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Katze sitzt seit 48 Stunden auf Dachfirst fest
© Feuerwehr Welver / soester-anzeiger.de

Katze schwebt seit 48 Stunden auf dem Dach in Gefahr: Dann hat eine Feuerwehrfrau eine geniale Idee

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Die Zeit läuft unerbittlich ab für die gefangene Katze. Eine herkömmliche Rettung wäre zu gefährlich. Dann zieht eine Feuerwehrfrau etwas aus der Tasche.

Zwei Tage und zwei Nächte lang gibt es keinen Weg zurück für sie: Hoch über den Straßen von Welver, auf dem Dach eines Wohnhauses in der Straße „Zur Grünen Aue“, sitzt eine schwarz-weiße Katze fest. Unter ihr ist nur der steile Abgrund, ein Sturz in die Tiefe könnte verheerende Folgen haben.

Jeder Versuch des Tieres, sich selbst aus der misslichen Lage zu retten, endet durch die schiere Panik vor der Tiefe. Die Kälte und vor allem der quälende Hunger zermürben das Tier zusätzlich. Die Zeit läuft ab – und das setzt auch die Retter extrem unter Druck.

Die Lage droht bei der Rettung zu kippen!

Freitag, der 13. März, 12:24 Uhr. Die Situation spitzt sich zu, als fünf Einsatzkräfte der Einheit 1 anrücken. Für Einsatzleiter Oliver B. ist es eine Premiere – und eine nervenaufreibende noch dazu. Denn als die schwere Leiter ausgefahren wird und sich die uniformierten Helfer Stück für Stück nähern, droht die Lage zu eskalieren.

Die Katze weicht zurück. Sie hat große Angst vor den Fremden und dem lauten Gerät. Ein falscher Schritt, eine zu hastige Bewegung der Retter, und das ohnehin schon verängstigte Tier könnte in Panik geraten und in die Tiefe stürzen!

Der Versuch, die Samtpfote mit einem schnell Griff zu packen, ist insofern keine Option in diesem Fall. Die Feuerwehrleute wissen: Mit roher Kraft oder Schnelligkeit kommen sie jetzt nicht weiter.

Ein Trick bringt die Wende

In diesem kritischen Moment wendet sich das Blatt. Die Retter setzen auf Psychologie – und haben ein Ass im Ärmel. Eine Feuerwehrfrau aus dem Team hat auf dem Weg zum Einsatz eine unkonventionelle Entscheidung getroffen und Katzenfutter von zu Hause mitgebracht.

Es beginnt ein zähes Nervenspiel auf dem Dach. Mit stoischer Geduld und dem verlockenden Geruch der Leckerlis versuchen die Helfer, die Katze aus ihrer Starre zu holen. Zentimeter für Zentimeter locken sie das misstrauische Tier an sich heran. Der Hunger, der die Katze 48 Stunden lang gequält hat, wird nun zu ihrem Lebensretter.

Nach 30 endlos wirkenden Minuten greift die Taktik. Das Tier lässt sich schließlich per Leiter erreichen und sichern. Am Boden wartet bereits die überglückliche Halterin auf die ausgezehrte, aber unversehrte Samtpfote.

Nach zwei Tagen in ständiger Gefahr ist der Albtraum über den Dächern von Welver endlich vorbei.

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