Angst bei Haustieren: Umfrage & Test

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Nach unmöglichen Falschaussagen: Martin Rütter wendet sich an Cem Özdemir

Martin Rütter und Cem Özdemir dog-angry

Rütter engagiert sich gegen den Welpenhandel

© Facebook Rütter/Özdemir

Sein Engagement bei diesem Thema ist bekannt. Selbst vor Internetgiganten macht der Hundeprofi nicht Halt. Gibt es nun politische Konsequenzen?

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht, am aktualisiert

 

Die Aufnahmen von Martin Rütters VOX-Doku „Das gnadenlose Geschäft mit den Welpen“ brachen bei der Ausstrahlung am 5. April 2022 Millionen von Fernsehzuschauern das Herz. Umso schlimmer, dass große Internetportale noch immer die entscheidende Drehscheibe für den illegalen Welpenhandel sind. Allen voran Ebay, wie Rütter in seinem Podcast „Tierisch menschlich“ vom 14. April (Folge 57) betont. 

Während viele andere Kleinanzeigen-Märkte den Verkauf von Tieren entweder direkt gestoppt oder stark reglementiert haben, gibt es bei Ebay Kleinanzeigen weiterhin keinerlei Schranken. Wer hier ein Tier inseriert, muss sich hier nicht einmal ausweisen und kann somit natürlich auch nicht ermittelt werden im Zweifelsfall. Um das Vorgehen zu verteidigen, schrecke das Unternehmen laut Rütter auch vor Falschaussagen nicht zurück!

Kein Interesse am Wohl der Tiere?

In einem einstündigen Gespräch mit dem Pressesprecher habe der mehrfach behauptet, dass eBay mit den Anzeigen ja gar kein Geld verdienen würde. „Interessanterweise sind die Welpenseiten bei eBay die meistgebuchten Werbeseiten“, verrät Rütter im Podcast.

„Die kriegen keine Provision für den Verkauf des Welpen, aber die Seite ist zugeballert mit Werbung – und damit verdienen die ihr Geld.“  

Rütters entlarvender Gegencheck

Selbst das angeregte Identifikationsverfahren scheint für eBay nicht infrage zu kommen. Angeblich habe der Pressesprecher Rütter gegenüber angemerkt, es habe doch

„jeder gefälschte Pässe zu Hause.“

Das ausschlaggebende Argument aber sei gewesen: „Das Landeskriminalamt sagt, das bringt gar nix“, zitiert der Hundeprofi den Pressesprecher. Dumm nur, dass Rütter postwendend beim Landeskriminalamt nachgefragt hat; dort habe man sich zunächst „totgelacht“, um dann zu erklären: „Wer behauptet denn sowas? Das würde ja bedeuten, wir bauen in Häuser keine Schlösser mehr, denn es wird ja eingebrochen.“

Der 51-jährige Hundeexperte setzt nun große Hoffnungen auf sein Gespräch mit Grünen-Politiker Cem Özdemir Ende April. Von dessen CDU-Vorgängerin, Julia Klöckner, hielt Rütter nicht viel.
 

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