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Erst jetzt wird öffentlich, was Martin Rütter in Ungarn gemacht hat

Martin Rütter in Ungarn dog-angry

Dreh in Ungarn

© Facebook Martin Rütter

Hundeprofi Rütter erlebt beim Dreh in Ungarn haarsträubende Zustände. Seine Erlebnisse sollten uns eine Lehre sein.

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht, am aktualisiert

 

Die Tore der „Hundefarmen“ auf den Dörfern stehen häufig offen, niemand scheint hier in Ungarn das Bedürfnis zu haben, die massenhafte Welpen-Produktion zu verheimlichen. Martin Rütter und sein Filmteam nutzen die Gelegenheit, spazieren auf das Gelände einer dieser Hundefabriken, um mit den Handys zu filmen. Doch vor dem Tor stehen die Autos mit laufendem Motor, denn diese Recherche ist brandgefährlich!

So eindrücklich beschreibt Hundetrainer Martin Rütter in seinem Podcast „Tierisch menschlich“ am 3. November 2021 seine Erlebnisse bei den Dreharbeiten für seine nächste Reportage. Thema ist dieses Mal der illegale Welpenhandel. Dafür recherchierte er jetzt vier Tage vor Ort, wie die bedauernswerten Hunde produziert und im Anschluß europaweit „vermarktet“ werden. Und er stößt auf bedrückend mafiöse Strukturen.

Doku über den illegalen Welpenhandel

Hier in Ungarn herrsche „Goldgräberstimmung, was den Welpenhandel anbelangt“, erklärt der Hundeprofi. Mehrere hunderttausend Welpen werden aktuell im Jahr produziert – in Massentierhaltung, fast so, als würde es sich um Schweine handeln. Nicht nur die Welpen leiden darunter, auch die Elterntiere, wie Rütter in Erinnerung ruft. Denn es sind Hunde,

„die zehn Jahre lang kein Mal Tageslicht sehen und wirklich nur zum Produzieren in irgendwelchen kalten, nassen Ställen liegen.“

Wenn sie nicht mehr können, verschwinden sie. Rütters schlimme Vermutung: Man lässt sie einfach verhungern.

Das größte Abnehmerland ist derzeit Deutschland; dahinter erst kommen dann die Niederlande, Belgien, Italien, Spanien sowie England. Tragische Tatsache: In Europa ist der „Welpenhandel inzwischen der drittgrößte Umsatzbereich nach Drogen und Waffen“. Kein Wunder, dass auch hier Mafia-Zustände herrschen: „Wir reden von Politikern, die geschmiert werden, von Tierärzten, die nicht einen dieser Welpen anschauen, aber alle Zertifikate ausfüllen.“ Man darf insofern auf die Dokumentation gespannt sein.

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