltamtes, erledigen Anwohner noch eben schnell die tägliche Hausarbeit. Einer von ihnen eilt zur Abfalltonne, um den Müll rauszubringen.

Doch als er den Deckel öffnet, fährt ihm der Schreck in die Glieder. Was er zwischen dem Abfall entdeckt, wird ihn so schnell nicht mehr loslassen. Es ist der Moment, in dem eine banale Alltagshandlung zeigt, zu welchen schrecklichen Dingen manche Menschen fähig sind!

Tragischer Fund in der Mülltonne

Andere Anwohner werden auf den Mann aufmerksam und werfen ebenfalls einen Blick in die Restmülltonne. Normalerweise sieht man darin Müllsäcke, Essensreste. Den üblichen Unrat eben, der in den Haushalten so anfällt.

Doch an diesem Tag liegt zwischen dem Abfall ein Gegenstand, der dort nicht hingehört. Eine Transportbox für Katzen! Und das ist noch nicht alles…

Als die Anwohner vorsichtig in die Box hineinschauen, gefriert ihnen das Blut in den Adern. Die Box ist nicht leer. Darin kauert ein getigerter Kater. Und der Zustand des bedauernswerten Tieres ist einfach erschütternd.

Dem Tode nahe

Die Zeugen finden ein Wesen vor, das „steif, durchgefroren und rappeldünn“ ist, wie das Tierheim Dessau später berichten wird. Außerdem ist die getigerte Samtpfote beinahe komplett ausgetrocknet. Sie hätte nicht mehr viel länger durchgehalten.

Jemand hat dieses arme Kätzchen nicht nur ausgesetzt. Jemand hat es wie Müll weggeworfen und bei Eiseskälte dem sicheren Erfrierungstod überlassen.

Die Jagd nach dem Täter

Die Anwohner reagieren sofort, retten den Kater aus seinem eisigen Gefängnis. Im Tierheim zeigt sich: Trotz des Martyriums ist der kastrierte Kater „sehr lieb“. Doch er hat keinen Chip, keine Marke. Wer ihm das angetan hat, lässt sich so nicht zurückverfolgen.

Per Facebook-Post hofft das Tierheim deshalb, Hinweise zum Kater und seinem Halter zu bekommen. Doch der Post bringt auch noch etwas anderes zutage: Die Wut der Öffentlichkeit ist grenzenlos.

„Dreckschweine! In einer Mülltonne und bei den Temperaturen!“, schreibt ein Nutzer fassungslos. Ein anderer nennt die Tat ein „Armutszeugnis der Menschheit“. Forderungen nach Strafanzeigen und Tierhalteverboten werden laut.

Während der kleine, abgemagerte Kater nun im Warmen um sein Überleben kämpft, bleibt in Dessau die fassungslose Frage zurück: Wer lebt hier mitten unter uns und ist zu solch einer Grausamkeit fähig?

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