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Golden Retriever Raiya
© pause4change / Facebook

Kranker Golden Retriever bei klirrender Kälte ausgesetzt: Die Retter reagieren völlig unerwartet

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Die Hündin sitzt einsam und verlassen mit Mantel und Stiefeln im kalten Park, neben ihr nur ein knapper Zettel. Wenig später gibt eine überraschende Wende.

Es ist ein Bild, das jedem Tierfreund das Herz bricht. In einem Park im kanadischen Okotoks (bei Calgary) sitzt eine Golden Retriever-Hündin mutterseelenallein in der eisigen Kälte. Sie trägt eine kleine Jacke und Hundestiefel gegen den Frost – doch das Ende der Leine hält niemand fest. Raiya ist allein.

Ein Zettel neben ihr verrät die grausame Wahrheit: Ihre Halter haben die kranke Hündin hier einfach zurückgelassen. Nur ihre Medikamente gegen Krampfanfälle liegen bei ihr. Ein „barmherziger Samariter“ entdeckt das zitternde Tier und bringt es sofort in Sicherheit.

Das Netz kocht vor Wut

Die Diagnose der Tierärzte ist niederschmetternd: Raiya leidet vermutlich an Hüftdysplasie und einer Anfallserkrankung. Die Behandlungskosten? Enorm. Der Tierschutzverein „pause4change“ rechnet sofort mit über 2.000 kanadischen Dollar (ca. 1.200 Euro), um sie zu stabilisieren.

Als die Geschichte im Netz landet, bricht ein Sturm der Entrüstung los. Die Kommentarspalten explodieren. „Wie kann man nur?“, fragen fassungslose User. Viele fordern eine Hexenjagd: Die Hundehalter sollen gefunden und hart bestraft werden. Die Wut auf die Menschen, die Raiya bei Eiseskälte einfach zurückließen, scheint grenzenlos.

Der offene Brief, der alles verändert

Doch genau in diesem Moment, in dem der Hass hochkocht, tun die Retter etwas völlig Unerwartetes. Anstatt in den Chor der Wütenden einzustimmen, veröffentlichen sie einen offenen Brief auf Facebook, der zum Nachdenken zwingt.

„Wenn wir nicht wissen, was in jemandes Leben los ist, ist es leicht, sich über die Entscheidungen zu ärgern“, schreiben die Tierschützer. Sie stellen sich schützend vor die unbekannten Halter und mahnen zur Menschlichkeit: „Bedenkt, dass wir nie die ganze Geschichte eines Menschen kennen.“

Tatsache ist, dass Raiyas Halter Kanada verlassen und sich deshalb zu diesem tragischen Schritt entschlossen haben. Ob dies aus Verzweiflung geschah oder die Halter einfach keinen anderen Ausweg mehr wussten, ist nicht bekannt. Die Retter jedenfalls urteilen nicht. Sie handeln, denn Wut hilft der Golden-Retriever-Hündin in diesem Moment nicht weiter.

Raiya erholt sich nun in ihrer Obhut und wird aufgepäppelt, bis sie bereit für eine neue Familie ist – eine Familie, die ihre Geschichte mit Liebe weiterschreibt.

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