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Wolf läuft durch Leverkusen
© @dogman_tierrettung / Instagram

NRW: Polizei unterbricht Karnevalszug, weil ein Raubtier durch die Stadt läuft

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Ausnahmezustand in Leverkusen: Ausgerechnet am Rosenmontag wird in der Stadt ein Raubtier gesichtet. Die Polizei fackelt nicht lange und stoppt alles.

Rosenmontag ist der Höhepunkt der fünften Jahreszeit. In Leverkusen regnet es auch in diesem Jahr wieder Kamelle, die Bässe wummern, Tausende Jecken schunkeln auf den Straßen. Die Stimmung ist ausgelassen.

Doch gegen Mittag kippt die Atmosphäre schlagartig. Ein Funkspruch erreicht die Einsatzkräfte, der so gar nicht ins bunte Treiben passen will. Alarm in der Innenstadt, denn ein Raubtier ist unterwegs!

Notrufe aus der Fußgängerzone

Die ersten Hinweise kommen von besorgten Bürgern. Mitten in der Fußgängerzone, dort, wo eigentlich gefeiert werden soll, treibt sich ein wildes Tier herum, das dort absolut nicht hingehört.

Augenzeugen berichten dem WDR später von einem Raubtier, das „aufgescheucht“ und „angespannt“ wirkt. In den sozialen Netzwerken tauchen die ersten Videos auf. Sie zeigen keinen verkleideten Karnevalisten, sondern einen waschechten Wolf!

Die Polizei Köln handelt sofort, immerhin steht die Sicherheit von Zehntausenden potenziell auf dem Spiel. Die Entscheidung der Einsatzleitung ist drastisch: Zug-Stopp. Der Karnevalsumzug wird unterbrochen, die Wagen bleiben stehen. Ungewissheit macht sich unter den eben noch so fröhlich feiernden Leverkusener Jecken breit. Was ist hier los?

Die Jagd auf den „ungebetenen Gast“

Während der Zug stillsteht, schwärmen Polizisten aus, die eigentlich zur Absicherung der Feiernden vor Ort sind. Es beginnt eine skurrile Fahndung zwischen Kostümierten und Konfetti. Und tatsächlich: Die Beamten stellen das Tier.

„Er war nicht sehr menschenscheu, wir haben ihn gesucht und gefunden“, bestätigt ein Polizeisprecher die brenzlige Situation. Ein Verhalten, das bei einem Wildtier bei Experten eigentlich die Alarmglocken schrillen lässt.

Das Urteil der Experten

Die Polizei nimmt sofort Kontakt zum zuständigen Jäger und dem Veterinäramt auf. Ist das Tier eine Gefahr? Muss geschossen werden? Dann die erlösende Nachricht aus der Zentrale: Von dem Wolf gehe „keinerlei Gefahr aus“, solange er nicht krank wirkt.

Das Tier nutzt die Chance zur Flucht. Nach etwa einer Stunde verliert sich seine Spur. Der Wolf hat das Stadtgebiet verlassen. Glück für die Jecken, denn so kann sich der Karnevalszug dann doch wieder in Bewegung setzen und das bunte Treiben ungestört weitergehen.

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