Mittwoch, der 11. Februar: Es ist ein grauer Wintertag im Landkreis Rosenheim (Bayern). Wie jede Woche macht sich die Rentnerin Anna T. (Name geändert) auf den Weg, um die Schwächsten der Gesellschaft zu versorgen: verwilderte Katzen, die ohne ihre Hilfe den Winter kaum überstehen würden.
Ihr Ziel ist der kleine Weiler Bichl in der Gemeinde Tuntenhausen. Ein abgelegener, ruhiger Ort. Und damit komplett unbeobachtet... Doch genau diese Stille nutzte ein Unbekannter für eine Tat, die an Grausamkeit kaum zu überbieten ist.
Blick in den Napf offenbart das Grauen
Anna T. nähert sich der Futterstation. Mittwoch ist der Tag für das Nassfutter – ein Festmahl für die hungrigen Streuner. Sie greift nach dem Futterspender, will ihn reinigen und auffüllen. Doch dann stockt ihr der Atem. Im Futter ist etwas, das dort nicht hingehört. Es blitzt metallisch. Anna T. schaut genauer hin – und ist schockiert. Jemand hat das Futter mit unzähligen kleinen Nägeln gespickt!
Es ist eine heimtückische Falle. Wäre die Tierfreundin nur wenige Minuten später gekommen oder hätte sie weniger genau hingesehen, hätten die ausgehungerten Katzen gierig gefressen. Es wäre ihr Todesurteil gewesen.
Ein qualvoller Tod von innen
„Wer macht denn sowas?“, fragt Anna T. fassungslos. Die Antwort bleibt der Wind schuldig, doch die Konsequenzen wären verheerend gewesen. Hätten die Katzen die Nägel verschluckt, wäre es höchstwahrscheinlich zu einem Martyrium gekommen.
„Verletzungen auf der gesamten Passagestrecke vom Maul bis zum Enddarm“, warnt eine Fachärztin aus der Region. Die scharfen Metallstifte hätten die inneren Organe aufgeschlitzt, zu inneren Blutungen und einem langsamen, qualvollen Tod geführt. Anna T. hat diese Tragödie in letzter Sekunde verhindert.
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Der Täter kehrte zurück!
Was den Fall noch unheimlicher macht: Es scheint kein Einzeltäter zu sein – oder zumindest keine einmalige Tat. Anna T. erinnert sich mit Schaudern an einen früheren Vorfall. Damals fand sie ein Kilo Salz im Futter – eine Menge, die die Nieren der Tiere zerstört hätte.
Jemand hat es in Tuntenhausen offenbar gezielt auf die wehrlosen Streuner abgesehen. Da die Futterstelle so abgelegen liegt, gibt es keine Zeugen. Eine Anzeige scheint leider aussichtslos.