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Katzenminze: Warum sind unsere Stubentiger so verrückt danach?

Katzenminze advice
© Shutterstock

„Wenn man sie pflanzt, wird sie von Katzen umtanzt.“ So steht es in einem rund 200 Jahre alten Kräuterbuch über die Katzenminze. Zwar schwingen unsere Fellnasen nicht wirklich das Tanzbein, doch viele reagieren interessiert, wenn sie das Kraut wahrnehmen. Im Folgenden erfahren Sie, warum Katzenminze anziehend auf Samtpfoten wirkt, und wie Sie Ihrer Katze eine grüne Freude bereiten können.

von Nina Brandtner

Die Wirkung von Katzenminze (Nepeta Cataria)

„Echte Katzenminze“, „Katzenkraut“, „Katzenmelisse“ oder englisch „Catnip“: Die Namen der Pflanze unterstreichen, dass ihre Wirkung auf Fellnasen seit Jahrhunderten bekannt ist. Übrigens trifft dies nicht nur auf unsere Mini-Tiger, sondern auch auf ihre großen Verwandten, also echte Tiger oder Löwen, zu. Katzen zeigen meist ein ungewöhnliches Verhalten, wenn Sie auf frische Blätter der angenehm nach Minze duftenden Pflanze reagieren.

Hinter der Anziehungskraft des Krauts steckt ein cleveres Konzept: Die Felinen knabbern an den Blättern und wälzen sich verzückt im verlockenden Grün. Dabei bleiben die Klausenfrüchte der Katzenminze im Fell hängen – eine geschickte Strategie zur Ausbreitung! Vor allem männliche Tiere lieben Katzenminze aus einem bestimmten Grund. Verlockend für die Kater ist Actinidin – ein Wirkstoff, den unkastrierte weibliche Katzen mit dem Urin ausscheiden. Auch das Alkaloid Nepetalacton trägt dazu bei, dass das Kraut zahlreiche Katzen magisch anzieht. Die genaue Wirkweise ist nicht bekannt – schließlich mögen auch viele weibliche Tiere die Minze.

Manche Wissenschaftler vermuten, dass die Duft-Kombination die Katze in einen regelrechten Rausch versetzt.

Kann Katzenminze gefährlich sein?

Echte Katzenminze ist, wie Katzengras, ungefährlich für Katzen! Ob sie sich darin wälzen oder die Blätter der Pflanze knabbern – Sie können Ihrer Fellnase den Spaß unbesorgt gönnen. Manche Katzen scheint das Grünzeug aggressiv zu machen: Sie fauchen oder wirken sichtlich verstimmt, wenn sie mit der Wunderpflanze in Kontakt kommen. In diesem Fall sollten Sie davon absehen, die Pflanze in großen Mengen im Garten anzupflanzen oder in der Wohnung anzuwenden.

So bieten Sie Ihrer Samtpfote Katzenminze an:

Frisch oder spielfertig – es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihrer Fellnase mit dem Kraut eine Freude zu bereiten:

Katzenminze im Garten pflanzen

Sie haben einen Garten oder einen Balkon? Optimale Voraussetzungen, um eigene Katzenminze zu züchten! Sie erhalten Nepeta cataria – so der botanische Name – in jeder gut sortierten Gärtnerei als Staudenpflanze. Alternativ können Sie das Kraut im Frühling oder Herbst aussäen. Die Minze vermehrt sich unter guten Bedingungen selbstständig, so dass Sie viele Jahre Freude an ihr haben. Am besten gedeiht die rund 40 cm hohe Pflanze an sonnigen Plätzen im Beet oder im Kübel. Besonders hübsch sieht sie in Kombination mit Lavendel aus.

Katzenminze
Sie können die Katzenminze selbst im Garten anpflanzen© Shutterstock

Katzenminze als Zimmerpflanze

Katzenminze zählt zu den Freiland-Stauden. Wenn Sie sie als Topfpflanze in die Wohnung holen, wird die Pflanze nicht lange halten. Wer Wohnungskatzen eine Freude bereiten möchte, kann dies mit einer Pflanze im Topf für einige Wochen erreichen. Anschließend setzen Sie die Pflanze lieber wieder nach draußen – sofern etwas von ihr übrig ist. Bereits ein kleiner Balkon reicht aus, um das Kraut draußen zu pflanzen.

Getrocknete Katzenminze im Spielzeug & Catnip-Spray

Wer eigene Katzenminze hegt und pflegt, kann seine Katze selbst mit dem Wunderkraut versorgen. Hierzu sollten Sie die Stängel zur Blütezeit von Juni bis August ernten. Befreien Sie sie durch Schütteln – nicht durch Waschen – von Schmutz und lassen sie anschließend in kopfüber hängenden Bündeln trocknen. Wählen Sie hierfür einen warmen, trockenen Platz ohne viel Sonnenlicht. Oft eignet sich ein Dachboden optimal. Ist die Minze getrocknet, bewahren Sie sie in luftdichten Gefäßen auf, um das Aroma zu wahren. Füllen Sie die Pflanze nun beispielsweise in alte Socken, die Sie verknoten, und lassen Sie Ihre Samtpfote damit spielen.

Alternativ finden Sie im Handel getrocknete Katzenminze oder zahlreiche damit gefüllte Spielzeuge. Egal ob selbstgemacht oder gekauft: Achten Sie darauf, dass das Spielzeug keine Gefahr darstellt. Beispielsweise durch verschluckbare Knöpfe oder ähnliches, was die Samtpfote im Eifer des Gefechts zu sich nehmen könnte.

Räumen Sie Spielzeug mit Katzenminze nach dem Spiel immer weg, damit es bis zum nächsten Mal interessant bleibt.

Im Handel gibt es außerdem Catnip-Spray, das sich dazu eignet, es auf Spielzeug oder Kratzmöbel zu sprühen, wenn die Katze an diesen (noch) kein Interesse zeigt. Wenden Sie solche Sprays nur sparsam an, um die Duft-Kommunikation der Samtpfote nicht dauerhaft zu irritieren.