Er blickt einen aus großen, treuen Augen an und sieht aus, als könnte er keiner Fliege etwas zuleide tun. Der Schein trügt nicht ganz, aber er hat einen Haken. Der kleine Shih Tzu „ManMan“ sitzt im Tierheim Frankfurt, weil er einen häuslichen Machtkampf verloren hat – und zwar gegen eine Katze.
Es ist das Albtraum-Szenario für jeden Hund: Er kam mit der Samtpfote im Haus nicht zurecht. Die Halter mussten sich entscheiden und ManMan zog den Kürzeren. Während die Katze bleiben durfte, wurde der kleine Rüde eiskalt vor die Tür gesetzt. Nun wartet er hinter Gittern auf eine zweite Chance.
Ein Engel mit einer „roten Linie“
Dabei ist ManMan eigentlich ein Traumhund. Hat er seine anfängliche Schüchternheit erst einmal abgelegt, zeigt er sich verschmust, verspielt und neugierig. Ein echter kleiner Engel auf vier Pfoten. Doch es gibt genau eine Sache, bei der für den wuscheligen Rüden der Spaß aufhört.
„Beim Fressen hört die Freundschaft auf“, warnen die Pfleger. ManMan verteidigt sein Futter und duldet dabei keine Konkurrenz. Er will beim Fressen absolut nicht bedrängt werden.
Gesucht: Ein Schloss für den Einzelprinzen
Aus diesem Grund hat das Tierheim Frankfurt klare Regeln für sein neues Zuhause aufgestellt. Weil ManMan Futterneid zeigt, sollten keine Kleinkinder im Haushalt leben (Kinder ab sechs Jahren mit Hundeerfahrung sind okay). Und – wenig überraschend nach seiner Vorgeschichte – das neue Zuhause muss absolut katzenfrei sein.

ManMan sucht Menschen, die ihn als „Einzelprinzen“ verwöhnen und ihm Sicherheit geben. Er geht für sein Leben gern spazieren und läuft toll an der Leine. Wer diesem kleinen Verlierer zeigen will, dass er doch ein Gewinner ist, sollte sich beim Tierheim Frankfurt melden.