An einem Morgen erregt ein Karton vor der Pennsylvania SPCA (USA) Aufmerksamkeit. Jemand hat ihn draußen bei Minusgraden abgestellt und sorgfältig mit Klebeband verschlossen.
Ein Kunde der Tierheimklinik beobachtet die Szene. Jemand stellt die Kiste ab und entfernt sich schnell. Er alarmiert sofort die Mitarbeiter. Im Inneren kauert eine junge Hündin und blickt die Pfleger besorgt an.
Eine verängstigte Hündin
In dem Karton entdecken die Freiwilligen die etwa neun Monate alte Hündin Tangi. Sie ist extrem gestresst, zittert und speichelt stark. Trotzdem fällt ihr Verhalten dem Team sofort positiv auf.
Trotz ihrer Angst zeigt sich Tangi sehr sanftmütig. Während der tierärztlichen Untersuchung sucht sie ständig Kontakt, schmiegt sich an die Pfleger und sehnt sich nach Aufmerksamkeit. Dieses Verhalten berührt die Mitarbeiter des Tierheims zutiefst.
Laut dem Zettel in der Box drohte ihrem Halter eine Zwangsräumung. Er sah „keine andere Möglichkeit“, als seine Hündin dem Tierheim zu übergeben. So wollte er verhindern, dass sie auf der Straße landet.
Abgabe aus Verzweiflung: Ein wachsendes Problem
Laut Shelter Animals Count werden fast 40 % der Hunde wegen finanzieller Schwierigkeiten oder Wohnungsproblemen in Tierheimen abgegeben. Die Mitarbeiter der Pennsylvania SPCA bestätigen, dass sie regelmäßig mit dieser Realität konfrontiert sind.
„Wir waren erschüttert, sowohl für Tangi als auch für ihren früheren Halter. Sie mussten offensichtlich eine Entscheidung treffen, die sie nicht treffen wollten“, erklärt ein Sprecher des Tierheims gegenüber Newsweek.
Ein Happy End nach einem eiskalten Start
Glücklicherweise endet Tangis Geschichte hier nicht. Nur wenige Tage nach ihrer Ankunft findet die junge Hündin eine Adoptivfamilie. Diese schnelle Lösung erleichtert viele Internetnutzer, die ihre auf Facebook geteilte Geschichte bewegt hat.
Die Mitarbeiter des Tierheims erinnern jedoch daran, dass es extrem gefährlich ist, ein Tier draußen auszusetzen. Das gilt auch bei guten Absichten, besonders bei großer Kälte. Sie ermutigen jeden in Not, direkt ins Tierheim zu kommen und um Hilfe zu bitten.
„Wir sind da, um zu begleiten, zu unterstützen und Lösungen zu finden“, betonen sie. Eine ausgestreckte Hand hätte Tangi ihre ersten Stunden im Tierheim vielleicht erspart. Dann hätte sie diese nicht eingesperrt in einem Karton verbringen müssen.