Sprunggelenk von Kater Granini
© Tierheim Bergheim / Instagram

„Wie Tischtennisbälle“!: Erschütternder Fund in NRW lässt allen das Blut in den Adern gefrieren!

von Stefanie Gräf

Die Wahrheit hinter diesem Tier-Fund, der zunächst wie ein undefinierbarer Klumpen wirkt, ist so düster, dass selbst erfahrenen Rettern der Atem stockt...

Wenn erfahrene Retter im Tierheim fassungslos vor einer Transportbox stehen, ist das Schlimmste zu befürchten. Was die Pfleger in Nordrhein-Westfalen vor wenigen Tagen in der Tierklinik Stommeln abholen, sieht auf den ersten Blick gar nicht aus wie ein lebendiges Wesen. 

Es gleicht eher einer kleinen, zerzausten Eule oder einem völlig zerfetzen Sofakissen. So beschreiben es die Tierschützer jedenfalls später in einem Social Media Video. Ein undefinierbarer Klumpen aus Elend und Dreck. Doch in diesem Klumpen schlägt ein fühlendes Herz!

Ein lebender Panzer aus Filz und Schmerz

Die Helfer machen sich am 7. Juni 2026 sofort an die Arbeit, um das gepeinigte Wesen aus seinem Gefängnis zu befreien. Was dann folgt, ist ein stundenlanger Nervenkrieg, ein zäher Kampf um jeden Millimeter Haut. Das Fell des jungen Scottish Fold Katers ist nicht einfach nur ungepflegt – es ist eine einzige, zentimeterdicke Filzplatte!

Mit Schermaschinen bewaffnet arbeiten sich die Pfleger vor. Eine millimetergenaue Tortur am lebenden Körper, die allen Beteiligten alles abverlangt. Nach quälenden zweieinhalb Stunden müssen sie schließlich erst einmal erschöpft eine Pause machen. Die Decke aus Filz ist zu brutal. 

Verwahrloster Kater Granini
Kater Granini wurde extrem verwahrlost gefunden (Tierheim Bergheim / Instagram)

Dolche in den Pfoten und Dornen im Fleisch

Doch schon da offenbart sich das ganze Ausmaß der Grausamkeit. Die Krallen des Katers sind so extrem lang und rund gewachsen, dass sie sich wie Dolche bereits tief in seine eigenen empfindlichen Pfotenballen gebohrt haben! Jeder Millimeter Wachstum bedeutete neuen, schneidenden Schmerz bei jeder noch so kleinen Bewegung für die arme Samtpfote.

Damit nicht genug: Überall in der Haut und dem verfilzten Fell stecken unzählige Grannen – kleine, messerscharfe Pflanzenteile, die sich wie Dornen in sein Fleisch drücken. Wegen dieses Details taufen die Retter den Kater schließlich auf den Namen „Granini“.

Verwahrloster Kater Granini
Graninis Krallen sind bereits eingewachsen (Tierheim Bergheim / Instagram)

Gelenke dick wie Tischtennisbälle!

Doch der absolute Schock-Moment erwartet alle, als die Beine des völlig abgemagerten Stubentigers an der Reihe sind. Als die Pfleger deren Gelenke freilegen, stockt allen der Atem: Die Beingelenke des Katers sind massiv verknöchert und so dick angeschwollen wie Tischtennisbälle!

Die traurige Erkenntnis: Der Kater lebte in einer stummen, permanenten Hölle. Die Rasse Scottish Fold wird zu den sogenannten Qualzuchten gezählt - und Graninis körperliche Deformationen sind der erschütternde Beleg, wie sehr dies zutrifft.

Eigentlich hätte der liebenswerte Kater schon vor Monaten, wenn nicht Jahren, starke Medikamente gebraucht, um ein halbwegs schmerzfreies Leben zu führen. Stattdessen wurde er einfach sich selbst überlassen und zuletzt auch noch wie lästiger Müll entsorgt...

Direkt die nächste Überraschung!

Das Erstaunlichste an diesem Fall ist jedoch die Seele des Opfers. Trotz all der Qualen, die ihm angetan wurden, zeigte Granini bei der Befreiungsaktion eine unfassbare Engelsgeduld, wie die Tierschützer in dem Video ebenfalls berichten. Er ließ die stundenlange Prozedur friedlich über sich ergehen, als würde er spüren, dass seine Peiniger endlich keine Macht mehr über ihn haben.

Kaum von der zentnerschweren Last befreit, wird klar: Granini lebt – und er will leben. Und damit nicht genug, denn wenige Tage später wird ein weiterer Scottish Fold Kater gefunden, der Granini nicht nur zum Verwechseln ähnlich sieht, sondern auch in einem nahezu identischen Verwahrlosungszustand ist!

Im Tierheim Bergheim ist man sich sicher: Bei Kater Nummer 2, der inzwischen Valensino heißt, handelt es sich mit Sicherheit um einen Bruder von Granini. Damit wirft dieser Fall noch mehr Fragen auf als ohnehin schon.

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