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Mutierte Katze: Forscher lüften Geheimnis um Internetstar

Behinderte Katze Lil Bub
© Instagram @iamlilbub

Keine Zähne, 22 Zehen und 2 Millionen Follower: Das ist das Erfolgsrezept von Instagram-Star-Katze Lil Bub. Der kleine Stubentiger wirkt auf den ersten Blick unwiderstehlich süß. In Berlin haben Forscher nun das Geheimnis des amerikanischen Kätzchens gelüftet.

von Nina Brandtner Datum der Veröffentlichung 06.03.2019

Würde ihre Zunge nicht ständig so niedlich aus ihrem Maul hängen - sie hätte der Katze Lil Bub womöglich einen Großteil ihrer Follower gekostet. Doch weil sie eben so schön aus ihrer Schnauze baumelt und Lil Bub mit ihren großen grünen Augen und ihren zusätzlichen Zehen eben überhaupt so putzig aussieht, hat sie es zum wahrhaften Internetstar gebracht. Ein flauschiges Phänomen, das von Berliner Forschern nun genauer unter die Lupe genommen wurde.

Zwei Mutationen machen das Kätzchen zum Star

Wie es in einer Mitteilung der Forschungseinrichtungen hieß, hatten Wissenschaftler des Berliner Max-Delbrück-Centrums, des Berliner Max-Planck-Instituts und der Universität Pennsylvania gemeinsam die Gene von Kätzchen Lil Bub untersucht und eine spannende Entdeckung gemacht: Es sind zwei Gendefekte, die dem Instagram-Star sein ungewöhnliches Aussehen vermeiden. Einer davon habe Lil Bub eine zusätzliche Zehen an jeder seiner Pfoten beschert. So ist die Katzendame, statt wie alle anderen Katzen auf 18 Zehen, auf 22 unterwegs.

Herrchen Mike findet Lil Bub 2011 in einem Schuppen

Die zweite Mutation im Erbgut des Stubentigers hat die Knochenerkrankung Osteopetrose ausgelöst, die für seine geringe Größe und die kurze Schnauze verantwortlich ist. Auf der Website des berühmten Kätzchens heißt es, Bub sei bislang die einzige Katze, an der die Knochenkrankheit überhaupt diagnostiziert wurde. Doch trotz der Steine in ihrem Weg führt Lil Bub ein ausgefülltes Katzenleben. Nachdem sie 2011 von ihrem Herrchen Mike Bridavsky in einem Schuppen in Indiana (USA) gefunden wurde, erlangte sie von Jahr zu Jahr mehr Bekanntheit im Netz und lernte, mit ihren körperlichen Besonderheiten zu leben. Heute hat sie über 3 Millionen Facebook-Fans, 2 Millionen Abonnenten auf Instagram und produziert Videos für ihren YouTube-Kanal.

Durchaus ein ernster Hintergrund

Doch die Forscher in Berlin verfolgten mit ihrer Untersuchung von Bubs Erbgut durchaus ein ernstes Ziel. Wie Daniel Ibrahim vom Max-Planck-Institut in der Mitteilung sagt, könnte die Identifizierung der Mutationen im Erbgut des Kätzchens helfen, die seltenen Krankheiten auch beim Menschen besser zu verstehen. Ein Kätzchen im Dienste der Wissenschaft.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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